Beim Weben Kontakte knüpfen - Projekt der BFS für Sozialpflege
"Beim Weben Kontakte knüpfen", mit diesem Ziel trafen sich Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Sozialpflege mit den Bewohnern des Wohnheims St. Elisabeth Schweinfurt. Dort vermittelten die jungen Menschen Grundkenntnisse des Webens und kamen so in angeregte Gespräche mit den älteren Menschen. Bei einigen Bewohnern wurden längst verloren geglaubte Fertigkeiten wiederentdeckt, bei anderen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wachgerufen. Die angehenden Sozialbetreuerinnen und Sozialbetreuer konnten ihre im Unterricht geübten Kenntnisse in der Praxis umsetzen. So war es für alle ein lebhafter, lehrreicher Nachmittag.
Besuch der Lebenshilfe Werkstätte in Sennfeld
Am 13.7.09 besuchte die Klasse S11b die Lebenshilfe Werkstatt für behinderte Menschen in Sennfeld und informierte sich über deren Arbeits- und Betreuungsangebote für Menschen mit Behinderungen und die eigenen Arbeitsmöglichkeiten für „Staatlich geprüfte Sozialbetreuer und Pflegefachhelfer“ in diesem Bereich. Geführt wurde die Schüler von Herrn Jahn, Leiter der Werkstatt.
Das Bild entstand im neu eingerichteten Bereich der Fördergruppen.
Karin Drexl, Fachlehrerin
Besuch der Altenpflegemesse in Nürnberg
Am 26.3.09 besuchten drei Klassen der BFS für Sozialpflege die Altenpflegemesse in Nürnberg. Mit Arbeitsaufträgen ausgerüstet schwärmten die Schüler und Schülerinnen aus, um zwischen Betten, Büchern, Binden, Badewannen, Bällen und Beschäftigungsmaterial und ungezählten anderen Artikeln bewährte und neue Produkte für die Pflege zu finden. Einiges konnte mal selbst ausprobieren. Wie gut man seine Hände desinfiziert hatte, ließ sich unter geheimnisvoll blau leuchtendem Licht nachweisen. Interessant war auch der Parcours zum Training für die Sturzprophylaxe, bei dem man es mit geschlossenen Augen über den wackeligen Steg schaffen musste, ohne die Holme zur Hilfe zu nehmen.
Viele Schüler und Schülerinnen betätigten sich sehr eifrig als Sammler von Mustern und Prospekten. In der Schule wurden die Schätze dann ausgepackt und präsentiert, über lilafarbene Schutzhandschuhe, ambulante Liegendduschen, mehrfach verwendbare Servietten mit Auffangtäschchen, Rollstühle aus Steckrohren und Hornhautentfernungsmittel diskutiert. Jemand konnte sogar von einem Pflegerap berichten.
Aber wie viel davon erscheint in unserem Alltag? Wir wissen jetzt, es gibt Matratzen, auf denen die Liegenden automatisch regelmäßig umgelagert werden. Es gibt Inkontinenzversorgungen in denen der Urin durch chemische Zusätze eine feste Konsistenz annimmt. Es gibt Betreuungsroboter in Form fellbezogener Katzen, die beim Streicheln über den Kopf miauen und mit den Augen blinzeln.
Trotzdem: Uns wird man so schnell nicht ersetzen können!
Karin Drexl, Fachlehrerin
Projektarbeit: Beschäftigungsangebot „Mobile“ in Schweinfurter Altenheimen
Im Schuljahr 2008/09 wurde erstmals mit den 11. Klassen der Sozialpflege ein Wahlfach eingerichtet, in welchem die Schüler Beschäftigungsangebote für ältere Menschen in der Praxis erproben sollten. Dafür wurden im Werkunterricht Mobiles aus Rohwolle als Modelle sowie eine kurze, bildliche Arbeitsanweisung von den Schülern gefertigt. Plakate, die auf die einzelnen Veranstaltungen in den Pflegeeinrichtungen hinwiesen, durften natürlich auch nicht fehlen. So wurden alle Klassen in kleinere Gruppen aufgeteilt und besuchten verschiedene Pflegeheime in Schweinfurt, in denen Sie mit einer Gruppe von 10-15 Bewohnern diese Mobiles anfertigten.
Zu Beginn der Veranstaltungen wurde immer Kaffee und Kuchen gereicht, dann ging es ans Tun und die Bewohner genossen sichtlich unsere Schüler. Die Fachlehrerin im Werken brachte ein Spinnrad mit, an dem die Herstellung von Wollfäden gezeigt wurde. Viele ältere Menschen erinnerten sich dabei an Nachkriegszeiten, in denen Sie teilweise auch noch spinnen mussten und einige ältere Damen und interessierte Schülerinnen versuchten sich sogar mit großem Eifer an diesem Spinnrad. Zum Schluss hatten alle Bewohner mindestens ein Mobile erstellt, das unsere Schüler mit auf die Zimmer der Bewohner brachten und dort auch gleich befestigten. Heimbewohner und Heimleitungen waren sehr zufrieden mit diesem Angebot und luden uns erneut zu einer solchen Aktion ein.
Dorothea Böttcher, Fachlehrerin Werken
Bilder aus dem Unterricht
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