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Berufsschule III BFS Ernährung und Versorgung BFS Kinderpflege BFS Sozialpflege BFS Altenpflege

Aus dem Schulleben 2017/2018

Erstmalig ein Staatspreis für eine Schülerin der Berufsfachschule für Altenpflege in Schweinfurt

Frau Brand am Rednerpult in der Aula, das Lehrerkollegium der Altenpflege im Hintergrund. Gruppenbild der Abschlussklasse mit Frau Brand, Frau von der Kroge und Herrn Schöler..

Eine besondere Ehre wurde  der Abschlussklasse 2018 an der Berufsfachschule für Altenpflege zuteil: Zum ersten Male überhaupt wurde einer Absolventin der Berufsfachschule der Staatspreis für herausragende Leistungen über die gesamte dreijährige Ausbildungszeit hinweg verliehen, und zwar Linda Vierheilig (Maria Probst Altenheim, Hammelburg). Der Freude nicht genug, denn die Schülerinnen Ludmila Krivolapov (BRK Seniorenwohnen St. Elisabeth) und Helena Werthmann (Pflegeheim Maininsel) erhielten eine Anerkennungsurkunde der Regierung von Unterfranken für herausragende Leistungen in ihrer Ausbildung.

„Tragt in die Welt ein Licht!“

Dieses Motto, unter dem die Abschlussfeier 2018 der Altenpflegeschule stand, hatten sich die 16 Absolventinnen und Absolventen selbst gewählt. Damit drückten sie aus, dass sie in ihrem beruflichen Wirken stets vorbildlich und segensreich handeln und sich immer wieder bewusst machen wollen, wie wertvoll ihre Arbeit für die Menschen doch sein kann. „Mut und Kraft“ möchten sie ausstrahlen, wie es in einem Zitat von Monika Minder im Programmheft zur Verabschiedung zu lesen war und mit aufsteigenden Sternenballons verliehen die frisch gebackenen Pflegefachkräfte zusammen mit ihren Lehrkräften ihrem Motto sichtbaren Ausdruck.

Gruppenbild der Besten. Gruppenbild der Klassenbesten.

Bereits zum fünften Mal wurde ein Kurs „Generalistische Pflegeausbildung mit Schwerpunkt“ ins Arbeitsleben entlassen. Jetzt sind sich das Team der Altenpflegeschule und alle beteiligten Einrichtungen sicher, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben, denn was die Schule seit 2011 im Modellversuch erprobte, wird ab 2020 für alle Pflegeschulen verbindlich. Schulleiter Rainer Schöler dankte in seiner Rede allen Beteiligten für das unermüdliche Wirken für eine gute Pflegeausbildung.

Text: Brigitte Haßlauer-Dietz (angestellte Lehrkraft)
Bilder: Monika Spath (angestellte Lehrkraft)

Neuanfänge - Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen des Staatlichen BSZ Alfons Goppel

Gruppenbild der Klassenbesten mit Landrat Florian Töpper und Schulleiter Rainer Schöler. Landrat Florian Töpper und Schulleiter Rainer Schöler mit den beiden Trägerinnen des Staatspreises.

Am 20.07.2018 erhielten 250 Absolventinnen und Absolventen der drei Berufsfachschulen und der Berufsschule ihre Zeugnisse. 38 Schüler der Berufsintegrationsklassen erwarben den Mittelschulabschluss, 132 der Schülerinnen und Schüler hatten zu ihrem Berufsabschluss noch den mittleren Schulabschluss erreicht. Im Rahmen der zweistündigen Verabschiedung mit zahlreichen Festgästen bekamen elf Absolventinnen und Absolventen für ihre hervorragenden Leistungen eine Anerkennungsurkunde der Regierung von Unterfranken überreicht. Zusätzlich erhielten gleich zwei Schülerinnen eine Auszeichnung mit dem mit 75€ dotierten Staatspreis für ihre Leistungen: Frau Viviane Wolf aus der S 11b und Frau Lena Baumgartner aus der FR 12. Der offizielle Teil der Verabschiedung wurde musikalisch gestaltet und aufgelockert durch Beiträge des Schulchors, der Schulband und der Musiklehrerinnen des BSZ. Nach der freundlichen Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Frau Burkard-Rudolph richtete Herr Schöler zum letzten Mal als Schulleiter sein Wort an die Hauptpersonen des Tages, die Schülerinnen und Schüler. Er wies auf die verschiedenen Ausbildungsrichtungen des BSZ hin und die Möglichkeiten schulische Abschlüsse zu erwerben. Bei allen Unterschiedlichkeiten gelang es Herrn Schöler die Gemeinsamkeiten hervorzuheben und alle Schülerinnen und Schüler anzusprechen.

Als Vertreter des Sachaufwandsträgers überbrachte im Anschluss Herr Landrat Töpper seine Glückwünsche und seinen Respekt und Anerkennung für die Arbeit der vergangenen zwei oder drei Jahre. Das Datum der Abschlussfeier sei ein historisches Datum. Herr Töpper erinnerte daran, dass die Freiheit und Werte unserer Gesellschaft für uns heute nicht zu selbstverständlich sein sollten und wünschte, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur ihr Wissen, sondern auch den Charakter gebildet hätten und als selbstbewusste Glieder der Gesellschaft diese Schule verlassen mögen.

Nach einem herzlichen Grußwort der Elternbeiratsvorsitzenden Frau Schmitt erreichte die Veranstaltung mit der Ehrung der Klassenbesten der Abschlussklassen und Verleihung der Anerkennungsurkunden ihren ersten Höhepunkt. Zusammen mit Herrn Schöler überreichte Herr Töpper neben den Abschlusszeugnissen auch die Buchpreise an die Schülerinnen und Schüler sowie die beiden Staatspreise.

Den Preis des Fördervereins verlieh Frau Burkard-Rudolph als stellvertretende Vorsitzende an den diesjährigen Schülersprecher Jonas Kruse aus der S 11b, der sich sichtlich darüber freute.

Die von der SMV charmant moderierte Feier ging mit einem selbstgedichteten „Abschlusssong“ und einer Performance auf die Melodie des aktuellen Lieds „Zusammen“ durch die beiden Klassen der Kinderpflege zu Ende. Die Glückwünsche und Gratulationen für ihre Leistungen mögen die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Start in den nächsten Lebensabschnitt begleiten.

Text: OStRin Marina Heinelt
Bilder: OStR Thomas Weidner

„Just the two of us“ – eine Feier für einen scheidenden und einen zukünftigen Schulleiter

Regierungspräsident Herr Dr. Beinhofer und Herr Schöler bei der Überreichung der Pensionsurkunde. Argentinischer Tango zu A. Piazollas Libertango. Herr Schöler übergibt Steuerrad und Schiffsglocke an seinen Nachfolger Herrn Sagstetter.

Am Dienstag, den 17.07.2018, verabschiedeten wir unseren Schulleiter Rainer Schöler in seiner Funktion als „Kapitän“ nach acht wundervollen Jahren der Zusammenarbeit in den wohlverdienten Ruhestand. Gleichzeitig fand die Amtseinführung unseres neuen „Kapitäns“ Joachim Sagstetter statt. Moderiert wurde die kurzweilige Feier von Oberstudienrätin Marina Heinelt und Oberstudienrat Robert Wagner.
Gemeinsam lotsten sie die vielen geladenen „Passagiere“ durch die Veranstaltung. Mit Musikstücken wie G. Frescobaldis Canzona oder Just the two of us von R. MacDonald gestalteten unsere Musikerinnen Birgit Döhler, Sybille Danková, Tabea Thurn und Gertrud Weule den musikalischen Rahmen der Veranstaltung.

Nach der Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Frau Studiendirektorin Alexandra Burkard-Rudolph ergriff der Regierungspräsident von Unterfranken, Dr. Paul Beinhofer, das Wort. Treffend beschrieb er das Wirken von Herrn Schöler mit einem Zitat aus dem letztjährigen Schulgottesdienst des BSZ Alfons Goppel: „Gib alles! Nur nicht auf!“.Die Moderatoren.

Sodann erfolgten Grußworte aus den unterschiedlichsten Bereichen des schulischen Lebens. Hierunter waren Landrat Florian Töpper, der Präsident der HWK Unterfranken Walter Heußlein, der Geschäftsführer der Caritas-Schulen gGmbH Rudolf Hoffmann, aber auch Wilhelm Ott, der Sprecher der Direktorenvereinigung im VLB und die Fördervereinsvorsitzende Edeltraud Baumgartl. Außerdem richteten die Elternbeiratsvorsitzende Michaela Schmitt, der Schülersprecher Jonas Kruse und die Personalratsvorsitzende Cornelia Auer-Maier Grußworte an die beiden Schulleiter.

Neben viel Lob und Anerkennung seiner achtjährigen Tätigkeit als Schulleiter wurden die besonderen Verdienste Rainer Schölers für das BSZ Alfons Goppel herausgestellt. In Personalunion übernahm er neben seinem Amt auch die Schulleitung der Caritasschule für Altenpflege. Schon vor neun Jahren etablierte er ein Qualitätsmanagement (QmbS). Auch bei der Beschulung von Flüchtlingen in Berufsintegrationsklassen wurde unter seiner Leitung Pionierarbeit geleistet. Die Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung sowie ein modernes Konzept der Medienbildung, das der Schule regelmäßig Preise einbrachte, fallen ebenfalls in die Amtszeit des scheidenden Schulleiters. Landrat Florian Töpper stellte fest, dass das BSZ unter Rainer Schöler eine „Schule des Lebens“ ist.

Seine schauspielerischen Talente bewies Herr Schöler in dem Kurzfilm „Rollin“. Sabine Otter, die Leiterin der Filmgruppe, filmte die Amtszeit des „Blues Brother“ Rainer Schöler und dokumentierte sein Wirken am BSZ Alfons Goppel.

Für eine weitere Überraschung sorgten unser Hausmeister Robert Decker und seine Frau Anja Dittmar. Begleitet von unseren Musikerinnen präsentierten sie einen leidenschaftlichen argentinischen Tango.

Nach einigen Worten des zukünftigen Schulleiters Joachim Sagstetter zu seiner Amtseinführung formulierte Herr Schöler noch einige emotionale Gedanken zum Abschied. Hierbei überreichte er seinem Nachfolger symbolisch Steuerrad und Schiffsglocke und ging nach acht Jahren als Schulleiter von Bord.

Text: Dennis Szabo, StR
Bilder: Thomas Weidner, OStR

 

Es ist wieder soweit – fünf Schülerinnen des BSZ Alfons Goppel Schweinfurt fahren nach England/Norwich für ein Praktikum im Kindergarten

Herr Warmuth mit Schülerinnen an Ufermauer aufgereiht. Empfang durch Lehrerin in der Schule. Willkommensplakat für die deutschen Austauschschülerinnen: Welcome to out German students.

Am 1. Juli 2018 flogen fünf Schülerinnen der Berufsfachschule für Kinderpflege nach Norwich. Dort werden sie für zwei Wochen im Earlham Early Years Centre ein Praktikum im Rahmen von Erasmus+ absolvieren. Alle sind gespannt darauf, wie es ist in einer fremden Sprache zu arbeiten, in einer Gastfamilie zu leben und eine unbekannte Stadt zu erkunden. Große Vorfreude herrscht natürlich schon für den alljährlichen Ausflug nach London.

Bisher haben die Schüler schon bei schönstem Wetter eine kleine Stadttour durch die vielzähligen Gassen von Norwich genossen. Am International Day des Kindergartens sangen die Schülerinnen deutsche Kinderlieder und luden die Kinder zum begeisterten Mitsingen ein.

Um einen guten Überblick weiterer sozialer Einrichtungen zu bekommen, hatte die Gruppe bereits die Gelegenheit den Family Centre, welcher eng mit dem Kindergarten zusammenarbeitet, zu besuchen. Dieser ermöglicht es den Müttern schon vor Geburt ihres Babys und während der ersten Jahre unbürokratische, aber pädagogisch wertvolle Unterstützung zu bekommen.

Die Schülerinnen freuen sich schon darauf am Wochenende London anzuschauen und einen Tag am Meer in Cromer zu verbringen - dort wird dann natürlich auch das erste Mal das typisch englische Gericht Fish and Chips verkostet!

Text und Bilder: StRin Christine Scheuring

Entwicklungspolitisches Lernen am Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel Schweinfurt

Auch in diesem Schuljahr ist unser Blick weit hinaus in die Welt gegangen. Der Weg dahin fing schon direkt bei uns in der Schule an. Mit unserem entwicklungspolitischen Lernen konnten wir bei großen Wettbewerben punkten. 

Die Projekte in der Übersicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Einzelnen waren dies die folgenden Aktionen:

Die Filmgruppe

Eine DVD der Filmgruppe.

Ihre kontinuierlich intensiven und vielfach preisgekrönten Arbeiten bereichern unsere Schule in vielerlei Hinsicht. Sie lassen uns mit ihren Werken auf anschauliche und unterhaltsame Weise in die Lebenswelten von Menschen blicken, die sonst nicht im Fokus der Gesellschaft sind. Durch dieses Hineinnehmen in den Alltag ihrer Protagonisten gelingt dem Filmteam ein Perspektivwechsel, der in hohem Maße die soziale Kompetenz der Zuschauer fördern kann. Die Hauptdarsteller spielen ihre eigene Geschichte. Das macht die Filme so authentisch. So trägt unsere Filmgruppe maßgeblich dazu bei, dass wir Verständnis für Menschen in ganz anderen Lebenssituationen und aus fernen Herkunftsländern entwickeln können.

 
 

Die BIK a - Klasse

Die Schüler zeigen ihren gewebten Teppich.

Die Klasse BIK a hat sich mit Frau Böttcher im textilen Gestalten entschieden, einen Schal zu weben. Einige Schüler waren skeptisch: Warum tun wir das? Einen Schal kann man für wenig Geld in einem Geschäft kaufen. Trotzdem legten sie los. Sie merkten, wie viel Arbeit dahintersteckt. Dadurch wurden die ungerechten Bedingungen richtig deutlich, unter denen viele Menschen im globalen Süden für wenig Geld arbeiten müssen. Der Sozialkundeunterricht ergänzte die Lernerfahrung: Die Klasse befasste sich mit Frau Scheuring mit dem Thema „Kleidung von der Produktion bis zum Verkauf“ und beleuchtete dies näher. Dazu bearbeiteten sie ausgewählte Stationen der entwicklungspolitischen Kiste „Globalisierung im Kleiderschrank“.

In eine ganz andere Welt ist auch Daniel Asadi Faezi, der Sohn von Frau Böttcher, in Indien eingetaucht. Seinen Film „Trash“ hat die Klasse angeschaut und war dadurch für das Thema „Arbeitsbedingungen in der Welt des globalen Südens“ sensibilisiert. Als Student der Filmhochschule hat er Menschen auf einer Müllkippe begleitet und filmisch portraitiert. Sie arbeiten dort und versuchen, Verwertbares zu finden, um ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie erzählen von ihrem Tagesablauf und von ihren Wünschen und Hoffnungen.  

Ein ganz neuer Blickwinkel wird Klassen ermöglicht, wenn sie mit Schülerinnen und Schülern unserer Berufsintegrationsklassen sprechen. Gemeinsame Aktionen bieten Raum für das Kennenlernen und einen Austausch. Zusammen mit der Textilklasse 12 schaute sich die Klasse BIK a den Kurzfilm an und tauschte sich darüber aus.

 

Der Fachbereich Sozialkunde

Die Schüler präsentieren ihre Plakate.

Der ganze Fachbereich Sozialkunde beteiligte sich unter der Regie des Fachbereichsleiters Herr Weidner am Projekt zum entwicklungspolitischen Lernen. In der Agenda 2030 sind 17 nachhaltige Entwicklungsziele festgelegt, die sehr ambitioniert sind. Sollten sie erreicht werden, so würden alle Menschen ein gutes Leben auf der Erde haben. Insgesamt 197 Schülerinnen und Schüler nahmen die Ziele in ihren Klassen in den Blick und gestalteten zu jedem Ziel ein oder mehrere Plakate. Sie bezogen die Themen auch auf ihre eigenen Lebensbereiche und Berufe, denn auch hier in unserem Land kann noch manches verbessert werden, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen. Aus allen Plakaten wurde eine Ausstellung zusammengestellt, die an einem besonderen Ort gezeigt wurde: Sie wurde an den Fenstern zum östlichen Innenhof im Bereich der Klassenzimmer präsentiert, dort wo die Schülerinnen und Schüler täglich immer wieder auf dem Weg zu ihren Klassenzimmern vorbeilaufen.

Die JoA-Klasse setzte sich mit Frau Scheuring mit fairem Handel auseinander. Sie stellten ihre Erkenntnisse auf Plakaten dar.

 

Der Fachbereich Religion

Lernzirkel mit verschiedenen Materialien.

„Globalisierung im Kleiderschrank“ – mit diesem Thema befassten sich verschiedene Klassen mit Frau Käser im Religionsunterricht. Dazu arbeiteten sie zuerst mit der gleichnamigen entwicklungspolitischen Lernkiste. Mit gezielten Methoden der selbstgesteuerten Projektarbeit überlegten sich die Klassen schließlich, wie sie ihre Erkenntnisse auch anderen Schülerinnen und Schülern zugänglich machen können.

 

 

Referentin Catherine Zins

Referentin spricht zum Thema Kleiderherstellung.

Catherine Zins vom evangelischen Partnerschaftscentrum Mission EineWelt erzählte in den Klassen TH/TI 10, EuV 10, BGJ LW und BV 11 von den Zuständen in den Nähfabriken in Bangladesch. Sie schilderte die Umstände, unter denen die Tragödie des Einsturzes von Rana Plaza stattfand und beschrieb den massiven Ressourcenverbrauch des Baumwollanbaus. „Second Hand“-Nutzung der Kleidung stellte sie z.B. als einen Ausweg dar, um den riesigen Altkleiderberg, der in Europa jährlich anwächst, zu reduzieren.

