Schullogo Schullogo Staatliches Berufliches Schulzentrum
Alfons Goppel Schweinfurt
  Staatliche Berufsschule III
Staatliche Berufsfachschule für Hauswirtschaft
Staatliche Berufsfachschule für Kinderpflege
Staatliche Berufsfachschule für Sozialpflege
Berufsfachschule für Altenpflege der Caritas-Schulen gGmbH
Logo i.s.i. Wettbewerb 2009

Aktuelles

Schularten
Berufsschule
Fachbereich Agrarwirtschaft: Gartenbau
Fachbereich Agrarwirtschaft: Landwirtschaft
Berufsbild
Ausbildung
Weiterbildung
Schulleben
Fachbereich Körperpflege
Fachbereich Nahrung
Fachbereich Textil
Jugendliche ohne Ausbildungsplatz
Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)
BFS für Hauswirtschaft
BFS für Kinderpflege
BFS für Sozialpflege
BFS für Altenpflege

Schulleben

Wir über uns

Partnerschulen

Förderverein

Schule intern

Formulare



Sitemap

Kontakt

Impressum

Gesundheit geht vor – Infoveranstaltung der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft 

Erläuterungen in der Landtechnik-Werkstatt. Erläuterungen im Klassenzimmer. 

Gefahren im Arbeitsleben lauern überall. Das verdeutlichte Herr Johannes Kessler von der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft bei seinem Vortrag vor Schülern des Berufsgrundschuljahres Landwirtschaft. Im Rahmen der Gesundheitswoche haben sich die Schüler mit dem Thema „Wie kann ich meine Arbeitskraft auf Dauer gesund erhalten?“ beschäftigt.

Der Beitrag vom Fachmann der Berufsgenossenschaft zeigte Gefahren auf, wo wir sie kaum vermuteten. Denn, wer denkt schon, dass Vibrationen durch Bohren mit der Bohrmaschine oder Sägen mit der Kettensäge zu Durchblutungsstörungen in den Fingern führen können, die in einigen Fällen sogar bis zur Berufsunfähigkeit geführt haben. An weiteren, von zum Teil drastischen Unfallbeispielen schilderte Herr Kessler, wo überall Gefahren in unserem Berufsalltag stecken. Die Schüler reagierten nicht nur erstaunt, sondern auch betroffen, da sie feststellten, dass auch sie bereits manch kritische Arbeitssituation erlebt haben, die gottlob glimpflich ausging. Der mit anschaulichen Beispielen und praktischen Hinweisen in den Landtechnikwerkstätten unserer Schule gestaltete Unterricht, war für die Schüler ein lehrreicher Nachmittag, der viele zum Nachdenken über ihre praktische Arbeit auf den Betrieben anregte.
 
 
Text:  W. Lechner
Bilder: T. Weidner

 

Bodenkundelehrfahrt des Berufsgrundschuljahres Landwirtschaft, 04. Mai 2011

Herr Karch erklärt im Windrad.

Erklärungen im Windrad vom Betreiber Herrn Karch.

Schüler vor Windrad.

Am Fuß des Windrades - unten grün, oben hoch!

Am 4. Mai trafen wir uns früh um 8:00 Uhr an unserer Schule für die Bodenkundelehrfahrt. Um das theoretische Wissen aus dem Fachunterricht mit praktischen Inhalten zu ergänzen, fuhren wir zu landwirtschaftlichen Betrieben von Mitschülern. Die jeweiligen Schüler stellten anhand eines Betriebsspiegels ihren Betrieb vor und ein bereits ausgehobenes Bodenprofil diente der Beurteilung des Bodens.

Als erstes fuhren wir zu einem Windrad in Forst. Herr Karch, der Geschäftsführer der Windkraftanlage, begrüßte uns herzlich. Er erklärte uns das Prinzip und den Aufbau des Windrades, das eine Nennleistung von einem Megawatt erreicht. Planung und Ausführung solcher Anlagen müssen aufgrund der komplexen Anforderungen von Spezialfirmen übernommen werden. Laut Herrn Karch bieten die erneuerbaren Energien, wie Windkraft, Fotovoltaik und Biogasanlagen, eine sichere und wetterunabhängige Einkommensquelle als Ergänzung zur herkömmlichen Landwirtschaft. Dies kann als zusätzliches Standbein helfen, die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe zu sichern.

