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Berufsschule III BFS Ernährung und Versorgung BFS Kinderpflege BFS Sozialpflege BFS Altenpflege

Aus dem Schulleben 2018/2019

Besuch der Messe EuroTier, Hannover

Moderne Abferkelbucht, die Freilauf der Sau ermöglicht..Am Freitag, den 16.11.18, fuhren die drei Landwirtschaftsklassen (BGL-LW, L11, L12), begleitet von  den Lehrkräften Frau Hoffmann und Herrn Götz, zur Messe „EuroTier“ nach Hannover.

Die Messe „EuroTier“ ist die weltweite Leitmesse für Tierhaltung. Siefindet alle zwei Jahre im Wechsel mit der AgriTechnica (Landtechnikmesse) in Hannover statt.

Wir starteten mit dem Reisebus in aller Früh um 4:30 Uhr in Schweinfurt an der Berufsschule. Ein weiterer Aufnahmepunkt war der Pendlerparkplatz in Oberthulba zu, wo gegen 5:00 Uhr die letzten Schüler zustiegen.

Auf der Hinfahrt gerieten wir leider in einen größeren Stau. So kamen wir erst um 10:15 Uhr an der Messe an, was den Beginn der Rückfahrt, wegen der gesetzlich erforderlichen 9-stündigen Ruhepause des Busfahrers, auf 19:15 Uhr verzögerte.

Über das riesige Messeareal bewegten wir uns in kleinen Teams, um uns über unsere Fachgebiete zu informieren.

In meiner Gruppe interessierten wir uns zunächst für Freilauf-Abferkelbuchten. Die verschiedenen Hersteller erklärten uns Details, Vor- und Nachteile und den aktuellen Stand der Forschung zum Thema „freies Abferkeln“. Anschließend besuchten wir die Hersteller von Weidezelten, besichtigten die verschiedenen Bauformen und loteten unsere Favoriten aus. Besonders interessant war, wie die verschieden Hersteller die Befestigungsmöglichkeiten der Planen lösten.

Als letztes begaben wir uns zu den Ständen für Pferdeeinstreu, speziell die Einstreupellets. Hier überzeugte uns ein schwedischer Hersteller wegen seines sehr guten Preis-Leistungsverhältnisses.

Nachdem die Messe bereits um 18:00 Uhr schloss, wir aber noch über eine Stunde Zeit hatten, beschlossen wir zum Abschluss noch eine Kleinigkeit zu Abend zu essen. Pünktlich um 19:15 Uhr starteten wir dann mit der Heimreise. Unterwegs musste der Busfahrer noch eine 45-minütige Lenkpause einhalten. Schließlich und endlich kamen wir nach einem sehr lehrreichen und interessanten Tag gegen 0:00 Uhr in Schweinfurt an.

Herzlich bedanken möchten wir uns bei den Lehrkräften Frau Hoffmann, Herrn Weidner und Herrn Götz für den sehr gut organisierten Ausflug, sowie bei unseren Busfahrer für die ruhige und bequeme Busfahrt.

Text: Burkard Kippes (L12)
Bilder: Noah Selbert (L12)

Berufsinformation Gartenbau

Frau Bätz vor der Berufsintegrationsklasse. Die Gartenbauern sorgen für frisches Obst und Gemüse. Frau Bätz informiert über die verschiedenen Berufsgruppen.

Der Bereich Gartenbau bietet zahlreiche Möglichkeiten der Berufsausbildung für interessierte Jugendliche aus dem Bereich der Berufsintegration an. Frau Mathilde Bätz, Bildungsberaterin für Gartenbau am AELF Kitzingen präsentierte vor Schülerinnen und Schülern der BIK/V- und BIK-Klassen sehr anschaulich und kurzweilig das facettenreiche, faszinierende Berufsfeld.Mit der Vorstellung soll das Interesse an einer Ausbildung in der Grünen Branche geweckt und als mögliches Arbeitsfeld in den Blick gerückt werden.

„Meine Eltern hatten in Syrien eine Gärtnerei, ich habe dort immer mitgeholfen“, so schildert einer der Flüchtlinge seine Erfahrungen und zeigt sich durchaus interessiert am Angebot der Branche.