 

 

 

 

 

Projektergebnisse und Agenda 2030

Die Klasse TH/TI 11 fertigte schon im letzten Schuljahr in Teams Upcycling-Produkte, um nicht mehr benutzten Textilien eine neue Verwendung zu geben. In diesem Jahr befasste sie sich mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen, an denen sie auch im Sozialkundeunterricht arbeiteten. Nun schauten sie gezielt: Was verbessert die Arbeitsbedingungen ihrer Kolleginnen in Bangladesch? Upcyling ist gut, aber noch besser wäre es, wenn wir beim Kauf auf faire Herstellungsbedingungen von Kleidung achten. Auch die Entscheidung für Qualität statt Quantität verbessert die Situation und erhöht zudem die Wertschätzung für das eigene Handwerk. Hier in Deutschland wird immer weniger Kleidung produziert, weil die Billigkonkurrenz aus Niedriglohnländern die Produktion in Deutschland unrentabel macht. „Dabei muss ich mir seltener einen Anzug kaufen, wenn ich mich gleich für ein hochwertiges Model entscheide!“, so rechnet ein Schüler vor.

Die TH 10 hat im Sozialkundeunterricht mit Frau Burkard-Rudolph die Lernkiste „Globalisierung im Kleiderschrank“ bearbeitet und fächerübergreifend Plakate zum Thema erstellt.

Auch die Klasse TH/TI 12 beschäftigte sich mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen der Agenda 2030 und dachte dabei an das, was ihren Kolleginnen in Bangladesch fehlt.

„Wir sind gegen Kinderarbeit!“ Dieses Statement war der Klasse BH 11 in ihrem ersten Lehrjahr wichtig. In diesem Schuljahr führten sie das Thema mit Frau Freund weiter. Sie verliehen ihrem Ärger über weltweite ungerechte Verhältnisse Ausdruck, benannten ihre Wünsche zu einer Besserung der verschiedenen Situationen, überlegten Umsetzungsmöglichkeiten und einen möglichen eigenen Beitrag dazu. Alles hielten sie auf ansprechend gestalteten Kärtchen fest.

„Achten wir auf faire Herstellungsbedingungen von Kleidung?“ Dies war die zentrale Frage der Projektarbeit der Klasse S 11 a/b im evangelischen Religionsunterricht des vergangenen Jahres, zu der sie eine aufwändige und informative Unterrichtsstunde für ihre katholischen Kolleginnen erarbeiteten. Mit einer Video-Umfrage, selbstgestalteten Lernstationen und einer Powerpoint-Präsentation zum Thema Globalisierung brachten sie ihren Klassenkameraden das Thema nahe. Sie stellten fest: Faire Herstellungsbedingungen sind kaum im Blick! Das sollte sich ändern!

 

Vesperkirche

Die Schüler helfen in der Vesperkirche.

„Wir würden am liebsten die Welt verändern!“ Die ungerechten Arbeitsbedingungen in Bangladesch setzten den Schülerinnen der K 10c im Religionsunterricht ziemlich zu. Können wir etwas tun für mehr Gerechtigkeit in der Welt? Die Klasse entschied sich für einen Einsatz in der Vesperkirche, die zu Anfang des Jahres drei Wochen lang in der St. Johanniskirche in Schweinfurt stattfand. Für 1,50 € kann jeder in der Kirche ein Mittagessen genießen und kommt mit ganz unterschiedlichen Menschen ins Gespräch. Durch den niedrigen Preis können Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten teilnehmen und sitzen in kleinen Tischgemeinschaften zusammen. Einen Tag lang half die K 10c dabei mit und war begeistert von dem Projekt und seiner ganzen Atmosphäre. Von den erwachsenen Mitarbeitenden bekamen die Schülerinnen hohe Anerkennung.
 

 

 

 

Besuch von und Videochat mit Frank Weber

Jubiläum der Partnerschule.

Im März kam Frank Weber in einige Klassen und diskutierte intensiv mit ihnen über seine Arbeit in Bolivien. Beim Videochat zum 30jährigen Jubiläum seiner Schule konnten die Schülerinnen und Schüler ihn und eine Klasse des „Centro Educativo Richard von Weizsäcker“ in Bolivien wiedersehen und mit ihm sprechen. Es war ein eindrückliches und verbindendes Gespräch, das über Zeitunterschiede und Kontinente hinweg dank moderner Technik einfach zu führen war.
 

 

 

 

Text: Renate Käser, Projektkoordinatorin

Bilder: Renate Käser, Dorothea Böttcher

 

Rückblick auf ein weiteres erfolgreiches Jahr im Apfelprojekt

18 Jahre lang engagieren wir uns im Rahmen des Apfelprojekts für den Blick in die Welt des Globalen Südens zu unseren Partnerländern nach Bolivien, Indien und dem Kongo. Dies motiviert uns zu entwicklungspolitischem Lernen. Unter welchen Bedingungen leben die Menschen in unseren Partnerländern? Warum ist das so? Wie kann die Welt gerechter werden? Unsere gesamte Arbeit in diesem Themenbereich haben wir dieses Jahr dokumentiert und in zwei entwicklungspolitischen Wettbewerben eingereicht: Wir haben uns für den Bayerischen EineWelt-Preis und für den Schulpreis beim Entwicklungspolitischen Wettbewerb des Bundespräsidenten beworben! Auf bayerischer Ebene haben wir unter anderen EineWelt-Akteuren den 3. Platz gewonnen! Auf Bundesebene konnten wir einen der fünf gleichrangigen Schulpreise erringen. Eine Jurorin kam im Vorfeld aus Bonn und hat sich unsere Arbeit angeschaut. Anschließend besuchte uns ein Filmteam und dokumentierte unser entwicklungspolitisches Engagement für einen Film, der bei der Preisverleihung gezeigt wird und dann im Internet zu sehen ist.

Das Filmteam vor dem Apfelstand. Leckere Gerichte werden aus den Äpfeln zubereitet.

In Cochabama/Bolivien ist unsere Partnerschule, die Frank Weber gegründet hat und weiterentwickelt. Wir konnten ihm und seinen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften heuer zum 30jährigen Jubiläum gratulieren. Dies taten wir bei einem Videochat, zu dem sich eine Klasse in Bolivien extra frühmorgens versammelt hat, damit sie uns durch die Zeitverschiebung noch nachmittags treffen kann. In unserer Schule hat Frank Weber bei seinem Deutschlandbesuch im März drei Klassen besucht und ist mit ihnen in ein intensives Gespräch über seine Arbeit in Bolivien getreten. Er hat erzählt, was ihn dazu gebracht hat, diese Schule zu gründen und warum er sich nach wie vor intensiv dafür einsetzt. Er sprach mit den Klassen darüber, was es für sie selbst bedeuten kann, im Leben für wichtige Dinge einzutreten und ihre eigenen Talente zum Wohle der Gesellschaft einzubringen. Sein wertschätzender Umgang und die Konsequenz seines Tuns fasziniert die Schülerinnen und Schüler.

Wie ist der Lebensalltag der Menschen in Tamil Nadu im Süden von Indien? Johannes Königer, der regelmäßig nach Nagerkoil fährt und die Menschen dort unterstützt, erzählt immer wieder lebhaft und anschaulich von diesen fernen Lebenswelten.

In Boma im Kongo arbeitet Prof. Dr. Cesár Vumuka-ku Nanga, ein Pfarrer, der vor einigen Jahren in Unterfranken tätig war und nun in seinem Heimatland soziale Infrastruktur aufbaut. Eine Schule und eine Krankenstation bringen vielen Menschen Bildung und medizinische Hilfe. Wolfgang Lechner hält für uns den Kontakt in den Kongo und berichtet, was es dort Neues gibt.

Durch den Verkauf von regional erworbenen Äpfeln tun wir etwas für Nachhaltigkeit, wir unterstützen die einheimische Landwirtschaft, wir bieten eine gesunde Pausenmahlzeit und mit dem Gewinn konnten wir in diesem Jahr mehr als 1200 € an unsere Partnerprojekte überweisen.

In der Einführungswoche erklärten Schülerinnen und Schüler der 11. Klassen traditionell den neuen Klassen der Berufsfachschulen das Apfelprojekt und führten sie durch den Lernparcours zum Thema. Die Klasse EuV 12 hat im Rahmen eines Projektes den Apfelverkauf organsiert und die Schulgemeinschaft zum Kaufen und Verkaufen des gesunden Pausenobsts motiviert. Den Verkaufswettbewerb gewannen im Bereich der Berufsfachschule die Klasse S 11a und im Bereich Berufsschule die Klasse TH/10. Beide Klassen wurden mit einer Apfelparty belohnt.

Text und Bilder: Renate Käser, Leiterin des Qualitätszirkels „Apfelprojekt“ 

Filmgruppe der Schule erfolgreich beim Bayerischen Kinder- und Jugendfilmfestival 2018

Selfie von Frau Otter mit zwei Schülern.

Alle zwei Jahre findet das BKJFF statt. Hier präsentieren junge FilmemacherInnen zwischen 12 und 26 Jahren ihre Werke, die in den sieben Berzirken bereits ausgezeichnet und für die Bayernebene nominiert wurden. Dieses Jahr fand das Film-Festival in der Kulturfabrik Roth vom 22.06. bis 24.06. statt.

Das Filmfestival ist ein Kooperationsprojekt von Bayerischem Jugendring (BJR) und JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München.

Bereits zum dritten Mal durften wir als Filmgruppe mit einem Film an diesem Festival teilnehmen. Die letzten Male hatten wir sogar einen Preis auf dem Festival gewonnen.

Dieses Mal waren wir mit dem Film „Vielleicht“ nominiert worden. Wir freuten uns sehr auf ein vielfältiges Programm, das neben den Screenings der ausgezeichneten und nominierten Filme vielfältige Möglichketen zum Austausch der jungen Filmemacher bereit hielt.

Durch informelle Gespräche, Filmbesprechungen und Vorträge von jungen Filmschaffenden erhielten die TeilnehmerInnen viele Impulse und die Möglichkeit sich zu vernetzen.

Außerdem war es eine große Ehre in diesem Rahmen den eigenen Film präsentieren zu können. Minhajuddin, einer der Protagonisten des Films „Vielleicht“ moderierte den Film im Kinosaal des Festivals an und stellte sich nach dem Screening auf der Bühne den Fragen des Publikums. Das Publikum nahm den Film mit großem Interesse auf, was uns sehr bestärkte. Auch in den informellen Gesprächen nach dem Film konnten wir spüren, dass sich die Jugendlichen mit der Alltagssituation von jungen Asylsuchenden in jahrelanger Warteschleife auseinandersetzten.

Das freute uns sehr, war es doch das ausgesprochene Ziel dieses Filmprojektes gewesen für die Situation der Protagonisten – alle Schüler unserer Schule – zu sensibilisieren. Wir wollten entgegen verallgemeinernden, angstschürenden Begriffen wie „Flüchtlingsflut“ zeigen, dass es sich immer um einzelne Menschen mit zum Teil schweren Schicksalen handelt.

Am Sonntag war dann der offizielle Höhepunkt des Festivals – die Preisverleihung.

Und der hielt für uns eine Überraschung bereit: Die Jury hat sich entschieden unseren Film mit einem Preis auszuzeichnen, dem Preis der Jury Sonderpreis „Heimat“, dotiert mit 500 Euro.

Wir freuen uns unbändig! Danke, dass an unserer Schule solche Projekte möglich sind!

Text: Sabine Otter, FOLin
Bild: Selfie der Filmgrupppe

Hohe Preise beim Entwicklungspolitischen Schulwettbewerb des Bundespräsidenten 2018

Gruppenbild, von links: Renate Käser (Projektkoordinatorin), Ralph Caspers (Moderator der Preisverleihung), Jonas Kruse (Schülersprecher), Rainer Schöler (Schulleiter), Dr. Gerd Müller (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Gruppenbild: Preisübergabe an die Filmgruppe des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Alfons Goppel. Mit im Bild: Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Zweiter von links), FOLin Sabine Otter, Leiterin der Filmgruppe (Fünfte von rechts), Ralph Caspers, Moderator der Preisverleihung (Vierter von rechts).

„Sei weltbewegend! -Verantwortlich handeln. Miteinander gestalten!“ Unter diesem Motto fand die 8. Runde des Entwicklungspolitischen Wettbewerbs des Bundespräsidenten statt. Wir nahmen mit 11 Beiträgen teil und haben mehrere Preise gewonnen.

4. Plätze und jeweils 100 € bekamen für ihre Beiträge die Klassen TH/TI 11, S 11a/b ev und BIK a.
Ermöglicht wurde die Erarbeitung dieser Beiträge durch intensive fächerübergreifende Zusammenarbeit und die Beteiligung vieler Klassen und Lehrkräfte. Wir freuen uns sehr, dass wir diesen großen Erfolg erringen und damit herausragende Preise gewinnen konnten!

Gewinn eines der fünf Schulpreise für unsere gesamte entwicklungspolitische Arbeit an der Schule (5000 €)

Aus der Laudatio:

„Das Staatliche Berufliche Schulzentrum Alfons Goppel setzt die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung sowohl im Unterricht als auch im Rahmen von Schulprojekten um. Die Schule bildet aus in den Bereichen Textil, Pflege, Landwirtschaft und Ernährung und definiert sich als „Lebensraum mit Qualität“. Die Schule nutzt in der Ausbildung verschiedene Formate, wie Ausstellungen oder einen Stationenlauf, um den Auszubildenden Wissen über globale Zusammenhänge zu vermitteln. Im Rahmen des Projekts „Globalisierung im Kleiderschrank“ setzten sich Schülerinnen und Schüler zum Beispiel mit globalen Fragestellungen der Textilindustrie auseinander und veranstalteten eine breitenwirksame Upcycling-Aktion, eine karitative Kleidersammlung und eine Plakatausstellung.

Besonders beeindruckt hat die Jury die konsequente und fachspezifische Auseinandersetzung mit für die Ausbildungszweige relevanten Themen der Nachhaltigkeit. Die vielfältige Erarbeitung der Agenda 2030 im Unterricht sowie deren praxisnahe und handlungsorientierte Umsetzung im Rahmen von berufsorientierten Schulprojekten sind beispielhaft.“

Gewinn des 3. Preises für den Film „Vielleicht“ durch unsere Filmgruppe in deren Alterskategorie (500 €)

Aus der Laudatio:

„Die Filmgruppe des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Alfons Goppel setzt sich aus Schülerinnen und Schülern von Regel- und Integrationsklassen zusammen. Gemeinsam realisierte die Gruppe ein dokumentarisches Filmporträt über drei ihrer Mitglieder. In der Dokumentation erzählen drei Berufsfachschüler aus Afghanistan, Äthiopien und Somalia ihre persönlichen Geschichten. Sie berichten nicht nur über ihre Herkunft und ihre Erfahrungen auf der Flucht, sondern vor allem auch über die Unsicherheit bezüglich ihrer nahen Zukunft aufgrund der unklaren politischen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund entstand der Titel des Films „Vielleicht“, der zum einen die Unsicherheit, zum anderen aber auch die Träume und Hoffnungen der drei Berufsschüler für die Zukunft dokumentiert. Der Film wurde bereits auf verschiedenen Festivals gezeigt und erreichte ein breites Publikum. Ein sehr bewegender Beitrag, der sich intensiv und sensibel mit einem relevanten gesellschaftspolitischen Thema auseinandersetzt. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Jugendlichen ist beeindruckend. Der Film zeigt die persönliche und individuelle Sichtweise einzelner Geflüchteter und greift damit auf sensible Weise übergreifende Fragestellungen auf.“

Text: Dipl. Rel.päd. (FH) R. Käser
Bilder: André Wagenzik, Pressefotograf Berlin

3. Preis des Bayerischen Eine Welt - Preises 2018

Stand zu unserer entwicklungspolitischen Arbeit am Rande der Preisverleihung. Im Bild von links nach rechts: Renate Käser (Projektkoordinatorin), Tina Hofmann (Verbindungslehrerin zur SMV), Jonas Kruse (Schülersprecher), Jessica Güc (S 11b) und Elisabeth Kirchner-Chulek (Qualitätszirkel Apfelprojekt) Das offizielle Foto von der Preisverleihung in Nürnberg. Das Bild zeigt von links nach rechts: Kathi Petersen (MdL und Mitglied der Jury), OStD Rainer Schöler (Schulleiter), Jonas Kruse (Schülersprecher), Michael Hinterdobler (Ministerialdirigent und Vertreter der bayerischen Staatsregierung für die Preisverleihung)

Das entwicklungspädagogische Engagement unserer Schule wurde mit dem 3. Preis des Bayerischen Eine Welt – Preises ausgezeichnet. Am 16. Juni wurden in einer festlichen Zeremonie im Historischen Rathaussaal in Nürnberg zum vierten Mal die Preisträger des „Bayerischen Eine Welt-Preises“ bekanntgegeben. Den Preisträgern wurde der „Bayerische Eine Welt- Preis 2018“ von Ministerialdirigent Michael Hinterdobler, Abteilungsleiter in der Bayerischen Staatskanzlei, überreicht. . Verliehen wird der Preis alle zwei Jahre vom Freistaat Bayern gemeinsam mit dem Eine Welt Netzwerk Bayern e.V., um das bürgerschaftliche Eine Welt-Engagement in ganz Bayern zu würdigen.