Unsere nächste Station war der Betrieb Obernöder in Altenmünster. Am Bodenprofil erläuterte uns Herr Lechner die Entstehung des lehmigen Tonbodens aus dem Ausgangsgestein Keuper. Anhand des Profils wurde der Boden beurteilt und seine Wertigkeit geschätzt. Auf dem Hof erläuterte uns unser Mitschüler Christoph anhand eines Betriebsspiegels die wirtschaftlichen Strukturen des elterlichen Betriebes. Dann erklärte er uns den Aufbau und die Wirkungsweise der Biogasanlage die mit GPS (=Ganzpflanzensilage aus Getreide), Gras- und Maissilage sowie mit Gülle und Festmist betrieben wird. Laut Herrn Obernöder sei ein durchdachtes Gesamtmanagement sowie die Optimierung der Betriebsabläufe die Basis für das erfolgreiche Betreiben einer Biogasanlage.

In Zeil am Main besichtigten wir zunächst ein Bodenprofil aus überwiegend lehmigem Sand. Der Boden wurde von den Fluten des Mains angespült, es entstand ein so genannter Schwemmlandboden. Nach einer kurzen Fahrt waren wir auf dem Betrieb Hetterich, dem elterlichen Hof unseres Mitschülers Sebastian. Hier werden Bullen gemästet und das notwendige Futter hauptsächlich auf selbst bewirtschafteten Flächen angebaut. Nach der Vorstellung des Betriebes diskutierten wir über eine anstehende Umstrukturierung von reiner Bullenmast zu einer Einkommenskombination mit Biogas.

Auf dem Betrieb Böhm in Schwebheim begutachteten wir das nächste Bodenprofil. Aus Gips-Keuper ist dort ein lehmiger Sandboden entstanden. Der Standort eignet sich bei ausreichender Bewässerung auch für Kräuter und Heilpflanzen wie Sonnenhut und Brennnessel, also für Sonderkulturen. Der Junior-Chef Frank Böhm erklärte uns den Anbau, die Verarbeitung und die Vermarktung seiner Kräuter.
 
Theorie und Praxis erfolgreich vereint, war die Bodenkundelehrfahrt für uns eine schöne Abwechslung zum Unterricht im Klassenzimmer. Deshalb nochmals unser besonderer Dank an den Bauernverband, der mit einer großzügigen Spende unsere Kosten für die Busfahrt klein gehalten hat, ebenso wie an Herrn Linhart (ehemaliger Landwirtschaftslehrer in Schweinfurt), der den Bus unentgeltlich gesteuert hat. Und auch unsere Lehrer Herrn Lechner und Herrn Weidner, ohne deren Einsatz die Fahrt nicht möglich gewesen wäre, wollen wir beim Danken nicht vergessen.

 

Text und Bilder: BGJ-Lw
Thomas Weidner, StR

  

Betriebsvorstellung durch Christoph Obernöder.

Betriebsvorstellung durch Christoph Obernöder. 
 

Schüler mit Bodenprofil.
 
Ein klassisches Schwemmlandbodenprofil in Zeil am Main.

Über die Grenzen schauen - Lehrfahrt der Klasse Landwirte 12 ins Elsaß und nach Lothringen

Die diesjährige Lehrfahrt der Abschlussklasse der Landwirte L 12 führte ins benachbarte Frankreich, genauer nach Straßburg ins Europäische Parlament, nach Metz zur Firma Claas, weiter zu einer Reihe fachlich interessanter Betriebe und kulturell sehenswerter Orte.

Gruppenfoto der Schüler.

Im Innenhof des Europäischen Parlamentes.