Grüne Berufe sind in Deutschland gefragt, „für schöne Gärten wird viel Geld ausgegeben“, berichtet die Bildungsberaterin.

Sie stellt Betriebsbesichtigungen in Gartenbaubetrieben für das Frühjahr in Aussicht, um Einblicke vor Ort in die praktische Tätigkeit des Gärtners zu vermitteln.

Text und Bilder: StDin R. Wunram

Alle Jahre wieder – Plätzchenbacken für einen guten Zweck

Beim gemeinsamen Backen. Erklärungen zum Backen. Schülerin zeigt zwei Blech mit Plätzchen.

Teamarbeit macht Spaß, besonders wenn die Teilnehmer motiviert sind, zusammen zu arbeiten und etwas Besonderes zu schaffen.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse EuV 12 luden die Schüler der Klasse BIK/Vb ein, um Plätzchen für den Evangelischen Frauenbund Schweinfurt zu backen. Die Backwaren werden – wie seit vielen Jahren – zur Unterstützung sozialer Projekte am Schweinfurter Weihnachtsmarkt verkauft.

Damit die Vor- und Zubereitung reibungslos verlaufen konnte, haben die Berufsfachschüler die Rezepte bewährter Köstlichkeiten ausgewählt und für die Berufsintegrationsschüler textmäßig vereinfacht und mit Bildern ausgestaltet. So konnte sich am Backtag der verführerische Duft der Kokosmakronen, Vanillekipferl und Butterplätzchen rasch über die Küchenräume legen und auf die bevorstehende Adventszeit verweisen.

Die Aktion erbrachte  eine ordentliche Portion gebackener Plätzchen für den sozialen Zweck, eine gute Übungseinheit für die Schülerinnen und Schüler der EuV 12 in Bezug auf Betreuung von BIK-Vb-Schülern und für die Flüchtlinge einen guten Einblick in die deutsche Weihnachtsbacktradition.

Text und Bilder: StDin Regina Wunram

„Online“

Begeisterung über ein neues Handy. Handysucht - leben in einer eigenen Welt.

Mit dem Stück „Online“ richtet sich der Weimarer Kulturexpress gegen die Gefahr von Sozial-Media-Sucht und möchte zum bewussteren Umgang mit den neuen Medien anregen.
In der einstündigen Vorstellung wurde am 24.10.2018 am BSZ die Geschichte von Jule erzählt. Jules altes Handy ist zwar internetfähig, aber alt, unzuverlässig und lange nicht so leistungsstark, wie sie es sich wünscht. Zu ihrem 16. Geburtstag bekommt sie endlich das neue, heißersehnte Smartphone. Damit eröffnet sich ihr ein noch schnellerer, leichterer und vor allem ortsungebundener Zugriff auf Spiele- und Netzwerkportale. Das Immer-Online-Sein wird eine neue Lebensempfindung für Jule. Hier fühlt sie sich rundum wichtig, im Mittelpunkt. Ihre realen Freunde, vor allem ihre beste Freundin Elli und ihre bis dahin geliebten Hobbys geraten mehr und mehr in den Hintergrund.

Auch die Beziehung zu ihrer Mutter und zu anderen Angehörigen leidet darunter. Immer mehr vernachlässigt sie die Schule, häusliche Pflichten und am Ende sich selbst.

Doch die neue Leidenschaft birgt auch noch andere Gefahren. Jule tappte in die eine oder andere Kostenfalle und lief Gefahr, zu falschen Leuten Kontakt aufzunehmen.

Die Welt draußen interessierte sie immer weniger, sie traf sich lieber mit Unbekannten und virtuellen Freunden in Chatrooms und Onlinespielen. Ihre Mutter bemerkte, dass Jule sich veränderte. Doch der Kampf um ihre Tochter gegen die Anziehungskraft des Internets gestaltete sich äußerst schwierig.

Am Ende musste Jule sich eingestehen, dass sie abhängig vom Smartphone sei.

Aber sie schaffte es, die Abhängigkeit zu überwinden und sich wieder ihren Freunden zu öffnen.