Aus der Laudatio von Kathi Petersen, Schweinfurt (MdL und Mitglied der Jury für den bayerischen Eine Welt Preis):

„Heute freut es mich besonders, dass der 3. Preis zu uns nach Schweinfurt geht und ich dem „Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel“ ganz herzlich dazu gratulieren darf. Bemerkenswert ist, dass an einer Beruflichen Schule (Gymnasien sind häufiger unter den Bewerbungen) neben dem theoretischen Unterricht und dem Erwerb berufspraktischer Fähigkeiten (in den Bereichen Bäckerei, Agrar, Friseur und Textil, bzw. an den Berufsfachschulen für Kinderpflege, Sozialpflege, Altenpflege, Ernährung und Versorgung) konsequent globales Lernen in den Blick genommen wird. Und das schon seit vielen Jahren z.B. durch das Apfelprojekt und die Patenschaft mit einer Schule in Cochabamba/Bolivien.

Ganz aktuell hat der Fachbereich Sozialkunde eine Ausstellung zu den Nachhaltigkeitszielen erstellt. Über deren Umsetzung haben sich die Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Globalisierung im Kleiderschrank“ Gedanken gemacht, ihr Konsumverhalten hinterfragt, Kinderarbeit thematisiert.

Einen zusätzlichen Impuls hat das globale Lernen durch die Berufsintegrationsklassen erfahren. Die Situation der Flüchtlinge, die politische und wirtschaftliche Lage in ihren Heimatländern, ihre Zukunftshoffnungen beschäftigen auch ihre Mitschüler: Die schon mehrfach ausgezeichnete Filmgruppe der Schule hat kürzlich für „Vielleicht“ - einen Film, in dem es um das zermürbende Warten auf den Asylbescheid geht - den 1. Preis beim Dokumentarfilmwettbewerb von DOK.education und SPD-Landtagsfraktion gewonnen.

Wenn das Sprichwort stimmt: „Die Welt ist nicht größer als das Fenster, das du ihr öffnest“, dann ist die Welt für die Schülerinnen und Schüler des „Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Alfons Goppel“ in Schweinfurt ganz groß und weit. Ihre Welt ist nicht fremd noch furchteinflößend, sondern es ist eine Welt und Sie tragen dazu bei, dass es darauf fairer und solidarischer zugeht.

Dafür herzlichen Dank und nochmals herzlichen Glückwunsch.“

Text: Dipl. Rel.päd. (FH) R. Käser
Bilder: Eine Welt Netzwerk Bayern e.V. / Schurse

Lernort „Regierung von Unterfranken“

Am 14.06.2018 durften die Klasse BIK-Ü, gemeinsam mit Klassenlehrerin Frau Hofmann und Ihrer Kollegin Frau Gütling, die Regierung von Unterfranken in Würzburg als außerschulischen Lernort kennenlernen. Der Ausflug stand ganz im Zeichen der interkulturellen Erziehung und Integration.

Die Schülerinnen und Schüler, die Lehrkräfte und auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regierung haben den gemeinsamen Austausch sehr genossen und hier folgt unser Bericht:

Um 7:57 Uhr machten wir uns mit dem Zug auf den Weg nach Würzburg. Dort angekommen spazierten wir gemütlich durch die Stadt zur Regierung. Auf dem Weg konnten wir schon das rege Treiben auf den Würzburger Straßen und die Residenz Würzburg begutachten.

Um neun Uhr wurden wir herzlich von Frau Hirner empfangen. Zuerst gab es eine kleine Führung im Foyer, bei der wir die Wappen von Unterfranken, Würzburg und Schweinfurt begutachten durften. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler der BIK-Ü mit ihrem Vorwissen glänzen. Bei einer weiteren Führung durch das Gebäude lernten wir noch viele interessante Dinge über die Regierung von Unterfranken.

Anschließend wurden wir im „kleinen Sitzungssaal“ von Herrn Rupp empfangen, der uns in einem kurzweiligen Vortrag einen informativen Einblick in den Aufbau, die Aufgabenbereiche und die Arbeitsweise der Regierung gegeben hat. Abgeschlossen wurde dieser Teil unseres Ausfluges mit einem kleinen Quiz über die Regierung in Unterfranken im Allgemeinen, bei dem die Klasse zeigen konnte, wie gut sie aufgepasst hatte. Nicht erwähnt werden muss, dass alle Schülerinnen und Schüler vorbildlich abgeschnitten haben.

Für unser weibliches Wohl wurde bestens gesorgt. In der folgenden Pause konnten wir uns mit belegten Laugenstangen und Getränken stärken.

Anschließend hielt Herr Schäbler, welcher als Mittelschullehrer in Würzburg auch DaZ-Klassen unterrichtet, einen Vortrag über interkulturelle Erziehung und Integration. Die Klasse war höchst interessiert und so entwickelte sich auch schnell eine angenehme Gesprächsatmosphäre, die alle Beteiligten sichtbar genossen haben.

Schülergruppe in der Regierung Gruppenfoto auf der Brücke

Höhepunkt und gleichzeitiger Abschluss unseres Besuchs bei der Regierung von Unterfranken bildete der Besuch im Empfangszimmer des Regierungspräsidenten Herr Dr. Paul Beinhofer. Er schenkte uns ein wenig seiner Zeit und empfing uns herzlich. Nach einem netten Gespräch wurden noch die Gewinner des vorausgegangenen Quiz durch Herrn Dr. Paul Beinhofer bekannt gegeben und geehrt.

Nach diesem aufregenden Erlebnis war es leider auch schon Zeit, sich langsam wieder auf den Weg nach Schweinfurt zu machen.  

Allerdings nutzten wir die Gelegenheit und nahmen den langen Fußweg durch die Stadt zurück zum Bahnhof, um noch einen kleinen Zwischenstopp auf der Alten Mainbrücke einzulegen. Von dort aus konnten wir noch schnell einen Blick auf das zweite Wahrzeichen von Würzburg werfen, die Festung Marienberg. Danach gab es noch ein Eis zur Stärkung und schon saßen wir wieder im Zug auf dem Weg nach Schweinfurt.

Insgesamt war es ein sehr schöner Ausflug, den wir alle sehr genossen haben.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle am Ausflug Beteiligten!

Text: Christina Gütling

Bild 1: Nicolas Rupp, Regierung von Unterfranken

Bild 2: Ihab Darwisch, BIK-Ü

„Wir sind bunt – Kulturen vereint“ – Kochevent des AvH-Gymnasiums mit der BFS für Ernährung und Versorgung am 16.05.2018

Gruppenbild der TeilnehmerInnen mit beiden Schulleitungen. Das fertige Büffet.

Neugierig und in freudiger Erwartung betreten die Schüler und Schülerinnen des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums die Küchenwelt der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel. Sie sind allesamt Schüler, die sich freiwillig im Schülercafe´ des Gymnasiums engagieren und nun einen Praxistag mit „Kochexperten“ der Berufsfachschule verbringen möchten.

Eine Projektidee war geboren

Praktisch versierte Abschluss-Schüler der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung arbeiten mit Gymnasiasten zusammen, um Erfahrungen mit der Verarbeitung von Lebensmitteln weiterzugeben, Küchentipps auszutauschen und dabei sich selbst und auch die Schulbildung der jeweils anderen besser kennen zu lernen. Speisen zubereiten macht Spaß, noch viel mehr, wenn man zusammen kochen, sich austauschen und letztendlich zusammen essen kann. Bereits zum fünften Mal lud die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung Schüler aus dem benachbarten Gymnasium ein.

Das Kochprojekt wird sorgfältig geplant     

Die Gastgeber waren gut vorbereitet. Geplant war ein internationales Fingerfood-Büfett. Es sollte pfiffig, ansprechend, zeitgemäß und gesund sein und durch die tatkräftige Mithilfe von den Schülern beider Schulen entstehen. Motiviert und interessiert bereiten die Schüler des Gymnasiums in Kleingruppen die Lebensmittel zu, um ein hervorragendes Ergebnis zu erhalten. Der Schwerpunkt der internationalen Küche trägt der gesellschaftlichen Realität zunehmend Rechnung.

Die Schüler der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung geben dem Koch-Projekt das Motto „Wir sind bunt – Kulturen vereint“. Sie wählen geeignete Rezepte aus, entwickeln einen Zeitplan, eine Büfettplanung und Vorschläge zur Gestaltung und Dekoration. Einladungen für die Schüler und Schülerinnen des AvH, der Klassenleiterin und Schulleitung beider Schulen werden gefertigt um ein gutes Gelingen des Projekttages vorzubereiten.

SchülerInnen beim gemeinsamen Kochen. Präsentation des Büffets. OStD Schöler und Geburtstagskind OStD Alfen.

Das Ergebnis war überwältigend

Der Speiseplan des Kochevents lässt nur wenige Wünsche offen. In Anbetracht der kräftigen Anzahl der Küchenfeen kann ein reichhaltiges, optisch sehr ansprechendes, internationales Fingerfood-Büfett kreiert werden. Gekocht wurde in der Schulküche und vor allem in der Großküche des Hauses, die nicht nur für die professionelle Ausbildung der BFS-Schüler, sondern auch für das Kochevent hervorragende Dienste leistet. Dass die Speisen gelingen, wird erwartet, denn schließlich stehen die BFS-Schüler am Ende ihrer dreijährigen Ausbildung und haben jede Menge praktische Erfahrungen gesammelt. Viele besuchen nach der Ausbildung eine weiterführende Schule oder beginnen eine Tätigkeit in ihrem Berufsfeld. Damit das frisch erworbene Wissen bei Bedarf erneut erprobt werden kann, können die Schüler die gewonnenen Erkenntnisse und ein Kompendium mit allen Rezepten und Anleitungen mit nach Hause nehmen, für den Bedarfsfall, frei nach dem Motto „Kulturen vereint“.

Text und Bilder: Regina Wunram, StDin

Rund um´s Geschichten erzählen...

Schülerin mit Kind und Handpuppen. Schülerin mit zwei Kinder auf Liegewiese.

...ging es beim Praxisprojekt der K 11 a 1, das die Gruppe am 9. Mai 2018 im Kindergarten „Regenbogenland“ in Hausen umsetzte.

Die Kinder der Regelgruppen des Kindergartens und der SVE-Gruppe der Franziskusschule konnten an diesem Tag verschiedene Stationen ausprobieren, die die SchülerInnen im Fach Praxis- und Methodenlehre vorbereitet hatten.

Besonders begeistert waren die Kinder von den Socken-Geschichten-Erzählern, die sie durch den Tag begleiteten. Sie durften dann auch selbst „Freunde“ dieser Sockenpuppen herstellen, die sich dann gemeinsam eine „Band“ bilden würden. Es machte etwas Mühe beim selber Basteln, aber dann war die eigene Sockenpuppe fertig und der Stolz groß.

Bei den weiteren Stationen entdeckten die Kinder, dass man mit Klängen eine Geschichte erzählen kann oder aus einer Geschichte ein Bild entsteht. Im Garten erlebten die Kinder Entspannungs- und Tanzgeschichten und eine Kochgruppe kümmerte sich darum, dass es nicht nur Futter für die Fantasie gab, sondern auch Essen für die hungrigen Mägen.

Die Kinder zeigten sich sehr begeistert von den verschiedenen Stationen, aber auch

die SchülerInnen fanden ihr Projekt sehr gelungen, denn – so Svenja -  „die Kinder haben super mit gemacht und auch die Dinge wertgeschätzt, die wir mit ihnen gemacht haben“.  Auch für sich selbst empfanden die SchülerInnen den Tag als Bereicherung: „Ich persönlich habe durch das Projekt mehr Erfahrungen im Umgang mit Kindern mit Beeinträchtigung gesammelt, was ich gut finde“ meint z.B. Theresa.

Zum Abschluss des erlebnisreichen Tages gab es dann noch ein gemeinsames Konzert der „Sockenpuppen-Band“ im Garten bis dann die Kinder mit ihren eigenen Geschichtenerzähler-Socken stolz nach Hause gingen und nach einer kurzen Aufräumzeit – nicht weniger stolz – die SchülerInnen.

Ein Fazit, das Malcolm vielleicht stellvertretend für alle zog:

„Es war ein wirklich schönes Projekt“.


Text und Bilder: FOLin Sabine Otter

Die Filmgruppe gewinnt den 1. Preis bei Dokumentarfilmwettbewerb in München

Gruppenbild.

Beim Filmwettbewerb von DOK.education (DOK.fest München) und der bayerischen SPD-Landtagsfraktion hat die Filmgruppe mit dem Film „Vielleicht“ den ersten Preis gewonnen.

Am 5. Mai 2018 überreichte Isabell Zacharias, MDL der Filmgruppe die Auszeichnung im Rahmen einer Festveranstaltung im Senatssaal des Bayerischen Landtags mit Screening der Gewinnerfilme.

Daniel Sponsel, künstlerischer Leiter des DOK.fest, unterstrich den Stellenwert des Wettbewerbs, gerade im aktuellen Kontext von Fake News und Populismus: "Es ist wichtiger denn je, dass die Menschen Hintergründe und Zusammenhänge verstehen und sich nicht von Unwahrheiten blenden lassen. Dafür ist der Dokumentarfilm ein perfektes Schulungsmedium."

Die Filmgruppe ist vor diesem Hintergrund besonders stolz im Rahmen dieses Dokumentarfilmwettbewerbs für junge Menschen mit dem Motto „das andere sehen“ eine Auszeichnung erhalten zu haben.

Hier die Begründung der Jury für Auszeichnung des Films:

Weder kitschig, noch manipulativ, noch mit erhobenem Zeigefinger zeigt dieser ruhige Film den unerträglichen Wartezustand, in dem Asylbewerber hier in Deutschland oftmals leben. Einige der Filmemacher sind zugleich auch die Protagonisten. Wahrscheinlich gelingt es ihnen daher so gut, die Zuschauer unaufdringlich in ihren Alltag mitzunehmen. Und sie dort nahbar erleben zu lassen, dass Flucht ein Zurücklassen der bisherigen Identität und zugleich auch Neustart in ein Leben in völliger Ungewissheit bedeutet. Der Titel bringt dieses Schicksal klar auf den Punkt: Vielleicht… Tiefgängig, feinfühlig und sympathisch. Ein authentischer Film, der in Erinnerung bleibt.   

Text: Sabine Otter, FOLin
Bild: Pressestelle der BayernSPD Landtagsfraktion

Ein Highlight am letzten Schultag der TH11:  Workshop zur Chanel-Jacken-Verarbeitung

Schülerinnen beim Schnittlegen. Schülerinnen beim Schnittlegen.

Ein ganz besonderes Schmankerl erwartete die Schülerinnen und Schüler der TH 11 an ihrem diesjährigen letzten Schultag, am 04.05.2018: Ein Workshop zur Verarbeitung einer Chanel-Jacke.

Der Referent war kein geringerer als ein Mitschüler aus den eigenen Reihen, Felix Flechtner,  der die Besonderheiten der Verarbeitung in einer betrieblichen Fortbildung erlernte.Der Auszubildende von „Spitz Maßdesign“ in Erlangen gab zunächst einen kurzen theoretischen Einstieg über typische Verarbeitungsmerkmale und Gestaltungsmöglichkeiten einer solchen Jacke.

Er zeigte seinen Mitschülerinnen welche Abwandlungen vom Kleidergrundschnitt bis zum Modellschnitt getätigt werden und vermittelte anhand einiger Beispiele, welche Materialien Verwendung finden.

In Gruppenarbeit schnitten die angehenden Maßschneiderinnen unter Anweisung von Felix Flechtner Bouclé und Organza zu, schlossen Abnäher und Nähte und verbanden letztlich in Handarbeit durch Pikieren die beiden Stofflagen.

Der anfängliche theoretische Lehrstoff, konnte so im wahrsten Sinne von den Schülerinnen begriffen werden. Sie verstanden schnell, dass die Fertigung einer echten Chanel-Jacke handwerkliches Geschick und viel Zeit beansprucht und was das Einzigartige dieser „Haute Couture –Verarbeitung“ ausmacht.

Mit vereinten Kräften und vielen fleißigen Händen konnten so nach einiger Zeit die Schnittteile zusammen genäht und letztlich mit dem Futter verstürzt werden.

Zwar konnte in der kurzen Zeit nur an einer Jacke gearbeitet werden, doch kann jede der Teilnehmerinnen mit einem gehörigen Wissenszuwachs ins dritte Lehrjahr starten.

Danke dem Referenten, wir freuen uns schon auf eine Fortsetzung!

 

Text und Bilder: FLin Jessica Weis

Das war SPITZE! – Eine Lehrfahrt der THTI 11 nach Plauen

Gruppenbild der Teilnehmer/-innen. Begutachtung eines Kleides. In der Ausstellung.

Die Lehrplaninhalte mal anders erleben, das konnten 19 Schülerinnen und Schüler der THTI11 in Begleitung ihrer Lehrkraft Marion Zirk, und den Klassenleiterinnen Annette List und Jessica Weis.

Gemeinsam ging es am 02.05.2018  mit dem Bus von Schweinfurt nach Plauen – der einstigen  Metropole für Spitzenherstellung.

Das erste Ziel war die „Schaustickerei Plauener Spitze“.  In dieser Museumsfabrik, bestehend aus einem Wohnhaus mit angegliedertem Stickereigebäude, konnten wir uns auf einzigartige und authentische Weise auf eine Zeitreise in die Vergangenheit begeben. Bei einer Führung wurden die historischen Stickmaschinen in Betrieb genommen und zeigten uns die Arbeitsweise von vor über 100 Jahren.

Der Maschinenpark, der noch weitgehend im Originalzustand erhalten ist, brachte den Schülerinnen und Schülern nahe, welche Ingenieursleistung die damaligen Stickmaschinenbauer vollbrachten, um im Industriezeitalter  feinste, hochwertige und zudem erschwingliche Spitze herstellen zu können.