Der Besuch des EU-Parlaments war von langer Hand vorgeplant und wurde durch die Einladung von Frau Dr. Weisgerber, Abgeordnete des Europaparlaments, ermöglicht. Nach allgemeiner Einführung und kurzem Rundgang durch das riesige EU-Gebäude nahmen wir an einer Parlamentssitzung teil. Von der Zuschauertribüne verfolgten wir, wie die Parlamentarier in halbminütigem, atemberaubendem Tempo Gesetze und Gesetzesänderungen verabschiedeten. Unsere Gedanken danach: „Was da wohl an rechtlichen Neuregelungen wieder auf uns Bürger zukommt!“
 
Der fachliche und berufsorientierte Teil der Reise führte uns an den drei Tagen zu insgesamt fünf landwirtschaftlichen Betrieben, die alle Besonderheiten in ihrer Betriebsform, ihrer Wirtschaftsweise oder in ihren betrieblichen Schwerpunkten aufweisen. So bewirtschaften  im kleinen Ort Wahlenheim, in der Nähe von Straßburg, drei Brüder einen Milchviehbetrieb mit 120 Kühen. Die Milch der Kühe wird  sofort in der hofeigenen Molkerei, die im Stallgebäude untergebracht ist (!) zu Käse, Joghurt und anderen Spezialitäten verarbeitet. Absatz finden die Molkereiprodukte im eigenen Hofladen und in Großmarktketten wie carefour.

Im hochtechnisierten Werk der Firma Claas in Metz konnten wir von der ersten Schraube bis zur fertigen Rund- oder Quaderballenpresse den gesamten Produktionsablauf miterleben. Mit circa 3000 Mitarbeitern fertigt Claas etwa 4600 Pressen pro Jahr für den gesamten Weltmarkt. Dabei kostet die teuerste Presse 168.000 Euro! Nach der Besichtigung des Ackerbau- und Milchviehbetriebes Treméry, der mit der Firma Claas kooperiert, wurden wir von der Firmenleitung zu einem köstlichen sechs Gänge-Menü eingeladen – vorzüglich!

Die Besichtigung des Fort Hackenberg, der Hauptfestung der Maginotlinie, war nach so viel Landtechnik und gutem Essen ein weiterer Höhepunkt unserer Fahrt. Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg bauten die Franzosen einen Verteidigungswall, der von Belgien bis ans Mittelmeer reichte - die Maginotlinie. In die Erde gegrabene Festungsanlagen sollten diese Verteidigungslinie sichern. Eine Museumsführerin zeigte uns die ausgeklügelte Bauweise. Fort Hackenberg ist eine noch fast völlig intakte Festung von ungeheuren Ausmaßen. So fuhren wir in den unterirdischen Bunkern mit kleinen Eisenbahnen auf dem 27 Kilometer langen Schienennetz, vorbei an kompletten Küchen und Mannschaftsquartieren, an Krankenstationen, an Panzern, Haubitzen, Munitionsdepots zu einem noch intakten Gefechtsturm. Dort wurde uns die Arbeits- und die Funktionsweise eines ausfahrbaren Mehrfachgeschützturmes demonstriert. Interessiert fragten wir nach Bewaffnung, Munition, Kampfhandlungen und Versorgung der Festung. Die Besichtigung der Festung von außen zeigt, dass das Fort sehr unauffällig in der Landschaft eingebettet liegt. Am Bau, der mehr als fünf Jahre dauerte, arbeiteten circa 2000 Mann.
Beeindruckt von so viel Kriegstechnik aus dem frühen letzten Jahrhundert wurde uns bewusst, wie gut es ist, in einem friedlichen Europa ohne Grenzen leben zu dürfen.
 
Im vornehmen Hotel du Theatre in der Innenstadt von Metz bezogen wir unser Quartier für die zweite Nacht.

Schüler vor Maschinen.

Betriebsbesichtigung bei Claas.

Leeres Plenum.

Kurz vor der Sitzung des Europäischen Parlaments.

Schüler vor Domportal.

Europäisches Kulturgut - die Kathedrale von Metz.

Die Kathedrale von Metz war nach dem Frühstück am nächsten Morgen ein echtes Kulturerlebnis. Bei herrlichem Sonnenschein tauchten die wunderbaren Glasmalereien der Kirchenfenster das Innere des Kirchenraumes in eine ehrfürchtige Stille. Marc Chagall und andere berühmte Künstler waren hier am Werk. 
 