Die Aufführung und das abschließende Gespräch zwischen den Darstellerinnen und unseren SchülerInnen haben wesentlich dazu beigetragen, dass diese sich der Thematik öffneten und in vielen Aussagen, Inhalten und Verhaltensweisen sogar wiedererkannten. Im Anschluss an das Stück entsponnen sich in vielen Klassen noch durchaus intensive Diskussionen. Herzlichen Dank dafür!

Text: A. Ridder, Fachbereichsleiter Religion und Deutsch
Bilder: T. Weidner

Hohe Anerkennung für „dating tipps“ bei den Filmtagen bayerischer Schulen

Gruppenbild der Sieger.

Lieben im fremden Land ist aufregend und schön – aber auch ganz schön anstrengend.

Flirten kann schnell zur Gratwanderung werden mit Absturzgefahr.

Aus der Auseinandersetzung mit diesen eigenen Erfahrungen ist der Films „dating tipps“ entstanden.

Vom 11. bis 13. Oktober wurden die 41. Filmtage Bayerischer Schulen in Holzkirchen ausgetragen. Der Film unserer Filmgruppe war für das Hauptprogramm als einer von 40 Landessiegern nominiert worden.

Wir durften erleben, dass das Publikum „dating tipps“ sehr interessiert aufnahm und dass der Film Anlass wurde für viele Gespräche mit anderen SchülerInnen. Auch die Jury bewertete den Film als auszeichnungswürdig. Er erhielt den „Förderpreis des Bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus Bernd Sibler“.

Die interkulturelle Gruppe hatte im vergangenen Schuljahr Spielszenen in der Schule realisiert und war mit dem Mikrofon in der Stadt unterwegs gewesen, um die Schweinfurter nach ihrer Meinung zu befragen. Außerdem teilten die Schüler in dokumentarischen Interviews sehr mutig ihre eigene Sichtweise mit zu „Lieben im fremden Land“.

Ein mutiger Film,“ so die Laudatio der Jury, „in dem die jungen Männer von sich erzählen. Der Film verleiht jenen eine Stimme, über die oft nur in dritter Person klischeehaft geschrieben wird. Den außergewöhnlichen Mut, dieses sensible Thema von seinen Vorurteilen zu befreien, will die Jury belohnen.

Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und sagen herzlich Danke.

Text und Bilder: Sabine Otter, FOLin und die filmgruppe algo

Verständliche Sprache - was ist das?

Frau Hörenberg erklärt, was man unter „Verständlicher Sprache“ versteht.

Am 09.10.2018 fand am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel in Schweinfurt eine schulinterne Lehrerfortbildung zum Thema „Verständliche Sprache“ statt. Referentin war Annika Hörenberg. Sie kam von der Don Bosco Berufsschule - Beratungszentrum - in Würzburg und ist dort unter anderem Mitarbeiterin der Projektgruppe „Netzwerk verständliche Sprache“. Ziel dieser Projektgruppe ist die Verankerung gut verständlicher Sprache in Schule, Verwaltung und Gesellschaft.

Doch der Reihe nach ... .

Als die Fortbildung zum Thema „Verständliche Sprache“ an unserer Schule angeboten wurde, fragten sich viele von uns: „Was ist denn verständliche Sprache? Wir sprechen langsam, laut und deutlich, da wird uns wohl jeder verstehen?!?“. Doch deutliches Sprechen ist damit gar nicht gemeint und als wir näher hinsahen, erkannten wir den Bezug zu unserer Arbeit und die Wichtigkeit für unsere Schüler. Denn „Verständliche Sprache“ beschäftigt sich damit, Arbeitsaufträge, Arbeitsblätter, Informationsblätter, kurz gesagt Texte aller Art, so zu vereinfachen, dass auch Schülerinnen und Schüler (SuS) unserer Berufsintegrationsklassen (BIK) diese Texte leichter lesen, erfassen und verstehen können. Und das ist gar nicht so einfach!

Zuerst einmal muss man zwischen einfacher und leichter Sprache unterscheiden. Leichte Sprache ist laut Frau Hörenberg primär für Menschen mit geistiger Behinderung. Dabei werden Sprache und Inhalte vereinfacht sowie Informationen reduziert. Der knappe Text ist reich bebildert und stark untergliedert.