Die Entwicklung der Spitze vom Entwurf bis zur Fertigung und der historische Wandel in Produktion und Gestaltung brachte uns neben der Schaustickerei auch unser zweites Ausflugsziel näher – Das Spitzenmuseum in der Plauener Altstadt.

Im einzigen Spitzenmuseum Deutschlands wurde den angehenden Maß- und Modeschneidern/-innen, sowie den Modenähern/-innen der Unterschied zwischen Stickerei und Spitze verdeutlicht. Sie erfuhren mehr über die Bedeutung und Vielseitigkeit von Spitze. Dabei unterscheidet man Hand- von Maschinenspitzen, oder beispielsweise Klöppel-, Tüll- und Ätzspitzen.

Neben den Arten lernten wir auch die unterschiedlichsten Einsatzgebiete kennen: von Lingerie, über Accessoires und Heimtextilien bis hin zu technischen Textilien findet dieses besondere Gewebe seinen Einsatz.

Besonders ein Haute-Couture Modell aus schwarzer Spitze mit von Hand bestickten Swarovski-Steinen weckte die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler. Es wurde exklusiv für den Wiener Opernball gefertigt.

Diese Lehrfahrt brachte uns viele neue Informationen über den filigranen Stoff und das Lehrthema der besonderen Gewebe. Deshalb sind wir der Meinung: Das war SPITZE!


Text und Bild: FLin  Jessica Weis

SchülerInnen der Kinderpflege als Bienenbotschafter am Umweltzentrum Reichelshof unterwegs

Gruppenbild der TeilnehmerInnen. Kind beim Basteln.

Im Rahmen ihres Abschlussprojektes machten sich SchülerInnen der K11b Gruppe1 am 1. Mai 2018 auf den Weg zum Reichelshof, um interessierte Kinder und ihre Familien am „Tag der offenen Tür“ mit Wissen, Spiel und Spaß „Rund um die Biene“ zu begeistern.

In wochenlanger Vorbereitung in den Fächern Praxis- und Methodenlehre und Ökologie entstand das Konzept. An einzelnen Stationen wurde über den Lebensraum der Biene, ihre Kommunikation in Tänzen sowie die Entstehung von Wachs und Honig auf spielerische und anschauliche Art und Weise informiert. Bei einem Quiz konnte das gesammelte Wissen getestet werden. Eine eigens von SchülerInnen gestaltete Geschichte für das Kamishibai (Erzähltheater) brachte den Lebenslauf der Biene den Zuschauern näher.

Die SchülerInnen hatten bei sehr großem Besucherandrang alle Hände voll zu tun und konnten zeigen, was sie in den letzten beiden Jahren ihrer Ausbildung gelernt haben. Angelika Imgrund, Leiterin des BSI- Natur- und Umweltgartens Reichelshof zeigte sich begeistert vom Engagement und dem Einsatz der SchülerInnen und ernannte sie zu Bienenbotschaftern, auch der Initiative „Schweinfurt summt“.

Erschöpft, vor allem aber auch stolz und zufrieden gingen die SchülerInnen gestärkt mit gesponserten Crêpes am Abend nach Hause.

Text und Bilder: Silke Cäsar (Fachlehrerin)

FELICIDADES!

Schülerin mit Kindern.

Unsere Partnerschule in Bolivien feiert 30jähriges Jubiläum!

Am 25. April 1988 gründete Frank Weber das „Centro Educativo Richard-von-Weizsäcker“ in Cochabamba in Bolivien als erste und einzige Privatschule in Bolivien, die ausschließlich Kindern aus armen Familien offen steht.

Aus dem Anfang einer guten Idee und Mut wurde eine Ära: Seit nunmehr 30 Jahren setzt Frank Weber ausdauernd und beharrlich mit seiner Schule ein tatkräftiges Zeichen der Hoffnung, dass Gerechtigkeit möglich ist.

Hunderte von Mädchen und Jungen aus benachteiligten Familien haben hier inzwischen die Schule mit dem Abitur abgeschlossen und durch Bildung und soziale Hilfen eine Chance und eine Lebensperspektive erhalten.

Wir freuen uns und sind stolz, dass wir seit vielen Jahren in einer lebendigen Partnerschaft mit Frank Weber und seiner Schule verbunden sind und gratulieren herzlich zum Jubiläum.

 

 

 

Text: Rainer Schöler, OStD

Besuch der Modeausstellung:  Jil Sander Präsens – Lehrfahrt der THTI 12 nach Frankfurt am Main

Gruppenbild der TeilnehmerInnen. Suchbild: verstecke Modelle.

Als Ziel der diesjährigen Abschluss-/ und Lehrfahrt entschieden sich die 14 Schülerinnen der THTI 12 für einen Besuch des Museums Angewandte Kunst.

Am 24.04.2018 ging es mit dem Zug nach Frankfurt zur weltweit ersten Einzelausstellung über Jil Sander.Über zwei Etagen hinweg erlebten die angehenden Maß- und Modeschneider in multimedialen Installationen das Wirken der Designerin. Nach ihrem Werdegang, zu Beginn des Rundgangs, wurden gleich im ersten Raum auf mehreren Bildschirmen Modenschauen präsentiert.

Ihre puristische Gestaltungshaltung, in der Schnittführung, Material und Form die entscheidende Rolle spielen, konnten die Absolventen des dritten Ausbildungsjahres zudem an originalen Modellen auf Schneiderpuppen bewundern.

Schade, dass das Anfassen auch in diesem Museum nicht gestattet war, wo wir Schneider doch beruflich bedingt jedes kleinste Verarbeitungsdetail gerne genauer unter die Lupe genommen hätten!

Dennoch konnten die Schülerinnen anhand der Schnittteile eines Mantels an einer Wandtafel den besonderen Erfindungsreichtum in der Nahtführung besser verstehen.

Bild des Schnittes.Das klare, skulpturale Design von Jil Sander wurde nicht nur im Bereich der Mode beleuchtet.

Weitere Räume widmeten sich dem Produktdesign, Architektur und Gartenkunst worin die Besucher von neuem die kreative Kraft der Modeschöpferin entdecken konnten.

Es war für uns alle ein schöner, informativer Ausflug, den wir gerne in Erinnerung behalten. Und vielleicht wurde ja die ein oder andere durch diese Ausstellung für das bevorstehende Abschluss-Modell inspiriert?!

 

P.S.: Für alle Rätsel-Freunde haben wir ein besonderes Foto geknipst – Finde die 3 Modelle auf dem Bild;)

 

Text und Bilder: FLin Jessica Weis

SchülerInnen der Kinderpflege unterstützen tatkräftig die Spieletage in Schweinfurt

Schülerin mit Kindern.

Begeisterte Kinderrufe wie „Ubongo!“ oder „Go, go, gelato“ hört man in den beiden Räumen von „kross - der Jungen Kirche Schweinfurts“. Klingt wie Geheimsprache und ist es vielleicht auch, solange man die Regeln nicht kennt bei den vielen Spielen, die die Schweinfurter Grundschulkinder bei den Spieletagen 2018 ausprobieren dürfen.

Im Rahmen eines Unterrichtsprojektes sind am Mittwoch, den 18. April 2018 auch SchülerInnen der Berufsfachschule für Kinderpflege dabei, die die Kinder bei ihrem Eintauchen in die Welt der Tischspiele kompetent begleiten.

Mitspielen, zum Spielen motivieren, Spielregeln kindgerecht erklären, Gruppen und Einzelne achtsam unterstützen  – dieses pädagogische Handwerkszeug lernen die angehenden KinderpflegerInnen im Unterricht und in ihren Praxiseinrichtungen. Bei den Spieletagen sind solche Fähigkeiten dringend gefragt und so können die SchülerInnen Erlerntes erproben und gleichzeitig die Verantwortlichen der Spieletage kompetent unterstützen.

Und sie haben dabei alle Hände voll zu tun: Im Stundenwechsel kommen jeweils zwei neue Grundschulklassen mit Kindern, die neugierig zu den aufgebauten Tischspielen strömen und in die jeweilige „Geheimsprache“ eingeführt werden wollen.

Und weiter geht’s mit „Du bist dran! Und „Gewonnen!“ – Eine win-win-Aktion ist dieser Tag wohl für alle Beteiligten.   

Text und Bild: Sabine Otter, FOLin

 

„Wir feiern Bayern!“- 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Verfassungsstaat Bayern wollen gefeiert werden

Stellwände zur Ausstellung 100 Jahre Bayern Stellwände zur Ausstellung 100 Jahre Bayern Stellwände zur Ausstellung 100 Jahre Bayern

Als zu Schuljahresbeginn ein Schreiben der Regierung von Unterfranken in der Lehrerkonferenz verlesen wurde, das uns mitteilte, dass wir im Jahr 2018 Grund zum Feiern hätten, waren die Informationen darüber WIE und WANN sehr dürftig. Fest stand nur, dass die unterfränkischen Schulen – alle Schulen – ihren Beitrag zu einem festlichen Rahmen bringen dürfen. Soweit dazu.

Bald wurde unser Schulleiter, Herr OStD Schöler, zu einer Arbeitssitzung eingeladen und traf dort auf seine Schulleiterkollegen sowie Schulräte der anderen Schularten und Vertreterinnen der Regierung von Unterfranken. Bereits damals war schnell klar, dass eine geeignete Örtlichkeit für die Feier gefunden werden musste und da die ursprünglich angedachte Rathausdiele zu klein erschien, kam schnell das BSZ ins Gespräch.

Damit war unser Beitrag zur Feierlichkeit definiert: Das BSZ Alfons Goppel Schweinfurt stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung, übernimmt das Catering und die Begrüßung und Betreuung der Gäste. Mehr nicht. Mehr nicht?

Schüler der EuV übernehmen das Catering Leckeres Essen für die Gäste

Bei drei weiteren Sitzungen zur Planung des Festes trafen sich regelmäßig ca. 20 Vertreter der Schulen am BSZ und wurden bereits hier durch die Abteilung Ernährung und Versorgung stets gut mit Leckereien verwöhnt. Die Ideen für die Beiträge wurden nach und nach konkreter. Am 17. April sollte die Festveranstaltung in der Aula stattfinden und die geladenen Gäste, die schulischen Akteure sowie Aussteller standen auch bald fest. Die Generalprobe wurde auf den Tag davor angesetzt.

Anfang April wurde das Lehrerkollegium des BSZ über den geplanten Ablauf der beiden Tage informiert und die übrigen Aufgaben im Haus benannt. Die KollegInnen und SchülerInnen der EuV waren bereits Wochen vor dem eigentlichen Termin aktiv: Die Kuchen wurden gebacken, die Bistrotische aufgestellt, die von der Textilabteilung extra genähten weiß-blauen Schürzen wurden gewaschen und gebügelt, das Geschirr hervor geholt, die blumigen Dekorationen vorbereitet und verteilt, … ein geordnetes Durch- nein, Mit-Einander unter der Leitung von Frau Krohe entstand. Diese behielt auch in der größten Aufregung stets den Überblick und war für ihre KollegInnen, die SchülerInnen und auch Herrn Schöler immer ansprechbar.

Der große Tag rückte näher. Am Montag verlief die Generalprobe dann tatsächlich relativ reibungslos. Die Aussteller bauten parallel zu den Bühnenaktivitäten ihre Beiträge auf und platzierten diese in der Aula und dem Eingangsbereich. Das Gefühl, für den 17. April gut gerüstet zu sein, stellte sich ein.

Am Dienstag gestaltete sich der Tag folgendermaßen, dass für die Schülerinnen und Schüler des BSZ um 12.00 Uhr bzw. 12.45 Uhr Unterrichtsende war und die Schule für die externen Partner Platz bot. Die ersten Gäste waren tatsächlich bereits kurz nach 12.00 Uhr im Haus und wurden durch freundliche Kolleginnen und Kollegen im Eingangsbereich empfangen und eingewiesen. Im Untergeschoss war das Buffet ab 13.00 Uhr für die Gäste eröffnet, während die größeren und die kleinen Akteure in der Küche 2 versorgt wurden.

Redner Publikum

Das Orchester des Celtis-Gymnasiums stimmte die Anwesenden musikalisch ein und bis ca. 14.15 Uhr war ein Ankommen der Gäste möglich. Schulleiter und Vertreter der Regierung von Unterfranken sowie weitere Ehrengäste, wie z. B. der Bezirkstagspräsident Herr Dotzel oder … fanden in der Aula ihren Platz und wurden offiziell durch Herrn Eirich, den Abteilungsdirektor des Bereichs Schulen der Regierung von Unterfranken, feierlich begrüßt. Nach Grußworten durch die stellvertretende Landrätin Frau Bender bildete die Festrede des Regierungspräsidenten Herrn Dr. Beinhofer den ersten Höhepunkt. In seiner Rede zur Demokratiebewegung in Unterfranken streifte er die Stände-Versammlung von 1818, das Verfassungsfest von 1832 bis hin zu den modernen Verfassungen, wobei seine Betonung auf dem lohnenden Einsatz für Menschenwürde, Freiheit und ein friedvolles Miteinander lag. Nach der bewegenden Rede moderierte Herr Paul, der Schulleiter der BS I, geschickt und charmant die einzelnen Beiträge der aktiven Kleinen und Großen an. Nun endlich durften die wartenden Schüler auf die Bühne. Nacheinander traten die Grundschulkinder aus Gerolzhofen und aus Schwebheim auf und anschließend die Mittelschüler aus Werneck, die Berufsschüler der BS I aus Schweinfurt, die Realschüler aus Bad Neustadt und aus Gerolzhofen, Schüler des A.-v.-H.-Gymnasiums und der Wilhelm-Sattler-Realschule Schweinfurt. Die Vielfalt der Beiträge reichte von Tänzen, szenischen Spielen und Liedbeiträgen, einer medialen Zeitreise bis zu einer alternativen Vertonung der Bayernhymne. Die Stimmung in der Aula war dementsprechend fröhlich und aufgelockert bis auch betroffen.

Die insgesamt kurzweilige Darbietung endete im zeitlichen Rahmen und die Gäste verließen nach und nach das Schulgebäude. Einige fanden noch den Weg zum Catering und konnten ihre Eindrücke bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee nachwirken lassen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde dem BSZ für den festlichen Rahmen gedankt und rückgemeldet, dass sich die Gäste wohlfühlten.

Den Kolleginnen und Kollegen sowie den Schülerinnen und Schülern – hier allen voran die der EuV – spricht das Schulleitungsteam nochmals ein herzliches Dankeschön und ein „Vergelt´s Gott“ aus. Die Schulfamilie hat sich wieder einmal gut präsentiert und echtes Teamwork gezeigt. Und so gingen auch dieser Tag und dieses Ereignis für uns mit einem guten Gefühl zu Ende.

Text: M. Heinelt, OStRin
​Bilder: T. Weidner, OStR

 

Baumpflanzaktion – Ein schöner Tag für den Naturschutz und für uns Landwirte

Der Bürgermeister beim ersten Spatenstich. Schülerinnen beim Anbinden eines Baumes.

Am Montag, den 16.04.2018,  trafen wir, die Landwirte des ersten und dritten Lehrjahres, uns in Dittelbrunn. Der Grund hierfür war eine schöne Aktion unserer Schule in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, denn es sollten zwei neue Streuobstwiesen angelegt werden, bei denen die Erhaltung alter Obstsorten eine ebenso große Rolle spielt, wie die Gestaltung des Landschaftsbildes. Zudem können wir so die Biodiversität nachhaltig fördern und Lebensräume auch für Nützlinge, wie z.B. den Steinkauz schaffen. Bei unserer Ankunft waren neben zwei Gemeindegärtnern auch Bürgermeister Willi Warmuth vor Ort, der uns begrüßte und sich für den Einsatz der Schülerinnen und Schüler bedankte.

Dann wurde uns von den Gärtnern erklärt, wie wir beim Pflanzen richtig vorgehen sollten und worauf zu achten sei. Dann ging es auch schon los! An markierten Stellen gruben wir mit Hilfe von Spaten und Schaufel Löcher in doppelter Größe des Wurzelballens aus. Bei der Tiefe legten wir unser Augenmerk auf den Veredelungsknoten des Baumes, denn dieser sollte über der späteren Erdoberfläche sein, um einen Schaden am Baum zu vermeiden. Dann stellten wir den Baum in die Mitte des Pflanzloches und gaben die Erde wieder zurück. Nachdem wir den Boden ordentlich festgetreten hatten erstellten wir mit der restlichen Erde noch einen Gießrand außen um das Pflanzloch herum, um ein Abschwämmen des Wassers zu vermeiden.  So können schneller große Mengen an Wasser gegossen werden, ohne dass das Wasser wegläuft.

Schüler bei der Pflanzarbeit. Schüler beim Einsatz der Pfahlramme. Schüler beim Aufstellen einer Sitzbank.

Als alle Bäume gepflanzt waren, gab es für uns eine Stärkung, Leberkäsebrötchen mit Getränken. Für diese nette Geste durch die Gemeinde Dittelbrunn möchten wir uns nochmal bedanken.

Danach zeigten uns die Gärtner, wo wir die Baumschutzpfähle richtig setzen sollten und wie man die Bäume daran richtig befestigt, damit man ein Umknicken beziehungsweise Auswurzeln bei starkem Wind oder Unwetter vermeiden kann. Zum Schluss gossen wir jeden Baum noch reichlich an, um ein leichtes und schnelleres Anwurzeln zu ermöglichen.

Somit ging für uns ein außergewöhnlicher und spannender Tag zu Ende, an dem wir Landwirte wieder mal zeigen konnten, dass uns ein schönes Landschaftsbild  und Naturschutz ebenso wichtig sind, wie unsere Landwirtschaft.