Im kleinen Ort Ottonville, etwa zwanzig Kilometer von der deutschen Grenze, liegt der Betrieb des sehr erfolgreichen Limousinzüchters Dominique Repplinger. Herr Repplinger informierte uns nicht nur über die besondere Genetik in seiner Limousinherde (kein Zuchtkalb wird unter 2000 Euro verkauft !), sondern zeigte uns auch die Besonderheit einer hinterlüfteten Solaranlage. Mit dieser erzeugt er Strom und gleichzeitig wird die Warmluft genutzt, um frisch gepresste Grasballen zu trocknen, die dann Heu in bester Qualität ergeben.
 
Auch der letzte Betrieb, den wir besichtigten, war einen Besuch wert. Im baden-württembergischen Kleinalmersann bewirtschaftet die Familie Blumenstock mit drei Betriebsleitern einen Hof, der eigentlich aus vier eigenständigen Betrieben besteht: einem Schweinzucht- und Mastbetrieb, einem Bullenmastbetrieb mit Vermarktung an Hofmetzger, einer großen Biogasanlage und einer Hofgaststätte. Nebenbei baut die Mutter der Familie im eigenen Garten noch Gemüse an, das sie auf Wochenmärkten vertreibt. Jeder Insider, der die Vielfalt überblickt, muss vor dem enormen Arbeitsaufwand des Gesamtbetriebes zurückschrecken.

Doch das Besondere ist gerade die ausgeklügelte Betriebsorganisation und die damit verbundene optimale Arbeitszeiteinteilung, die jedem Betriebsmitglied mehr als ein Mindestmaß an Freiheit und Freizeit ermöglicht. „Gemeinsamkeit in allen Entscheidungen“ aber auch „individuelle Vorstellungen“ zulassen, das sei das Erfolgsrezept der Familie Blumenstock, wie der Juniorchef bei seiner Betriebsführung betonte.

Nach drei intensiven, lehrreichen und anstrengenden Tagen stellen wir fest: Europa ist - auch wenn wir nur einen ganz kleinen Teil von diesem Europa gesehen haben - in seiner Vielfalt an Arbeit und Beschäftigung, an Kultur und Geschichte etwas Besonderes.

Text und Bilder:
Johannes Zinser, Franziska, Klenkert, Florian Hoßmann, L12
W. Lechner, StD

Intensivseminar der 11. Klassen Landwirtschaft aus Unterfranken, 01. und 02. April 2011 in Herrsching

Gruppenbild der Schüler.. Schüler mit Motor einer Biogasanlage.. 

Die 11. Klassen Landwirtschaft aus Unterfranken vor dem Haus der Bayerischen Landwirtschaft.

Eindrücke von der Betriebsbesichtigung: Mit einem Zündstrahlmotor wird Biogas in elektrische Energie umgewandelt.

Auf Einladung des Bayerischen Bauernverbandes, Bezirksverband Unterfranken, fand dieses Schuljahr zum ersten Mal ein Intensivseminar für die angehenden Landwirte aus Unterfranken im Haus der Bayerischen Landwirtschaft in Herrsching am Ammersee statt. In Vorträgen und bei einer Betriebsbesichtigung wurde den Schülern die besondere Bedeutung und Verantwortung ihres Berufes dargestellt.
 
Am Freitag, den 1. April, fuhren wir noch reichlich müde früh um 7:00 Uhr zusammen mit unserem Klassenlehrer Herrn Weidner und Herrn Köhler, dem Referenten des Bayerischen Bauerverbandes in Schweinfurt los. Um 8:00 Uhr stiegen die Schüler der Beruflichen Schulen Kitzingen-Ochsenfurt, begleitet von ihren Lehrern Frau Burgetsmeier und Herrn Dieck, zu. Von Ochsenfurt aus setzten wir unsere Reise nach Herrsching fort.
Im Bus wurden wir dann von Herrn Weidner und Herrn Eugen Köhler herzlich begrüßt. Nach zirka vierstündiger Fahrt erreichten wir das Haus der bayerischen Landwirtschaft. Nach der Zimmeraufteilung gab es Mittagessen, am Freitag natürlich ausschließlich Fisch.
 