Verständliche bzw. einfache Sprache hat dagegen viele Zielgruppen. Dazu gehören z. B. Menschen, die Deutsch als Zweitsprache haben, Hörgeschädigte oder Menschen mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche. Hierbei wird nur die Sprache vereinfacht. Zusammengefasst sollten an Stelle von komplizierten Fremdwörtern kurze und gebräuchliche Wörter verwendet werden, die sich wiederholen. Komplizierte Formulierungen, lange Schachtelsätze und überflüssige Informationen sollten ersetzt werden durch kurze Sätze mit klarem Satzbau und nur einer Information pro Satz. Auch das Layout sollte angepasst bzw. vereinfacht werden. Dazu gehört eine klare Struktur, eine gut lesbare Schrift und deutlich erkennbare Hervorhebungen.

Nach einer Einführung bekamen wir den Arbeitsauftrag, die Theorie in die Praxis umzusetzen. In Kleingruppen bearbeiteten wir eigene, von uns erstellte Arbeitsblätter oder Informationsschreiben und bemühten uns, die Sprache zu vereinfachen, ohne den Inhalt zu sehr zu reduzieren. Unser Ziel war es und wird es in Zukunft sein, Arbeitsblätter so zu konzipieren, dass SuS weniger damit beschäftigt sind, den Text zu entschlüsseln. So können sie sich darauf konzentrieren, die Texte zu bearbeiten, die Fragen zu beantworten und ihr fachliches Wissen zu zeigen.

Und was soll ich sagen? Es geht! Auch wenn man dachte, das Arbeitsblatt ist schon einfach aufgebaut und verständlich formuliert. Es geht noch einfacher.

Mein Artikel zu dieser Fortbildung entspricht so gar nicht den Kriterien von verständlicher Sprache. Doch wie schrieb mir Frau Hörenberg in einer Mail: „Zu merken, wann ein Text nicht den Kriterien entspricht, ist immer der erste Schritt.“

Den ersten Schritt sind wir gegangen. Nun liegt es an uns, den eingeschlagenen Weg Schritt für Schritt weiterzugehen. Aber Dank der verständlichen und inspirierenden Fortbildung mit Frau Hörenberg gehen wir in die richtige Richtung.

Text und Bild: Karin Pohl, OStRin

Übergabe des Bildungspasses an Berufsintegrationsschüler

Schüler, Schulleiter, Landrat und Oberbürgermeister bei der Übegabe des Bildungspasses.

Schüler der Berufsintegration werden in zwei Jahren in der Berufsschule intensiv auf den Sprung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorbereitet. Das Erlernen der deutschen Sprache spielt hierbei eine zentrale Rolle. Danach beginnt für viele der Weg in das Berufsleben: Die Suche nach einer Praktikumsstelle, einer Ausbildungs- oder Arbeitsstelle beginnt.

Dieser Übergang soll nun durch den Bildungspass erleichtert werden, der in Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis erstellt wurde. Der gestaltete Ordner bietet Platz für Lebenslauf, Praktikumsnachweise, Zeugnisse und Bescheinigungen, die den künftigen Arbeitgeber beim Einstellungsverfahren unterstützen sollen. Eine Sammlung relevanter Anlaufstellen der Region könnte den Schülern selbst bei der Arbeitssuche behilflich sein.

Schulleiter StD Joachim Sagstetter (3 v.r.) vom Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel in Schweinfurt begrüßte zur Übergabe der Ordner an die Schüler Landrat Florian Töpper (3.v.l.) und Oberbürgermeister Sebastian Remelé (Mitte) sehr herzlich. Eine größere Gruppe Berufsintegrationsschüler aus allen Schweinfurter Berufsschulen war mit ihren Lehrkräften und Betreuern zur Übergabe an das Berufsbildungszentrum gekommen und nahm die Bildungspassordner gespannt entgegen. Das bevorstehende Schuljahr bietet ihnen ausreichend Möglichkeit, den Ordner mit wichtigen Dokumenten zu füllen.

Text: R. Wunram, StDin

Bild: T. Weidner, OStR

Berichte zum Schulleben im vergangenen Schuljahr finden Sie [hier].

 

 

 


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