Wir möchten uns herzlich bei der Gemeinde Dittelbrunn bedanken, die uns diesen Tag ermöglichte, außerdem bei den Praxismeistern des BGJs, die uns zur Seite standen sowie unseren Lehrkräften Frau Sebold und Herrn Weidner.

 

Text: Stefanie Ascherl und Julian Göbel (BGJ)
Bilder: G. Landgraf (Mainpost), T. Weidner (OStR)

 

Den Bericht der Mainpost zu unserer Baumpflanzaktion finden Sie [hier].

Projektwoche Film lässt Zeitgeschichte intensiv erleben

Schüler beim Filmen mit Profikamera. Anschauen von Fotoalben mit einer Zeitzeugin. Mitarbeiter des BR erläutert einer Schülerin die Kameraführung.

Die Filmgruppe der Schule setzte in Kooperation mit dem BR und dem Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg eine Projektwoche zum Thema „Migration in Schweinfurt“ um.

Fünf Protagonisten an fünf Tagen – das hieß fünfmal intensive Auseinandersetzung mit verschiedensten Lebensgeschichten. Die Projektgruppe hatte sich viel vorgenommen.Die erzählten Erfahrungen der ausgewählten Protagonisten ließen Ausschnitte der Zeitgeschichte der letzten Jahrzehnte lebendig werden: Zwangsarbeit in der Nazizeit, Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg, Migration von „Gastarbeitern“ aus der Türkei in den 60er und 70er Jahren, Flucht vor Terror oder Krieg in der aktuellen Zeit.

An drei Tagen im Januar bereiteten zwei Mediencoaches des BR, Elke Dillmann und Marc Bielenberg und Filmgruppenleiterin Sabine Otter die Gruppe mit einem intensiven Training in Kameraführung und Interviewtechnik vor und unterstützen bei der Suche nach möglichen Protagonisten.

Nach einigen Wochen der Recherchearbeit wurden die Dreharbeiten in der Woche vom 5. bis 9. März 2018 realisiert. Die Gespräche mit den InterviewpartnerInnen und die intensive filmische Arbeit hinterließen bei den TeilnehmerInnen deutlich Spuren.

So meint Annalena aus der S 11 „Wir haben unsere kleine Stadt besser kennen gelernt, genauso wie ihre Geschichte“ und Laura aus der K 10a ergänzt, dass sie persönlich die Menschen sehr beeindruckt hätten, die es als Fremde schwer hatten in Deutschland Fuß zu fassen und trotzdem viel erreicht haben.

Sercan aus der K 10 b hat selbst Eltern, die als Migranten nach Schweinfurt kamen. Er fand es spannend „in verschiedene Geschichten einzutauchen“, um mal zu sehen, wie es für die anderen war, hier nach Deutschland zu kommen.

Zurzeit sind die Filmaufnahmen noch in der Postproduktion. Es werden sechs Filmclips entstehen, die auf der Homepage des Hauses der Bayerischen Geschichte in Regensburg als filmische Zeitzeugendokumente veröffentlicht werden.

Text und Bild: Sabine Otter, FOLin

Scheitern und Neuanfang - Ökumenischer Gottesdienst zur Fastenzeit 2018

Lehrkraft begrüßt die Gäste Publikum
Fürbitten der Schüler Christliche Symbole
 

Am Freitag, dem 23. März 2018, fand unser diesjähriger ökumenischer Gottesdienst zur Fastenzeit in der Aula des BSZ Alfons Goppel  statt.

Als Thema hatte die Vorbereitungsgruppe „Scheitern und Neuanfang“ gewählt. Dazu hatte Frau Käser als Einstimmung Schülerinnen animiert und gewinnen können von eigenem Scheitern zu erzählen (Bild links).

Dann trug Frau Freund das Gleichnis von den Talenten aus der Bibel vor (Bild rechts). Dieses Gleichnis wählten wir, da derjenige, der aus den ihm übertragenen Talenten etwas macht, belohnt und der, der nichts mit seinen Talenten anzufangen weiß, dafür bestraft wird.

Nach dem Lied „Halleluja“ folgte die Ansprache von Herrn Ridder. Er nahm Bezug auf das Leben und Wirken Jesu, der durch seinen Tod am Kreuz ja augenscheinlich gescheitert zu sein schien. Seine Auferstehung jedoch strafte diesen Augenschein Lügen.

Für uns heute könnte also die Botschaft lauten, dass es darauf ankommt, in einer Situation, wo ich gescheitert bin, nicht zu verharren, mit meinem persönlichen Schicksal zu hadern, sondern alles in meinen Kräften stehende zu tun, um nach dem Scheitern nach vorne zu schauen und einen Neuanfang hinzubekommen.

Diesen Gedanken drückte auch der gestaltete Altar mit dem Symbol des Kreuzes in der Mitte, den Blumen des Frühlings (Der Frühling ist der personifizierte Neuanfang) und der brennenden Kerze als dem Lichtsymbol schlechthin aus.

Die vollbesetzte Aula erlebte dann die Fürbitten, die von Schülern geschrieben und vorgetragen wurden.

Nach dem gemeinsamen Vaterunser und dem Segen sangen wir alle „Möge die Straße“ als Schlußlied und dann nahm der normale Schulalltag seinen Lauf.

Ein herzliches „Danke schön“ allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Gottesdienstes mitwirkten.

Text: A. Ridder, Fachbereichsleiter        Bilder: M. Heinelt, OStRin

 

Leckere Hasen für einen guten Zweck

Leckere Osterhasen Eine Auswahl der Osterhasen

Auch in diesem Jahr führten wir, die SMV, zusammen mit der Verbindungslehrerin Frau Freund, der Schülerbeauftragten Frau Hofmann sowie der Hasenbackorganisatorin Frau Schreiner, in der Woche vor den Osterferien (19. bis 23. April), eine Osterhasenverkaufswoche durch.

Diese war wieder ein voller Erfolg. Viele kleine, mittlere und große Hasen aus Mürbeteig, sowie Hefeteighasen wurden verkauft. In diesem Jahr gab es außerdem Hasenmuffins und Häschen am Stiel.

Die Schüler verkaufen Osterhasen Schüler verkaufen Osterhasen

Um den Verkauf kümmerten sich Schülerinnen und Schüler aus der K 11b, EuV 11 und EuV 12 und standen - in der Frühstückspause, sowie am Mittag – bereit, um die leckeren Hasen für einen guten Zweck zu verkaufen. Das eingenommene Geld verwenden wir in diesem Jahr für die neuen Chillout-Möbel für unsere Schule.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen tatkräftigen Helferinnen und Helfern für ihre Unterstützung und die tolle Zusammenarbeit.

Text: Jody Göbel, K 11b, 2. Schülersprecherin

Fotos: StRin Tina Hofmann

Großes Besucherinteresse am SBIT auf der Maininsel

Lehrkräfte des BSZ präsentieren den Stand Lehrkraft berät interessierte Schüler
Lehrkraft berät Eltern und Schüler Lehrkräfte präsentieren den Stand
 

Der 16. Schweinfurter Berufsinformationstag am 17.03.2018 war auch dieses Jahr zügig ausgebucht, am Tag selber sehr gut besucht und wir, Lehrkräfte als Vertreter des BSZ, waren mittendrin dabei.

Da die Aufbauarbeiten durch viele hilfreiche Hände bereits am Freitagnachmittag erledigt waren, hätte dieser Samstag für die Kolleginnen und Kollegen des BSZ Alfons Goppel um 10.00 Uhr eigentlich ruhig beginnen können – hätte! Noch während der Begrüßung und Eröffnung des SBIT durch Herrn Landrat Florian Töpper, Herrn Oberbürgermeister Sebastian Remelé und Vertreter der organisierenden Wirtschaftsjunioren Schweinfurt kamen die ersten Interessenten an unseren Stand. Dieser lag wie in den letzten Jahren zentral in der großen Halle, umgeben von Repräsentanten anderer Berufsgruppen und Wirtschaftszweige. Unsere Roll-Ups bildeten den Hintergrund für die Information über die verschiedenen Berufsgruppen, die am BSZ angeboten werden. Tatsächlich war der Besucherandrang phasenweise sehr hoch und die von den Schülerinnen und Schülern der Ernährung und Versorgung liebevoll gebackenen und verzierten Hasenplätzchen wurden stetig weniger. Die Stimmung am Standplatz war entspannt und die Eltern sowie interessierte Jugendliche wurden dementsprechend freundlich empfangen und informiert. Das Interesse der Eltern und auch mancher Jugendlicher an der sozialen Ausrichtung des BSZ war deutlich spürbar. „Bilden Sie Kinderkrankenschwestern aus?“, „Endlich mal was Soziales!“, „Kann ich bei Ihnen auch kochen lernen?“, waren typische Gesprächsanfänge, die von den engagierten Lehrkräften der verschiedenen Fachbereiche natürlich gerne aufgegriffen und beantwortet wurden. Nein, Kinderkrankenpfleger bilden wir nicht aus, dafür aber Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger. Für Jugendliche, die ohne mittleren Schulabschluss die Mittelschule verlassen und in der Pflege tätig werden möchten, bietet sich die Sozialpflege an und als Aufbau später die Altenpflege. Und ja, kochen – also die Speisenzubereitung – erlernen Schülerinnen und Schüler, die den Bereich der Ernährung und Versorgung besuchen.

Während die Temperaturen außerhalb gefühlt Minusgrade hatte, ließen sich die Leute in den Räumen des Konferenzzentrums der Maininsel Zeit, um sich über die Berufsbilder zu informieren und das abwechslungsreich gestaltete Rahmenprogramm mit Vorträgen zu erleben. Daher war es für uns auch nicht verwunderlich, dass die Beratungsgespräche bis zum Ende gegen 16.00 Uhr geführt wurden. Was uns sehr freute war die Tatsache, dass ein Teil der eventuell zukünftigen Schülerinnen und Schüler unser Schulzentrum bereits durch die Besuche an den Mittelschulen kannte. Diese ersten Informationen konnten demnach gezielt vertieft und auf spezielle Fragen genauer eingegangen werden.

Nun gilt es nur noch zu hoffen, dass im nächsten Schuljahr (2018/19) viele neue Schülerinnen und Schüler am BSZ begrüßt werden können.

Am nächsten SBIT im März 2019 nehmen wir gerne auch wieder teil.

Text und Bilder: M. Heinelt, OStRin

Die Bodenkundelehrfahrt – ein schönes Ereignis für alle Junglandwirte

Herr Weidner im Bodenprofil, im Wasser stehend. Schüler ziehen Handwagen mit notwendigen Utensilien. Genaues Studium der Bodenschätzungskarte.

Am Mittwoch, den 14.03.2018, war der morgendliche Treffpunkt des BGJs nicht wie gewohnt unser Klassenzimmer, sondern der Hof von unserem Mitschüler Michael Reinhard in Untereuerheim. Als alle Schüler um 08:30 Uhr vor Ort waren, packten wir noch den Handwagen mit den von Herrn Weidner mitgebrachten Utensilien, die wir für unsere Bodenexkursion benötigten. Nun ging es auch schon los zum ersten von insgesamt vier Profilen, die von Familie Reinhard freundlicherweise vorher mit Hilfe eines Baggers ausgegraben wurden.

Nachdem wir am ersten Bodenprofil angekommen waren, wurden zuerst die Standortbedingungen dieses Feldes wie z.B. Exposition, Höhenlage, Gefälle, Niederschlagsmenge und die Nutzung angesprochen. Um nun richtig ins Detail gehen zu können, schlüpfte Herr Weidner in die Gummistiefel und stieg in die zirka 1,5 Meter tiefe Grabung. Wir schauten uns Durchwurzelungstiefe, Regenwurmgänge, die verschiedenen Horizonte, das Ausgangsgestein, Bodenart sowie Bodentyp genauer an. Außerdem bestimmten wir noch den pH-Wert mit Hilfe eines pH-Meters, testeten mit Salzsäure ob frei verfügbarer Kalk vorhanden ist und schätzten dann die Bodenpunkte. Unseren Wert verglichen wir mit den Zahlen der mitgebrachten Bodenschätzungskarte aus dem Jahr 1961, einer Leihgabe des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus Schweinfurt.

Nach einem kurzen Fußmarsch waren wir am zweiten Feld angekommen, um auch dieses genauer unter die Lupe zu nehmen. Eine große Besonderheit an diesem Feld ist der sehr sandige Boden. Familie Reinhard nutzt diesen eigentlichen Nachteil aber geschickt und baut hier hauptsächlich Spargel an, der mit dieser Bodenart sehr gut zurechtkommt.

Mit Wasser vollgelaufenes Bodenprofil. Die Bodenschätzungskarte. Schüler hat Ferkel auf dem Arm.

Beim dritten Profil war eine genaue Untersuchung leider nicht möglich, da sich dort Stauwasser vom Regen des Vorabends angesammelt hatte. Da nutzten auch die Gummistiefel nichts.

Am letzten Standort angekommen, fanden wir einen tonigen Boden vor, bei dem wir eine sehr scharfe Abgrenzung zwischen A- und B-Horizont erkennen konnten. Dies ist für die Pflanzen und damit auch für den Landwirt eine eher suboptimale Bedingung, für uns war es jedoch sehenswert.
Zum Schluss kamen wir beim Aussiedlerstall unseres Klassenkameraden an. Nach einer kurzen Vorstellung des gesamten Hofes entlang des im Fach Betriebsführung erarbeiteten Betriebsspiegels, besichtigten wir noch den Schweinemaststall mit insgesamt 400 Mastplätzen. Damit neigte sich dann auch ein spannender und lehrreicher Tag dem Ende. Bedanken möchten wir uns dafür natürlich bei Familie Reinhard, Herrn Weidner und dem freien Mitarbeiter der Mainpost Herrn Volz, der uns begleitet und einen Zeitungsartikel über unsere Bodenkundelehrfahrt verfasst hat.

 

Text: Stefanie Ascherl und Julian Göbel (BGJ)
Bilder: Luca Derlet (BGJ)

 

Der Zahn der Zeit - Ein Bericht eines besonderen Projekttages

Alte Frau bei Spiel mit Kindern. Kinder mit Schallplatte. Gruppenbild aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Am Donnerstag, den 8.3.2018, fand um 8:30 Uhr in der Bibliothek von Bergrheinfeld eine Zeitreise unter dem Motto „der Zahn der Zeit“ statt. Vorschulkinder der Caritas-Kindergärten St. Anton und St. Bartholomäus und der Bergrheinfelder Seniorenkreis wurden dabei von uns Schülern des 2. Ausbildungsjahres der Berufsfachschule für Altenpflege aus Schweinfurt begleitet. Nach einem kleinen Schauspiel, in dem es um kaputte alte Dinge ging, an denen der Zahn der Zeit nagt, fanden sich die fast 50 Senioren und Kinder in „Reisegruppen“ zusammen, die von uns begleitet wurden.

Wir hatten uns in einer mehrmonatigen Arbeitsphase intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Jede Gruppe beschäftigte sich mit einem Gegenstand, den es früher einmal gab und der heute durch einen anderen Gegenstand ersetzt wurde. Das Waschbrett, die Kaffeemühle, der Schallplattenspieler, die Milchkanne und die Deutsche Mark sind Kindergartenkindern sehr fremd. Ganz im Gegensatz zu den Senioren, die damit ja aufgewachsen sind. Zunächst fand in gemütlichen Runden ein Kennenlernen und Kraft tanken für den Tag statt, bevor es mit Spiel und Spaß weiterging. Die Bibliothek mit den urigen Balken und gemütlichen Sesseln war dafür hervorragend geeignet. Spielerisch konnten sich nun die Kinder an die Gegenstände herantasten und wurden dabei von uns Schülern und vor allem den liebevollen Senioren unterstützt, die sichtlich Spaß an ihre Expertenrolle hatten. Das Angebot an thematisch passenden Merk- und Gedächtnisübungen, Geschicklichkeitsspielen und Bastelangeboten war breit. In den Gruppen herrschte eine fröhliche Atmosphäre. Die Kinder konnten ihrem Entdeckergeist frönen, viel Neues aus dem Tag mitnehmen und die Senioren fühlten sich in ihre eigene Kindheit zurückversetzt.

Viel zu schnell war die Zeitreise schon beendet. Alle fanden sich wieder zu einem großen Kreis zusammen. Dort stellten dann vor allem die Kinder den anderen vor, was sie an dem Tag zusammen erlebt hatten und erzählten stolz von ihren Entdeckungen und Erlebnissen. Beschlossen wurde der Tag mit einem gemeinsamen Lied über das mögliche Gepäck einer Maus, die auf eine Zeitreise geht, bei dem die Vorschulkinder von ihren Erzieherinnen begleitet wurden. Alle waren sich einig, dass man unbedingt wieder neue Zeitreisen machen müsste zu den Dingen, die der Zahn der Zeit verändert. Die Gäste gingen um 12 Uhr nach Hause und wir räumten die Bibliothek auf. Es fand dann nach der Mittagspause eine Evaluationsrunde der einzelnen Arbeitsgruppen stand. Am Nachmittag gab es für uns eine Besichtigung des Kindergartens St. Anton in Bergrheinfeld. Frau Gibbens, die langjährige Leiterin wusste sehr fesselnd von ihrer Arbeit zu berichten. Nach dem Gemeinschaftsphoto, bei dem wir Schüler den Spielturm des Gartens eroberten und mit viel Spaß die Rutsche hinabsausen durften, gingen wir um 15 Uhr sehr zufrieden nach Hause. So macht Lernen Spaß!

Text und Bilder: Mirjam Kiesel (AII)

 

Informationsveranstaltung zu Auslandspraktika

Her Kaiser beim Vortrag.