Um 13:15 Uhr eröffnete Bernhard Weiler, der unterfränkische Präsident des Bauernverbandes, das Seminar. Er stellte uns die Aktionen des BBV auf Landes- und Bundesebene ebenso wie seinen persönlichen Lebenslauf vor. Sehr beeindruckend. Anschließend erläuterte Herr Mathias Borst aus dem Generalsekretariat des BBV in München in seinem Vortrag Um was geht es bei der Agrarreform in Europa für die Bauern in Bayern?, wie Fördergelder in Brüssel verteilt werden und wie sich die zukünftige EU-Politik im Bereich der Landwirtschaft auswirken wird.
Nach einer kurzen Pause hörten wir noch einen Vortrag, bei dem es um den schmalen Grat zwischen Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz ging. Hier hat der Landwirt eine doppelte Verantwortung als Unternehmer und als Bewirtschafter der Umwelt.
 
Nach dem Abendessen nutzten viele die letzten Sonnenstrahlen, um zum Ammersee zu laufen und einen wunderschönen Sonnenuntergang zu beobachten. Einige wenige trauten sich sogar in die eisigen Fluten, nur um dies Sekunden später zitternd zu bereuen.
Am Abend bestand im Haus die Möglichkeit zu saunieren. Ein Billardtisch und ein Tischkicker forderten zum Wettkampf auf, den unser Lehrer mit Bravur bestand. Im Bierstüberl wurden Karten gemischt, natürlich Schafkopf, und Unterhaltungen über das Fachliche hinaus geführt.
 
Am nächsten Morgen lieferte uns die Bildungsreferentin Frau Kraus einen kurzen Einblick in den Grundkurs in Herrsching, der nicht nur für angehende Landwirte interessant und empfehlenswert ist. Abgeschlossen wurde der theoretische Teil des Intensivseminars mit einem Vortrag zur BBV-Landsiedlung. Dieses Teilunternehmen des BBV bietet moderne Dienstleistungen für den landwirtschaftlichen Unternehmer, wie z.B. Flächenzusammenlegungen und Projektmanagement für Windkraftanlagen.
 
Auf dem Rückweg besichtigten wir noch den Milchviehbetrieb Hörner GbR in Wörnitz, Mittelfranken. Der Hof bewirtschaftet etwa 60 Hektar und hat 60 Milchkühe mit eigener Nachzucht. Zudem wird eine kleinere Biogasanlage betrieben. Gemäß hofinterner Arbeitsteilung kümmert sich der Sohn um die Biogasanlage, und seine Eltern um den Stall. Der Betrieb zeichnet sich dadurch aus, dass er langsam und stetig gewachsen ist, anders als viele Betriebe heute.

Am frühen Abend erreichten wir zuerst Ochsenfurt und nach einer weiteren Stunde Fahrt Schweinfurt. Damit gingen für uns zwei lehrreiche und kurzweilige Tage zu Ende. Vielen Dank nochmals an den Bayerischen Bauernverband für die Organisation und die Einladung, so dass wir nur einen kleinen Unkostenbeitrag zu leisten hatten.

 

Text: Christian Schmitt, L 11

 

 

Lehrfahrt der landwirtschaftlichen Berufsschulklassen zur Fachmesse "Agritechnica" in Hannover am 14.11.2009


Am 14.11.09 ging es für die BGJler sowie die 11. und 12. Klasse der Landwirtschaft, begleitet von Herrn Lechner und Herrn Weidner, zur Agritechnica, der weltweit größten Landtechnikausstellung, die vom 10.-14. November 2009 in den Messehallen Hannovers stattfindet.

Schüler und Vater auf der Agritechnica
Vater mit Söhnen gemeinsam auf der Messe.
Um auf der Messe möglichst viel Zeit verbringen zu können, fuhren wir bereits um 4:45 Uhr am Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel in Schweinfurt los. Weitere Zustiegsmöglichkeiten wurden in Oerlenbach und Oberthulba angeboten.
Nach circa vierstündiger Fahrt in unserem Doppeldeckerbus waren wir in Hannover angekommen. Dort erwarteten uns in 18 Ausstellungshallen auf über 320.000 m2 Ausstellungsfläche modernste Landtechnik und Innovationen rund um die Landwirtschaft.
Von über 2.300 Unternehmen aus 46 Ländern wurden viele Agrarinformationen und ein komplettes Angebot an Geräten, Ersatzteilen und Zubehör angeboten. Maschinen, soweit das Auge reicht. Viele Innovationen waren sowohl bei Großtraktoren bis 500 kW als auch bei mittleren Traktoren zu erkennen.