Am Montag, den 05.03.2018, tauschten über 40 SchülerInnen der Klassen L 12, L 11, G 10 sowie der EuV 12 für zwei Schulstunden das Klassenzimmer gegen den Bio-Saal. Dort warteten zwei waschechte Landwirte, die im wahrsten Sinne des Wortes schon viel von der Welt gesehen haben. Zusammen mit Herrn Knall vom Deutschen Bauernverband stellten die beiden

nten Herr Kaiser und Herr Hoßmann ihren Aufenthalt in Amerika beziehungsweise Australien vor.

Herr Knall referierte zu Beginn über die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für ein Auslandspraktikum. Er erläuterte, wie die Schorlemer Stiftung des Deutschen Bauernverbandes potentielle Interessenten bei der Planung und Durchführung ihres Praktikums unterstützt. Gerade im Hinblick auf Visum, Auslandskrankenversicherung oder bei der Suche nach einem geeigneten Betrieb sei die Hilfe sehr wichtig. Besonders deutlich wurde, dass man auf jeden Fall früh genug mit der Planung beginnen sollte, da doch eine immense Vorarbeit von Nöten ist.

Anschließend folgten die Vorträge der ehemaligen Auslandspraktikanten, die beide selbst Schüler am BSZ waren: Herr Kaiser, der in den USA war und Herr Hoßmann, der von seinen Erfahrungen in Australien berichtete. Die Schülerinnen und Schüler folgten ihnen gebannt, vor allem als die für hiesige Verhältnisse unvorstellbare Entsorgung von Plastikmüll oder Jauche zur Sprache kam. Nichtsdestotrotz wurde durch die lebendigen Erzählungen der beiden bei einigen Schülerinnen und Schülern ein wenig das Fernweh geweckt; auch sie wollen in Zukunft fremde Kontinente bereisen um dort ihre eigenen, prägenden Eindrücke zu sammeln. Dank dieser Veranstaltung wissen wir jetzt, wo wir Unterstützung erhalten und wie wir vorgehen müssen.

Text: Maximilian Groenen, L 12
Bild: T. Weidner, OStR

BIT am BSZ war ein Erfolg

Der Fachbereich Kinderpflege stellt sich vor. Gespräch mit einer Lehrkraft Der Bereich Sozialpflege stellt sich vor.

Der Berufsinformationstag am Staatlichen BSZ Alfons Goppel Schweinfurt lockte am 03.02. viele Interessierte an die Schule. Wie jedes Jahr gab es auch 2018 die Möglichkeit, sich von 10.00 – 13.00 Uhr in aller Ruhe ein Bild von den verschiedenen Berufsbildern des Schulzentrums in der Geschwister-Scholl-Straße zu machen. Darüber hinaus gab es im Rahmen der Woche der Ausbildung vom 26.02. -02.03. zum ersten Mal das Angebot einer Anmeldung zu einem Schnuppertag an der Schule.

Eltern und ihre Kinder kamen dieses Jahr zahlreich, um sich über die Ausbildungsrichtungen der Berufsschule, (Bäcker und Bäckereifachverkauf, Körperpflege, Textil, Landwirtschaft und Gartenbau) und der Berufsfachschulen für Ernährung und Versorgung, Kinderpflege, Sozialpflege und Altenpflege zu informieren.

Die Besucher wurden bereits im Eingangsbereich freundlich durch Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler der Abteilung Kinderpflege empfangen und je nach Interesse an die entsprechende Stelle gewiesen. Wer wollte konnte auch dem Rundweg folgen und alle Ausbildungsrichtungen erkunden. Die Bäcker waren nicht zu verfehlen, da der Duft der gebackenen süßen und herzhaften Teilchen durch die Gänge zog, die gegen ein geringes Entgelt erworben werden konnten. Im Haarstudio in unmittelbarer Nähe waren die Friseure der Abteilung Körperpflege anzutreffen, die ihr Berufsbild in praktischer Umgebung visuell präsentierten. Wer sich im Untergeschoss noch weiter wagte, wurde mit leckeren Kuchen, Torten und Kaffeespezialitäten der BFS für Ernährung und Versorgung belohnt und konnte dabei einen Blick in die Großküche und die normalen Schulküchen werfen. Unter der Aufsicht der betreuenden Lehrkräfte verköstigten und bedienten engagierte Schülerinnen und Schüler die Gäste fachmännisch, die sich gerne zu einer Pause niederließen und die vielfältigen Eindrücke setzen ließen.

Als nächstes Berufsbild schloss sich die Textilabteilung an, welche die Chance nutzte und Wendejacken zu einem günstigen Preis unter die Leute brachte. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war in einer eigenen Halle vertreten und informierte über den Beruf des Landwirts. Im Schülercafé waren die beiden grünen Berufe der Schule anzutreffen. Die Landwirte und die Gärtner stellten ihre berufliche Tätigkeit anschaulich und farbenfroh dar. Wer sein Wissen vertiefen wollte, nahm noch an einem interaktiven Quiz teil und konnte sich über den Gewinn einer Primel freuen.

Die drei übrigen Berufsfachschulen waren um die Aula gruppiert, so dass nach dem Einblick in die Tätigkeiten eines Sozialbetreuers im Alten- und Behindertenbereich gleich die weiterführende Ausbildung zur Alten- oder Krankenpflegerin im Raum nebenan besichtigt werden konnte. Wer ein jüngeres Klientel bevorzugte, wurde in der Kinderpflege fündig und konnte sich mittels einer Präsentation und anwesender Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler beraten lassen.

Da sich in diesem Jahr die Heide-Schule aus Schwebheim mit ca. 80 Schülern, sieben Lehrkräften und 20 interessierten Eltern angemeldet hatte, gab es für diese Führungen durch das Haus, die etwas mehr als eine Stunde die Aufmerksamkeit der Jugendlichen forderte. Die Gruppen waren sehr konzentriert und diszipliniert, was am Ende mit Kuchen und Getränken belohnt wurde. Neben diesen Schülerinnen und Schülern kamen noch viele weitere Eltern mit ihren Kindern, die auch das Angebot eines Schnuppertags in der Woche der Ausbildung annahmen und ihre Kinder gleich in den jeweiligen Ausbildungsrichtungen anmeldeten.

Nach den Faschingsferien erleben die Jugendlichen somit einen Tag in ihrem Wunschberuf an der Berufs(fach)schule und erhalten dadurch weitere Einblicke und Hinweise zur Berufsfindung. Wir bedanken uns für das rege Interesse und wünschen den „Neuen“ viel Erfolg bei der Entscheidung für die eine oder andere Ausbildung.

Text: M. Heinelt, OStRin Bilder: R. Wagner, OStR und M. Heinelt, OStRin

Den Bericht der MainPost über den Berufsinformationstag finden Sie hier.

Interkulturelle Faschingsfeier

Die Schüler tanzen. Preisverleihung für das schönste Kostüm. Die Schüler tanzen.

Auch dieses Jahr hieß es wieder „BSZ Helau!“. Am Freitag, den 09.02.2018 fand unsere zweite interkulturelle Faschingsfeier am staatlichen beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel statt. Eröffnet wurde unsere diesjährige Feier durch die Begrüßung von Frau Hofmann, Herrn Wagner und der SMV. Die Aula war gefüllt von zahlreichen Schülerinnen und Schülern, die sich voller Vorfreude und Begeisterung in der geschmückten Aula zusammengefunden haben.

Die beiden Schülerinnen der Klasse K10 c sorgten als DJs für eine tolle Stimmung. Zu Beginn zogen alle mit einer Polonäse Blankenese durch die Aula. Für tänzerische Höhepunkte sorgten anschließend die bekannten Faschingsklassiker, wie zum Beispiel das Bobfahrerlied und der Ententanz. Auch syrische und afghanische Kreistänze bereicherten die Feier.

Die EuV 12, unter der Leitung von Frau Schreiner, zauberte uns mit Unterstützung weiterer Klassen ein sagenhaftes Buffet, an dem sich jeder kostenlos stärken konnte. Als neues Highlight wurde von der SMV eine Fotobox mit diversen Photobooth Accessoires angeboten, so konnte sich jeder mit seinem Kostüm fotografieren lassen.

Den Abschluss unserer Feier bildete die Preisverleihung für die besten Kostüme. Über ein kleines Präsent durften sich einige Personen freuen. Ein Schüler, der sich als Scheich verkleidete, zwei Schülerinnen, die mit ihrem Kostüm als Mario und Luigi an einen bekannten Spieleklassiker erinnerten. Auch unser Hausmeister, der sich als Dobby von Harry Potter verkleidete sowie eine als Hippie verkleidete Lehrerin freuten sich über die Auszeichnung.

Initiiert wurde die Faschingsfeier von der SMV (Jonas Kruse, Jody Göbel und Cyra Bachman) gemeinsam mit der Schülerbeauftragten Tina Hofmann und der Verbindungslehrerin Linda Freund, die sich bei allen für die tatkräftige Unterstützung und Mithilfe sowie Teilnahme ganz herzlich bedanken. Ein Dank gilt auch dem Förderverein für die finanzielle Unterstützung.

Text: Cyra Bachman (SMV) Bilder: OStR Tom Weidner

Projekt: Schulhausverschönerung in den Mädchentoiletten des 1. OG

Die Vorentwürfe werden für alle Seiten zugeschnitten. Vorentwurf auf Papier. Der Fliesenkleber wird aufgetragen.

In unserer diesjährigen Schulentwicklungskonferenz wurde im Qualitätszirkel „Schulhausgestaltung“ eine neue Idee zur Verschönerung der Mädchentoiletten im 1. OG ausgearbeitet.

Da die Toiletten nicht besonders einladend aussahen wurde angeregt, die Wände des Waschbereiches mit Mosaikfliesen zu verschönern. Hierzu wurde ein Projekt mit der Berufsintegrationsklasse BIK/Ha gestartet. Vorentwürfe auf Papier wurden angefertigt und dem Landratsamt zur Genehmigung vorgelegt. Nachdem es von dieser Seite , grünes Licht gab, konnten wir loslegen. Jeden Donnerstagmorgen wurden die Mädchentoiletten für zwei Stunden gesperrt, sodass auch die Jungen der Klasse BIK/Ha fleißig spachteln, kleben und verfugen konnten. Schritt für Schritt  nahm das Projekt Gestalt an und wir schafften es tatsächlich bis zum vorletzten Schultag dieser Klasse, das umlaufende Mosaikbild zu beenden.

Die Fliesen werden aufgebracht.. Die Fliesen werden verfugt. Gruppenbild: Jetzt sind wir endlich fertig!

Alle Schülerinnen und Schüler der Klasse waren mit großem Einsatz dabei und wir sind stolz, dass wir so ein wunderschönes Ergebnis erzielt haben. Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Verschönerung auch zu einem besseren Allgemeinzustand der Mädchentoiletten beitragen wird.

Text und Bilder: Dorothea Böttcher, Fachlehrerin und Klassenleiterin der BIK/Ha

Schulungsangebot zu ausländerrechtlichen Bedingungen der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt

Das Publikum lauscht gespannt.„Flucht, Asyl, Ausbildung und Arbeit“ sind als Themen des Ausländerrechts ständige Begleiter in der Flüchtlingsbeschulung und bestimmen die Integrationsarbeit von Lehrern, Sozialpädagogen und ehrenamtlichen Helfern maßgeblich.

Frau Sabine Reiter, Mitarbeiterin der „Tür an Tür Integrationsprojekte“ Augsburg entwickelt im Rahmen eines IvAF-Schulungsangebotes (Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen) am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel einen Überblick über die unterschiedlichen Aufenthaltsstatus für Flüchtlinge und die jeweiligen Zugänge zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt.

Die Referentin, eine ausgewiesene Expertin dieses Themenbereiches, gestaltet die Veranstaltung interaktiv, anhand von Fallbeispielen anschaulich und sehr kompetent.

Relevante Gesetzesänderungen für Schüler/innen mit Fluchthintergrund werden für den Übergang Schule/Beruf/Ausbildung ebenso aufgezeigt wie aufenthalts- und arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen.

Das große Interesse der teilnehmenden Lehrkräfte, Sozialpädagogen und ehrenamtlich Interessierten aus allen Schweinfurter Berufsschulen beweist die hohe Aktualität der Schulung.

 

 

 

 

Text und Bilder: StDin R. Wunram

Einblicke über Jil Sander und die „Heimtextil“- Eine Lehrfahrt der TH/TI 11 nach Frankfurt

Foto von Jil Sander in der Ausstellung. Schülerinnen in der Ausstellung. Messegebäude mit Schülerinnen von außen.

Das Schulleben macht zwar sehr viel Spaß, nichtsdestotrotz ist eine Lehrfahrt eine besondere und informative Abwechslung, weshalb wir, die Klasse TH/TI 11 am 09.01.2018 einen Abstecher nach Frankfurt am Main machten.

Dort besuchten wir zuerst die Jil Sander Ausstellung im Museum Angewandte Kunst. Purismus pur ist das Credo der Designerin. Bei Jil Sander stehen Mensch und Schnittführung im Vordergrund und werden nicht durch Opulenz oder viel Kitsch erdrückt. Sie hat mit ihrem Stil die Modewelt nachhaltig revolutioniert und es bis heute geschafft ihren Stil als Alleinstellungsmerkmal beizubehalten.

Der Fokus der Ausstellung lag auf dem handwerklichen Schaffen Sanders, was geradezu perfekt für uns Auszubildende im Textilbereich ist.

Wir waren natürlich nicht nur wegen Jil Sander in Frankfurt. Glücklicherweise fand Anfang Januar auch noch die Messe "Heimtextil" statt. Sie ist die größte internationale Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien und als erste Fachmesse des Jahres ein Stimmungs- und Trendbarometer für das neue Geschäftsjahr.  

Rund 3000 Aussteller aus 64 Nationen präsentieren alles rund um die Themen Interior Design und Interieur Trends. Ein Highlight war der Theme Park, in dem den Besuchern die neuesten Wohntrends der Saison 2018/19 vorgestellt wurden. Außerdem gab es eine Messehalle nur mit Unternehmen die Maschinen zum Bedrucken von Stoffen herstellen.

Wir waren vor allem von den Ausmaßen der Messe ziemlich überrascht und am Ende des Tages von allen Eindrücken überwältigt. Unser Fazit: Der Besuch der Ausstellung, als auch die Messe waren sehr sehenswert und informativ.  

Text: Felix Flechter TH11 und FLin Jessica Weis
Bilder: FLin Jessica Weis

Vorweihnachtliche Feier am 21.12.2017 - „Die Suche nach dem Stern“

Die Gäste verfolgen aufmerksam die Weihnachtsfeier. Eine Schulklasse spielt auf Instrumenten. Ein Schüler schaut durch ein Fernglas.

Mit dem Motto „Die Suche nach dem Stern“ unserer diesjährigen vorweihnachtlichen Feier stimmten wir uns in der Aula auf Weihnachten ein. Die Vertreterinnen der SMV, Jody Göbel (K11b) und Denise Boariu (K11b), begrüßten alle Ehrengäste sowie die ganze Schulfamilie, die zusammen mit dem 1. Schülersprecher Jonas Kruse (S11b) durch das Rahmenprogramm führten. Sie luden uns ein, mit auf „Sternensuche“ zu gehen. Denn schon damals, vor 2000 Jahren, haben sich die Sternsucher aus dem Osten auf eine weite Reise gemacht, um einen ganz besonderen Stern zu suchen, den sie dann in Bethlehem, beim ersten Weihnachten, gefunden haben. Wir alle sind auf der Suche nach Sternen. Das kann die Suche nach einem bestimmten Ziel, die Suche nach einem Beruf der zu uns passt oder die Suche nach Erfolg, Glück oder einfach nach einem Freund oder einer Freundin sein. Oder auch die Suche nach einer Zukunftsperspektive, die sich so nah oder so fern anfühlen kann wie ein Stern. Auch Herr Schöler, unser Schulleiter, brachte uns in seiner Rede die Sternensuche näher. Er machte darauf aufmerksam, dass es bei der Suche nach den Sternen nicht um die massereichen, selbstleuchtenden Himmelskörper geht, die unerreichbar am Himmel strahlen, sondern vielmehr darum, dass Sterne als Symbol für geheime Sehnsüchte und Glück stehen. So wie in einer Kinder-Geschichte von Carolin Jelden: Für das Glück auf der Erde steht der abgestürzte Stern, den Jolana sucht, wie wir das alle häufig tun. Aber wie sehen sie aus, die Sterne des Glücks? Laut einer Umfrage bezeichneten die meisten Menschen es als Glück(sstern) zu lieben und geliebt zu werden. Allen Personen mit dem Herz von wahren Sternensuchern offenbaren sich die guten Kräfte von Sternen. Sie erkennen, dass Verständnis füreinander, gegenseitige Unterstützung, Aufeinander zugehen, gegenseitige Wertschätzung in unseren Mitmenschen Gefühle der Wärme, Geborgenheit, Sicherheit und Heimatgefühl fördern oder auslösen. Deshalb wünschte uns Herr Schöler die Fähigkeiten von wahren Sternensuchern, damit alle Menschen mit unserer Hilfe ihren persönlichen Stern finden. Ein Highlight unserer Feier war die Performance der Theatergruppe mit der K 10a Gruppe 1. Viele der Schülerinnen und Schüler haben sich in den Wochen vor der vorweihnachtlichen Feier schon Gedanken zum Thema „Die Suche nach dem Stern“ gemacht und sich folgende Fragen gestellt: „Sterne“ - Was bedeuten sie für mich?“, „Die Suche - Was ist für mich ein Stern, für den ich aufbrechen würde?“, „Sterne – Was sind besondere Sterne?“ In ihrer selbst entwickelten Performance gaben sie uns Antworten auf diese Fragen und verzauberten das Publikum. Ein weiterer Höhepunkt war die Präsentation des Filmes „Vielleicht“ unserer erfolgreichen Filmgruppe. Dieser handelt von drei jungen Männern, für die unsere Schule eine Station auf der Suche nach ihrem Stern ist. Die „Sternensuche“ bedeutet für viele Menschen die Suche nach Heimat. In den letzten Jahren haben wir das auch in Deutschland mitbekommen. Denn Menschen, die eine neue Heimat suchen müssen, sind auch hier angekommen. Hier in Schweinfurt und auch hier in unserer Schule. Die nachhaltige Wirkung des Filminhaltes konnte man an der Stille und der Aufmerksamkeit der Zuschauerinnen und Zuschauer in der Aula erkennen. Musikalisch wunderschön umrahmt wurde die Feier von Instrumental-, Gesang- und Musikstücken der Musiklehrerinnen, der BIK-Ha, der Schulband sowie des Schulchors. Das Abschlusslied „Stern über Bethlehem“, bei dem alle mitsangen und -klatschten, rundete die gelungene und tolle vorweihnachtliche Feier ab. Ein herzliches Dankeschön geht an die Lehrkräfte Frau Otter und Frau Hofmann für die gelungene Planung, Organisation und Umsetzung, an Frau Burkert, Frau Döhler und Frau Thurn für die musikalische Umrahmung und Begleitung der Feier sowie allen weiteren Mitwirkenden.

Text: Tina Hofmann
Bilder: Thomas Weidner

Lehrfahrt nach Einbeck zur Saatgutfirma KWS

Führung durch das Saatgutlager. Stadtführung.

Am Dienstag, den 12. Dezember 2018, fuhren wir, die Klasse L12, um 8.30 Uhr in Schweinfurt Richtung Einbeck los. Nachdem wir kurz hinter Oberthulba noch zwei Mitschüler eingesammelt hatten, kamen wir trotz unseres zuverlässigen Fahrers aufgrund eines kleinen Staus etwas verspätet bei der Firma KWS an. Dort wurden wir vom Berater Wolfgang Ritter sehr nett begrüßt und zu einem leckeren Mittagessen eingeladen.

Danach begann unser eigentliches Programm. Zuerst wurde uns die Firma KWS, die es schon seit 1856 gibt, von Herrn Gellermann vorgestellt. Der ursprüngliche Firmensitz des Saatgutherstellers war in Klein Wanzleben, in Sachsen-Anhalt. Daher auch der Name KWS: Klein Wanzlebener Saatzucht. Seit 1945 hat sie ihren Sitz in Einbeck.

Den größten Umsatz macht die Firma in Europa und Nordamerika. Jährlich gibt es ungefähr 400 Zulassungen für neue Sorten (hauptsächlich Getreide, Mais und Zuckerrüben). Das Unternehmen hat insgesamt 4900 Mitarbeiter, in Deutschland sind es etwa 2000, auch viele Landwirte.

Nachfolgend erklärte uns Herr Ritter genauer, wie die Saatgutgewinnung von Mais funktioniert. Bei der Vermehrung werden zwei unterschiedliche Linien Basissaatgut (Zahnmais für Ertrag und Hartmais für Kältetoleranz) zeitlich versetzt in Reihen gesät, und zwar im Verhältnis 4:2:1. Dabei sind die ersten vier Reihen Mutter- und die letzten drei Reihen Vaterpflanzen. Der zeitliche versetzte Saatzeitpunkt sorgt für unterschiedliche Blühzeiträume bei den Vaterpflanzen. Dadurch wird die vollständige Befruchtung der Mutterpflanzen gewährleistet. Bei den Mutterpflanzen muss die Fahne, das männliche Blütenorgan, entfernt werden, damit keine Selbstbefruchtung stattfinden kann. Die Fahnen werden maschinell abgeschnitten. In sechs bis zehn Arbeitsgängen wird per Hand nachgearbeitet, um nicht erfasste oder sich später entwickelnde Blütenorgane sicher zu beseitigen. Nach der Fruchtbildung werden die Kolben der Mutterpflanzen geerntet, wenn sie noch feucht sind. Dadurch ist gewährleistet, dass die Körner fest am Kolben sitzen und die Ernte möglichst unbeschadet überstehen. Dann wird der Kolben entliescht, d.h. die äußeren Blätter um den Kolben entfernt, und bei 38°C getrocknet. Die Körner können darauf abgerebelt werden. Diese werden dann kalibriert, d.h. nach Größe sortiert. Es gibt zwei Größenklassen: S (small) und B (big). Nach diesen wird das Saatgut sortiert. Danach wird es mit Insektiziden und TMTD gebeizt, bevor es abgesackt, palettiert und an die Fachhändler geliefert wird. Dabei unterliegt das Saatgut einer ständigen Qualitätssicherung und Kontrolle.

Kälteschockraum hinter Glas. Bio-Technikum: Visualisierung der Herstellung von Hybrid-Saatgut. Fahrsimulator im PS-Speicher.

Der nächste Programmpunkt war eine Führung über das Betriebsgelände und insbesondere durch das Gewächshaus. Eine junge bio-technische Laborantin zeigte uns dort die verschiedenen Stationen der Zuckerrübensaatgutproduktion. Auf dem Areal gibt es Büros, ein Bio-Technikum, Forschungs- und Entwicklungsgebäude sowie ein Haus für Marketing und den Vertrieb.

Bei der Saatgutgewinnung von Zuckerrüben wird die Pflanze zunächst durch die Entfernung der Staubbeutel „kastriert“. Dann wird sie durch einen Kältereiz zum Schossen und damit zur Samenbildung angeregt. Ist diese abgeschlossen kann das Saatgut geerntet werden. Da der Zuckerrübensamen sehr unregelmäßig geformt ist, wird er nach Reinigung und Aufbereitung (Polieren) in die Form einer Pille gebracht. Dafür wird als erstes eine fungizide Schicht aufgebracht, dann eine Hüllmasse, nochmals eine insektizide und fungizide Schicht und zum Schluss die Pigmentschicht in der für die KWS typischen orangen Farbe, die auch als Schutz gegen Abrieb der Pflanzenschutzmittel fungiert. Diese Pillen sind alle monogerm, das bedeutet, aus einer Pille entsteht genau eine Pflanze. Besonders interessant war dann die Abpackanlage des Zuckerrübensaatgutes, wo die Führung über das Gelände endete.

Nach dem Einchecken im Hotel ging es gleich weiter zum Abendessen in eine Pizzeria. Zurück in unserer Unterkunft saßen wir noch ein bisschen zusammen und konnten so Herrn Ritter noch weitere Fragen stellen.

Nach dem Frühstück am nächsten Tag hatten wir eine Stadtführung. Einbeck ist eine sehr hübsche Stadt, die von einer jahrhundertealten Bierbrautradition geprägt ist. Die Innenstadt besitzt im Kern einige Straßenzüge, die nur aus Fachwerkhäusern des späten Mittelalters bestehen, reich verziert und bunt bemalt sind. Die Führung endete direkt am PS-Speicher. Das ist ein Museum mit einer großen Sammlung von hauptsächlich Zweirädern und anderen Fahrzeugen. Von der Entstehung des Fahrrads bis hin zum modernen Motorrad, einem Nachbau des ersten Automobiles von Carl Benz aus dem Jahr 1886 war unheimlich viel zu bestaunen. Außerdem ist die Ausstellung sehr schön und interaktiv gestaltet.

Insgesamt war es eine sehr gelungene Lehrfahrt, zwei schöne und informative Tage, mit denen alle sehr zufrieden waren. Besonderer Dank nochmal an Herrn Ritter und die Firma KWS, die uns eingeladen haben, so dass für uns nur die Kosten für den Bustransfer entstanden sind.


Text: Paula Opel (L12)
Bilder: Julian Schaub (L12), OStR T. Weidner

Bericht zum Klassensprecherausflug am 07.12.2017

Die Klassensprecher stehen vor dem Bamberger Dom. Ein schön geschmückter Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Die Schüler schauen sich auf dem Weihnachtsmarkt um.

Der Ausflug der Klassensprecherinnen und Klassensprecher am 07.12.2017 begann um 8.30 Uhr am Schweinfurter Hauptbahnhof. Von dort aus ging es mit dem Zug nach Bamberg. Das kalte Winterwetter änderte nichts an der guten Laune, die bis zum Ende des Ausflugs anhielt. In Bamberg angekommen, machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bamberger Dom, der auf einem der vielen Hügel der Stadt liegt. Einen kurzen Halt machten wir auf der Unteren Brücke, auf der wir einen Blick auf das Alte Rathaus und ins sogenannte Klein Venedig werfen konnten und außerdem die warmen Sonnenstrahlen genossen. Als wir dann am Dom ankamen, waren wir von der Größe des Gebäudes ganz schön überwältigt. Auch im Inneren gab es viel zu bestaunen, z.B. das Papstgrab, die Krypta, den mächtigen Altar sowie die Deckenmalerei. Trotz vieler Touristen herrschte eine andächtige Stimmung. Ein Teil der Gruppe besichtigte zusätzlich die alte Hofhaltung, die direkt neben dem Dom liegt. Danach gingen wir zusammen zum Weihnachtsmarkt im Zentrum der Stadt. Dort schlenderten wir durch die kleinen Gassen und bestaunten die verschiedenen Angebote von leckeren Süßigkeiten bis hin zu duftenden Kerzen. Anschließend hatten wir noch etwas Zeit zum Bummeln sowie die Stadt zu erkunden. Nach diesem ereignisreichen Tag in Bamberg kamen wir wieder gut in Schweinfurt an. Es hat uns allen gut gefallen und war ein toller Ausflug. Vielen Dank an Frau Freund und Frau Hofmann sowie den Förderverein BSZ Alfons Goppel Schweinfurt e.V.

Text: Jonas Kruse
Bilder: StRin Linda Freund

Der Nikolaus kommt...

Nikolaus, Knecht Ruprecht und Engel stellen sich vor. Die Schüler freuen sich. Der Nikolaus verteilt Süßigkeiten.

Auch dieses Jahr gingen wir, die SMV, verkleidet als Nikolaus (Jody Göbel), Engel (Cyra Bachman) und Knecht Ruprecht (Jonas Kruse) am 06.12.2017, dem Nikolaustag durch die Klassen und verteilten kleine Präsente. Als die Schülerinnen und Schüler das Klopfen und Stampfen des Nikolauses und das leise Glöckchen des Engels hörten, konnte man ihnen die Freude schon ansehen. Die Klassen, die ein Lied vorsangen oder ein Gedicht aufsagten, winkte eine süße Belohnung in Form von Schokoladennikoläusen. Die Schülerinnen und Schüler legten sich deshalb mächtig ins Zeug: Wie schon im vergangenen Jahr durften wir wieder viele verschiedene Lieder und Gedichte in unterschiedlichen Sprachen hören. Dies sorgte auch dieses Jahr wieder für eine Menge Spaß. Wir danken allen Schülerinnen und Schülern sowie allen Lehrkräften, die wieder mit viel Begeisterung und Freude mitgemacht haben. Ein Dank geht auch an den Förderverein, der uns die Schokoladennikoläuse spendiert hat.

Text: Cyra Bachman (3. Schülersprecherin)
Fotos: StRin Linda Freund

Was ist gesundes Essen? - Die EuV 12 besucht verschiedene Hofläden und lernt den naturnahen Anbau kennen

Schüler im Laden. Herr Schreyer spricht vor den Schülern im Laden. Frau Stock erklärt die Vermarktung von Eiern.

Gesunde und frische Lebensmittel zu erzeugen ist Direktvermarktern ein Herzensanliegen. Landwirte, die ihre Produkte ab Hof verkaufen, tun dies mit großem Engagement und mit Leidenschaft. Davon konnte sich die Klasse EuV 12 beim Besuch dreier Hofläden im Landkreis überzeugen. Die Führungen in den landwirtschaftlichen Betrieben in Schnackenwerth (Ovum & Ei), in Vasbühl (Jakobushof) und in Obbach (Schlossgut Obbach) ermöglichten einen Einblick in die Betriebsphilosophie und das ökologische Engagement der Betriebe. Frau Stock, Herr Schulz und Herr Schreyer, die jeweiligen Betriebsleiter, erläuterten ausführlich Arbeitsabläufe am Hof und informierten umfassend über die Erzeugung z. B. von Bio – Gemüse, welches letztendlich auch von den Schülern der EuV 12 in der Großküche unserer Schule verarbeitet wird.

Text und Fotos: R. Wunram (28. 11. 2017)

Aktion mit Herz – gemeinsame Backaktion für einen guten Zweck

Schülerinnen beim Teig formen. Gruppenbild in der Küche vor den fertigen Plätzchen. Schüler zeigt zwei Bleche mit Plätzchen.

Köstlich duftende, verführerisch aussehende Plätzchen, gerollt, gespritzt oder ausgestochen, entstanden durch die fleißige Mithilfe vieler engagierter Schüler.
Es bedurfte keiner Überredungskunst, um die Klassen EuV 12 und BIK/Vc für eine Plätzchenback-Aktion zu motivieren, die einem guten Zweck dient.

Das Plätzchensortiment wurde dem Evangelischen Frauenbund Schweinfurt zur Verfügung gestellt und wird – für die Unterstützung sozialer Projekte - am Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz Schweinfurt verkauft.

Damit die Berufsintegrationsschüler gut mit der Zubereitung der Rezepte zurechtkamen, bereiteten die SchülerInnen der Fachklasse die Rezepte mit Bildanleitungen vor.

Was beide Schülergruppen verbindet, zeigte sich rasch: Die Freude an der gemeinsamen Arbeit, das Kennenlernen und Umsetzen der deutschen Weihnachtsbacktradition und der Stolz über ein gelungenes Backprojekt.

Das Ergebnis, von den kritischen aber wohlwollenden Augen der Stellvertretenden Schulleiterin Frau Burkard-Rudolph beurteilt, konnte sich sehen lassen.

Frau Kaiser, Mitglied des Evangelischen Frauenbundes, nahm die Plätzchenpräsente entgegen und übermittelte den ausdrücklichen Dank der Vorsitzenden Frau Heike Gröner.

Text und Bilder: StDin R. Wunram

„Besuch des geschichtsträchtigen Dorfes Geldersheim“ - Gesellschaftliche Veranstaltung für die Mitglieder des Fördervereins Alfons Goppel

Übergabe eines Geschenkes.

Gruppenbild.

Übergabe eines Geschenkes.

Es war nicht einfach, für diese Veranstaltung einen Termin zu finden. Mussten doch vier wichtige Personen zur gleichen Zeit Termine offen haben: die erste Vorsitzende unseres Vereines, Frau Edeltraut Baumgartl, die auch erste Bürgermeisterin des Marktes Werneck ist, der erste Bürgermeister der Gemeinde Geldersheim, der die Begrüßung vornahm, der Schulleiter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Alfons Goppel, Herr Rainer Schöler, der einen geeigneten Tag suchen musste, damit die dem Verein zugehörigen aktiven Lehrer teilnehmen konnten und nicht zuletzt die zertifizierte Dorfführerin Renate Zeisner.

So war dann nach der Suche Anfang September endlich ein gemeinsamer Termin gefunden: Mittwoch, 15. November 2017, Treffpunkt Marktplatz Geldersheim. Bei trübem, jedoch trockenem Wetter fanden sich schließlich 17 Vereinsmitglieder ein (drei angemeldete Personen waren verhindert). Pünktlich um 16:00 Uhr hieß uns Bürgermeister Oliver Brust in seiner Gemeinde herzlich willkommen und gab einen kurzen Überblick über die Einwohnerzahl, die Asylbewerber, die im Dorf kaum auszumachen sind (weil in den vormals amerikanischen Kasernen untergebracht), die Aktivitäten der Gemeinde und der Vereine, die nicht zuletzt dazu geführt haben, dass Geldersheim bei Wettbewerben auf Bezirks-, Kreis- und Landesebene dreimal „Golddorf“ wurde und auf Bundesebene die Silbermedaille bekam.

Danach übernahm Frau Renate Zeisner die Führung. Die erste Station war die nahe gelegene, gut geheizte katholische Kirche St. Nikolaus, in der man den anschaulichen Erklärungen der Dorfführerin lauschen konnte. Nach genau 20 Minuten wechselten wir den Ort und nahmen Platz in der Frühmesskapelle nebenan, die unseren evangelischen Christen als Gotteshaus dient. Auch hier gab es Interessantes zu hören. Anschließend war der Rundgang in der Gadenanlage, die beide Kirchen und die Gemeindeverwaltung umschließt. Im Rahmen der Dorferneuerung wurde die dem Verfall preisgegebene Anlage sehr schön wieder hergerichtet, teils von den privaten Eigentümern, teils von der Gemeinde, die einzelne Anwesen erworben hat. Den Abschluss des Rundgangs und der Führung bildete der freie Eintritt in das kleine Museum, das viele Funde aus der Geldersheimer Flur beherbergt, die in schmucken Vitrinen besichtigt werden können. Leider fehlte die Zeit für einen Gang durch das Dorf, das noch sehr viel Sehenswertes aufzuweisen hat.

Zum Abschluss bedankte sich Frau Baumgartl bei Frau Zeisner für die fachkundige Führung mit einem kleinen Geschenk. Die Teilnehmer ließen die Veranstaltung schließlich im Gasthaus „Fränkischer Hof“ bei Essen und Trinken gemütlich ausklingen. Ende des – nach einhelliger Meinung – schönen und gelungenen Nachmittages war etwa 20:00 Uhr.

Text: Elfi Klement, Fördervereinsmitglied und ehemalige Kollegin am BSZ
Bilder: Renate Zeisner, StRin Linda Freund

Agritechnica – Ein großes Erlebnis für alle Landwirte

Agritechnica von oben. Mähdrescher mit riesiger Arbeitsbreite.