 

Auf der Messe zeigten sowohl große internationale Landtechnikkonzerne als auch mittelständische Unternehmen über 300 technische Neuheiten. Auch Hersteller aus Schweinfurt, die für Landtechnikhersteller als Zulieferindustrie arbeiten, waren vor Ort.

Viele Innovationen waren bei den Traktoren, bei der Pflanzenschutztechnik und der Erntetechnik zu verzeichnen. Zum Beispiel gewann ein Futtererntewagen mit sich selbstschärfenden Messern eine Auszeichnung, da es sich um eine arbeitssparende Innovation für Landwirte handelt.Insgesamt wird durch diese neuen Techniken immer mehr Präzision und Effizienz in der Landwirtschaft möglich. Precision Farming oder zu deutsch präziser Ackerbau, bei dem ein und derselbe Schlag in Abhängigkeit von Boden- und Ertragseigenschaften mit unterschiedlichen Mengen gesät und gedüngt und gespritzt wird ist keine Zukunft mehr, sondern in der Gegenwart angekommen. Die Landwirtschaft hat sich, zumindest teilweise, zu einer High-Tech-Branche entwickelt hat.

 Begutachtung eines Mähdreschers

Herr Lechner begutachtet einen Mähdrescher.

 

 

 

  Verpflegung auf der Agritechnica

Die richtige Verpflegung gehört auch dazu.

 

 
Natürlich beeindruckte uns diese Technik und wir würden Sie gerne auch bei uns zu Hause einsetzen. Aber viele Maschinen und Geräte sind vor allem für größere Flächen ausgelegt und auf unseren Schlägen nur teilweise wirtschaftlich einsetzbar. 
 
Die Agritechnica ist die Weltleitaustellung der Landtechnik. Sie findet im zweijährigen Turnus statt und wird von der DLG (Deutsche-Landwirtschafts-Gesellschaft) ausgerichtet. Nächstes Jahr wechselt Sie sich mit der Eurotier ab, der weltgrößten Fachaustellung für Tierhaltung und Tiermanagement.
 
Alles in allem ging für uns nach 8-stündigem Aufenthalt in Hannover ein anstrengender aber sehr interessanter Tag zu Ende, sodass wir um circa 18.30 Uhr beeindruckt von vielen Faszinationen die Rückreise antraten. Auf dem Heimweg machten wir noch eine kurze Pause und um circa 22.30 Uhr kamen wie in Schweinfurt an.

 

Text: Anna-Lena Schmitt, BGJ Landwirtschaft
Bilder: T. Weidner, StR

 

 

Besichtigungen auf den Betrieben der Praxismeister

Bilder pro Seite: Bilder pro Zeile:


8 Bilder in der Galerie "Bilder von den Besuchen bei den Praxisbetrieben" vorhanden.

1

 

Bilder aus dem Unterricht

Bilder pro Seite: Bilder pro Zeile:


32 Bilder in der Galerie "Bilder aus dem Unterricht" vorhanden.

1 | 2 Weiter

Abschlussfahrt der Klasse L12 nach Straßburg und Metz vom 26.03. – 28.03.09


Am Donnerstag, den 26.03.09, brachen wir, die Klasse L 12 und vier Schülerinnen und Schüler der Klasse L 11 mit Frau König und Herrn Lechner zu einer Fahrt nach Frankreich auf. Um ca. 09:30 Uhr kamen wir am Europäischen Parlament an und besichtigten das Gebäude eines der mächtigsten Gremien der europäischen Gesetzgebung. Aus dem Heimatlandkreis begrüßte uns Frau Dr. Weisgerber und erklärte uns ihre Aufgaben und die des Parlaments. Sie ist Mitglied in mehreren Ausschüssen und sprach mit uns angehenden Landwirten über die Pflanzenschutznovelle, erneuerbare Energien, Gentechnik und die Milchkrise. Nachdem sie unsere Fragen beantwortet und wir uns für die informative Diskussion bedankt haben, verließen wir sie in Richtung Plenarsaal, in dem eine Stunde lang Abstimmungen über nationale und internationale Gesetze und Anträge stattfanden. Nach dem Besuch im Parlament fuhren wir zu einem Milchviehbetrieb und stärkten uns dort mit dem traditionellen französischen Flammkuchen. Der Betrieb Adam stellt aus der Milch seiner 100 Kühe Käse zur Direktvermarktung in seinem eigenen Hofladen her. Die Holstein-Friesian-Kühe werden durch einen Titan-Melkroboter mit vier Melkkammern gemolken. Anschließend fuhren wir zu einem weltweit bekannten Charolais-Zuchtbetrieb weiter. Herr Hoefel führte uns in den Stall und erzählte uns von seiner Fütterung, dem Zuchtprozess und dem weltweiten Verkauf seiner Rinder nach Australien, Deutschland und in die Vereinigten Staaten von Amerika. Nach dem sehr interessanten Besuch suchten wir unser Hotel in Lingolsheim auf.



Der Besuch eines Werkes für Ballenpressen der Firma Claas in Metz stand am Freitag auf dem Programm. Dort stellte sich die Firma in ihrer Geschichte und ihren Werken sowie deren Aufgaben vor. Hier in Metz werden alle Ballenpressen (Rundballen- und Quaderballenpressen) entwickelt und hergestellt. Nach einer kurzen Kaffeepause betraten wir dann die Fertigungshallen des Werkes. Ein junger Mitarbeiter führte uns durch die Produktionshallen und erklärte uns die einzelnen Produktionsschritte. Anschließend besichtigten wir einen Kooperationsbetrieb der Firma Claas, der sich für das Ausprobieren der Pressen auf seinen 430 ha bereiterklärte. Seine 57 Milchkühe bringen eine Leistung von ca. 500000 Liter Milch im Jahr und werden durch einen Side by Side Melkstand gemolken.
Nach einem üppigen Mittagessen besuchten wir die im zweiten Weltkrieg gebaute Festung Hackenberg der französischen Maginot-Linie. Die Festung deckte zwei strategisch wichtige Täler ab. Die Führung durch einen Kriegsveteranen aus dem zweiten Weltkrieg zeigte uns die ausgeklügelte Bauweise der französischen Festungen. Von unserer Seite zeigten sich sehr viele Schüler interessiert und fragten über Bewaffnung, Kampfhandlungen, Versorgung und Munition der Festung nach. Zum Schluss begutachteten wir die Festung von außen und stellten fest, dass sie sehr unauffällig in die Landschaft mit eingebaut ist. An dem Bau, der mehr als 5 Jahre dauerte, arbeiteten ca. 2000 Mann. Die Anlage ist so groß, dass unsere Besichtigung eines Teiles nur mithilfe eines kleinen Zuges möglich war. Am Abend bezogen wir unser Hotel in der Innenstadt von Metz und aßen gemeinsam in einem Lokal zu Abend.

 

     



Am nächsten Morgen besichtigten wir in Ottonville den Betrieb eines Limousinzüchters, der uns über die besondere Genetik und sein Können informierte. Seine 80 Kühe bringen jedes Jahr mindestens ein Kalb, das von seinem eigenen Bullen besamt wird. Das Mittagessen nahmen wir in Rheinland-Pfalz zu uns, auf einem Betrieb, der sich auf Pensionspferdehaltung und Gastronomie spezialisiert hat. In der Pfalz besuchten wir außerdem noch einen jungen Meister, dessen 60 Schwarzbunte Kühe eine durchschnittliche Leistung von ca. 8400 Litern pro Jahr bringen. Anschließend fuhren wir wieder nach Schweinfurt zurück und kamen wohlbehalten um 20:45 Uhr an. Zum Schluss möchten wir uns noch bei den Lehrkräften Fr. König und Hr. Lechner, allen Betriebsleitern und allen, die an dieser erfolgreichen Lehrfahrt beteiligt waren, bedanken.





Text: Peter Konrad, Felix Hetterich, Stefan Markert, Patrick Werner, L12
Bilder: W. Lechner, StD
 


Quicklink kkCMS nach oben