Wie alle zwei Jahre traf sich auch in diesem Jahr die Welt der Landtechnik zur Agritechnica in Hannover. Dort wurden die Neuheiten rund um den Ackerbau von zirka 2800 Ausstellern aus 53 Ländern präsentiert.

Zu den 450.000 Menschen, die in diesem Jahr die Ausstellung besuchten, gehörten natürlich auch wir, die drei Landwirtschaftsklassen des BSZ Alfons Goppel.

Herr Weidner im Fachgespräch.

Am 14.11.2017 machten wir uns schon am frühen Morgen mit dem Bus auf dem Weg nach Hannover. Nach einer kurzen Pause an einem Rastplatz ging es weiter auf den dicht befahrenen Straßen. Nachdem der Bus auf dem Messegelände seinen Parkplatz gefunden und wir das Getümmel im Eingangsbereich überstanden hatten, ging es auch schon los mit dem Staunen.

Auf der landwirtschaftlichen Fachmesse zeigten viele Aussteller ihre neu entwickelten Systeme und Maschinen zum allerersten Mal live. Außerdem gab es sehr viele Fachvorträge wie zum Beispiel: „No risk, no farm – Verantwortung übernehmen auf dem eigenen Betrieb“ oder „Die neue Düngerverordnung“. Hier konnten wir sehr viele wissenswerte Informationen gewinnen. Ein weiteres großes Highlight war der „StalkBuster“ der Firma Kemper. Mit dieser Neuentwicklung ist es erstmals möglich die Maisstoppeln, in denen die Raupe des Maiszünslers überwintern kann, vollständig zu zerstören. So möchte man ein Absterben des Schädlings erreichen, um die Qualität des Maises im Folgejahr stabil zu halten bzw. wieder zu erhöhen. Diese Erfindung wurde mit der Goldmedaille des Innovation-Awards der Agritechnica ausgezeichnet.

Ein weiteres großes Thema war der Pflanzenschutz. Hierbei wurden viele verbesserte oder gar komplett neue Techniken der Elektronik und Sensoren vorgestellt und demonstriert. So ist es immer besser und genauer möglich Pflanzenschutzmittel exakt dosiert und teilflächenspezifisch auszubringen.

Nachdem wir um einiges reicher an Fachinformationen waren, ging es gegen 19:00 Uhr wieder los in Richtung Bayern. Auf der Rückfahrt wurden noch einige Eindrücke zwischen den Schülern ausgetauscht. Gegen 23:00 Uhr trafen wir, die erschöpften aber auch rundum zufriedenen Schüler und Lehrer, wieder in Schweinfurt ein.

Text: Stefanie Ascherl, BGJ
Bilder: Maximilian Groenen, L 12 , Carsten Schneider (privater Lehrfahrtteilnehmer)

Besuch des BGJs auf Schloss Gut Obbach

Herr Schreyer erklärt den Baufortschritt zum neuen Getreidelage.

Am 08.11.2017, um 8:30 Uhr morgens, trafen wir uns nicht wie gewohnt im Klassenzimmer, sondern am Schloss Gut Obbach. Denn heute wollten wir das Anwesen gemeinsam mit unseren Lehrern Herrn Weidner, Herrn Götz und Herrn Trost besichtigen. Pünktlich begrüßte uns Herr Bernhard Schreyer, Betriebsleiter des Gutes, und führte uns in ein kleines, als Schulungsraum, umgebautes Gebäude.

Dort bekamen wir eine ausführliche Präsentation über Zahlen und Fakten zur ökologischen Landwirtschaft von Herrn Veller, einem Vertreter der FIBL, der extra für uns aus Frankfurt angereist war. FIBL steht für Forschungsinstitut für biologischen Landbau, eine Organisation, die sich der Förderung des ökologischen Landbaus verschrieben hat. 

Anschließend wurde das Thema von Herrn Schreyer anhand des eigenen Betriebes vertieft. Dort werden 245 ha Ackerland, 11 ha Grünland mit Streuobst und 15 ha Wald mit nur 3 Arbeitskräften bewirtschaftet. Durch die geringe Entfernung nach Schweinfurt (nur 10 km) hat Obbach eine relativ zentrale Lage und somit eine gute Vermarktungsmöglichkeit für die Ernteprodukte, die zusätzlich auch über den hofeigenen Dorfladen verkauft werden.

Nach den beiden Vorträgen zogen wir unsere Jacken und Mützen wieder an, um uns für die nun anstehende Betriebsführung nach draußen zu begeben. Beim Rundgang über den Hof ging Herr Schreyer auch auf dessen bauliche Entwicklung in Zusammenhang mit seiner Geschichte ein. Stolz zeigte er uns die selbst erzeugten Bio-Kartoffeln, die in separaten Garagen in speziellen Kisten gelagert werden. Aktuell erinnert das Gelände eher an eine Großbaustelle, da eine zweite Hallenanlage mit Gosse und Silos gebaut wird, um mehr Getreide einlagern, reinigen und verkaufen zu können.

Mit Abschluss der Führung über das Betriebsgelände, begann ein Felderrundgang. Als erstes begutachteten wir einen Kleegrasschlag und diskutierten kurz über die Abfuhr der Silage und über die richtige Fruchtfolge, einem außerordentlich wichtigen Thema in der ökologischen Landwirtschaft. Danach gingen wir weiter zu einem frisch gesäten Weizenfeld. Dort konnten wir sehen, dass trotz „Bio“ nicht viel Unkraut auf dem Feldstück vorhanden ist. Und sollte es doch einmal durchdringen wird der Acker mit dem Striegel bearbeitet und das Unkraut so bekämpft.

Die Begutachtung der Flur fand an der Maschinenhalle des Gutes ihr Ende. Dort stellte uns Herr Schreyer die verschiedenen Maschinen vor, die zur Bodenbearbeitung  und Unkrautbekämpfung zum Einsatz kommen. Während der Erläuterungen stieß Herrn Schreyers Frau zu uns. Als alle Unklarheiten geklärt waren erläuterte Frau Schreyer ihren Aufgabenbereich im Gut Obbach. Sie ist zuständig für die Streuobstanlage auf der Aprikosen angebaut werden, was für unsere Gegend aufgrund der Winter doch relativ ungewöhnlich ist. Die Erklärungen über das Streuobst waren sehr ausführlich und auch interessant. Hier zeigte sich, dass auch „Bio“ nicht immer ohne „Spritzen“ auskommt: Um vor allem während der Blüte Pilzinfektionen zu verhindern, ist die Anwendung einer Kupfersulfatlösung kaum zu  vermeiden. Allerdings wird in der ökologischen Landwirtschaft wesentlich strenger reguliert und es kommen keine chemisch-synthetischen Mittel zum Einsatz.

Zurück am Gut Obbach bekamen wir noch einen Einblick in den hofeigenen Dorfladen, in dem es keine Bedienung oder Arbeitskraft gibt. Es läuft alles über Vertrauensbasis zu den Käufern. Jeder nimmt sich seine Waren selbst, wiegt ab und zahlt in eine offene Kasse. Wir fragten uns, und Herrn Schreyer, ob das nicht zu riskant sei. Der Betriebsleiter erwiderte ohne Umschweife, dass es noch nie zu größeren Diebstählen oder Ähnlichem gekommen sei und das Geschäft tadellos laufe.

Am Ende bedankten sich die drei Lehrkräfte zusammen mit den Schülern für den ausführlichen Rundgang und informativem Tag am Gut Obbach bei Herrn Schreyer, seiner Frau Petra Sandjohann und Herrn Veller. Auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank.

Text: Julian Göbel, BGL
Bild: Carsten Veller, FIBl

Jufinale Unterfranken 2017 - Lebendiger Austausch und Anerkennung für die Filmgruppe

Gruppenbild der Sieger bei der Preisverleihung. Bild der Sieger mit Urkunde vor dem Kino.

Die Filmgruppe hat in den Herbstferien mit ihrem Film „Vielleicht“ am Wettbewerb der Jufinale Unterfranken in Aschaffenburg teilgenommen. Jugendliche Filmemacher aus Unterfranken und dem französischen Partnerbezirk Calvados präsentierten und diskutierten im Kino „Casino“ ihre Filme, besuchten gemeinsam Workshops und tauschten sich aus.

Die Mitglieder der Filmgruppe hatten bereits im Vorjahr mit einer Produktion am Filmfest in Frankreich teilgenommen und trafen jetzt zum Teil „alte“ deutsche und französische Bekannte, knüpften aber auch viele neue Kontakte.

Seit Jahrzehnten wird mit diesem Festival ein europäischer Austausch ermöglicht. Es gebe gar nicht „die Deutschen“ und „die Franzosen“ äußerten die Jugendlichen bei der Eröffnungsveranstaltung -  eine Erkenntnis, die man bei diesem Festival mal eben so nebenher mit bekommt. Und es blieb auch nicht bei Deutschen und Franzosen. Junge Menschen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern weit über Europa hinaus und mit den verschiedensten Lebensgeschichten zeigten sehr mutig und offen ihre Gedanken und Gefühle durch ihre Filme und in den Gesprächen. Bei den Filmbeiträgen halfen neben den bewegten Bildern auch Untertitel für die Verständigung, im direkten Gespräch wurden Englisch, Hände und Füße eingesetzt.

Syrische Jugendliche erzählten in ihrem Film von traumatischen Kriegserfahrungen, jungen Mädchen aus St. Ludwig war es ein Anliegen in einer Dokumentation zu zeigen wie es ist, mit dem Etikett „Heimkind“ behaftet zu sein. Dies sind nur Beispiele für viele Lebenswelten, die sich hier begegneten.

Die Jury fand, dass unsere Filmgruppe mit ihrem Film „Vielleicht“ ebenfalls einen wichtigen Beitrag zu diesem Filmfestival beigetragen hat. Es sei „ein Heimatfilm der anderen Art“ der gezeigt werden müsse. „Weil wir den Protagonisten nahe kommen, weil wir mit ihnen fühlen. Und weil wir beginnen zu begreifen, wie sich einer fühlt, der nur vielleicht hier bei uns bleiben und eine Heimat bekommen darf. Obwohl in seiner eigentlichen Heimat vielleicht sein Leben in höchster Gefahr ist“, so die Jury in ihrer Laudation und ergänzt, die Geschichte der Menschen in diesem Film müsse erzählt werden.

Und die Geschichte wird weiter erzählt werden dürfen. Dafür hat die Jury gesorgt.

Der Film erhielt den Sonderpreis „Heimat“ und wurde für das Bayerische Kinder- und Jugendfilmfestival 2018 nominiert. Wir freuen uns sehr.

Text und Bilder: FOLin Sabine Otter

Und hier noch die Laudatio der Jury.

Das Apfelprojekt wird volljährig - #HappyAppleDay

Schülerinnen der EuV 12 im Apfelverkaufsstand. Spendenübergabe an der Abschlussfeier 2016/2017; es werden übergroße Apfelplakate mit der audgedruckten Spendensumme überreicht..

Endlich ist es soweit, unser Apfelprojekt wird 18 Jahre alt! Mit diesem Projekt unterstützen wir Frank Weber in Bolivien, Pfarrer César im Kongo und Johannes Königer in Indien. Hierzu werden leckere und gesunde Äpfel aus der Region eingekauft und an der Schule verkauft. Ein Bioapfel kostet 0,50 €, ein ganzes Kilo Bioäpfel kostet 3,50 €. Ein herkömmlicher Apfel wird für 0,40 € und ein Kilo für 2,50 € verkauft. Der Gewinn geht eins zu eins in unsere drei Spendenprojekte. Öffnungs- und Verkaufszeiten des Apfelstandes sind von Montag bis Freitag von 9:25-9:45 Uhr in der Frühstückspause. Beim Pausenverkauf sind unsere Äpfel auch erhältlich.

Die Eröffnung des Apfelprojektes war am 23.10.2017, voraussichtliches Ende ist der 09.02.2018.

Wie jedes Jahr startet auch dieses Mal wieder der Run auf die heißbegehrte Apfelparty. Um diese zu gewinnen, müssen die Klassen besonders häufig am Apfelstand Äpfel verkaufen. Anreiz für viele Verkaufstage ist die Aussicht auf besonders leckeren, selbstgebackenen Apfelkuchen, Waffeln und Apfeltee.

Der von uns erfundene fränkische Leitspruch lautet dabei: „A Apfel vom BSZ ist schee und tut dir deim Geldbeutel nicht weh.“.  Ein Sprichwort besagt, one apple a day, keeps the doctor away. Wir wünschen uns in diesem Schuljahr 2017/2018 einen gelungenen, gewinnbringenden Verkauf und noch viele weitere erfolgreiche  Jahre des Apfelprojektes.

Text: OStRin K.Pohl
Bilder: OStRin K.Pohl, OStR T. Weidner

Der Weimarer Kultur-Express... was für ein Theater!

Szene aus dem Stück: beiden Schauspielerinnen schauen, sichtlich genervt vom anderen, in die entgegengesetzte Richtung. Nach dem Stück stellen sich die beiden Schauspielerinnen Fragen aus dem Publikum.

Schon zum achten Mal war der Weimarer Kulturexpress am 19. Oktober 2017 zu Besuch an unserer Schule. Dieses Mal mit dem hochaktuellen Stück „Mobbing - wenn Ausgrenzung einsam macht!"

Im Auftrag der Schulleitung begrüßte Albert Ridder, der die Aufführung des Stückes organisiert hatte, die anwesenden Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch die beiden Hauptdarstellerinnen Andrea Feuchtenberger und Sonja Martens und wünschte einen guten Verlauf.

Mit einer beeindruckenden schauspielerischen Leistung gelang es den beiden jungen Schauspieler-innen über 300 Schülerinnen und Schüler eine gute Stunde lang zu fesseln und mit hineinzunehmen in die höchstaktuelle Thematik. In dem anschließenden Gespräch zwischen Zuhörern und Darstellern ging es darum die Möglichkeit auszuloten, wie einem Mobbinopfer geholfen werden kann, bzw. wie man es unterstützen könnte.  „Gerade für junge Menschen ist es wichtig, sich mit der Vielfältigkeit des Themas Mobbing  auseinander zu setzen!" - so fasste ein Schüler seinen Eindruck von dieser Aufführung zusammen. Eine Schülerin sagte: „Dieses Theaterstück hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir bei diesem Thema nicht wegschauen dürfen!"

In seinen abschließenden Dankesworten an die Adresse der Schülerschaft und der Schauspielerinnen führte Herr Ridder aus, dass auch eine solche Aufführung eine Möglichkeit der Prävention sein könne. Wenn erreicht wurde, alle für das Thema Mobbing in seinen vielen Facetten zu sensibilisieren, könne evtl. allein schon dadurch der eine oder andere Fall von Mobbing unterbunden werden.

Text: StD A. Ridder, Fachbereichsleiter Deutsch und Religion
Bilder: OStR T. Weidner

 

Beschreibung des Stückes „Mobbing":

Ein neues Schuljahr beginnt. Eine neue Klasse entsteht. Unter den Schülern befinden sich auch Franziska und Laura, zwei Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Ausgerechnet

diese beiden bekommen einen Platz nebeneinander. Die eine ist laut, scheinbar selbstsicher und attraktiv. Die andere ist still, unsicher und leicht zu übersehen. Die eine leidet unter der Übertoleranz ihrer Eltern, der Haltlosigkeit mangelnder Grenzen, dem Fehlen von Anerkennung. Die andere hat durch die allzu große Fürsorge ihrer Eltern nie gelernt, sich durchzusetzen,

will immer alles richtig machen und fühlt sich bei Konflikten stets schuldig.

Das Problem: Beide sind nicht in der Lage, ihre eigentlichen Schwierigkeiten zu durchschauen. Dies führt unweigerlich zu Spannungen. Was zunächst als vermeintlich harmlose Neckerei zwischen den Schülerinnen beginnt, wächst sich im Laufe der Zeit zu knallhartem Psychoterror aus, der das Selbstvertrauen Lauras immer mehr unterhöhlt und tragische Konsequenzen hat:

Warum werden Menschen zu Opfern?

Was bringt Menschen dazu, andere fertig zu machen?

Wie reagieren Außenstehende darauf?

Wie kann man sich als Opfer wehren?

Und was tun gegen Cyber- Mobbing?

„Mobbing" ist eine rasant und fesselnd erzählte Geschichte über die Entstehung und Folgen ständiger Ausgrenzung und Schikanierung.

Schulinterne Lehrerfortbildung: „Einsichten in islamisches Glaubensleben für die Unterrichtspraxis in beruflichen Schulen“

Stuhlkreis der Teilnehmerinnen.

Wie ist das mit dem Islam? Ist ein Moslem verpflichtet, jeden Freitag in die Moschee zu gehen? Kann er seine Tagesgebete abends nachholen oder müssen sie pünktlich gebetet werden? Wie ist das mit dem Fasten? Diese und viele andere Fragen beschäftigen unsere Lehrkräfte stärker, seit wir unsere Berufsintegrationsklassen unterrichten.

Der Islambeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Rainer Oechslen, gab einen Überblick über islamische Glaubenspraktiken und Ausprägungen dieser Religion in verschiedenen Regionen der Erde.

Es gibt einen hochkomplexen Zusammenhang zwischen Religion und Kultur, so erläuterte er. Ein Weihnachtsbaum z.B. gehört nach unserem christlichen Empfinden essentiell zum Fest. Theologisch ist dieser aber völlig unbedeutend, denn in der Bibel wird er gar nicht erwähnt. Er ist über kulturelle Bezüge in langer Tradition mit dem Fest verbunden worden. So gibt es den Islam persischer, arabischer oder türkischer Ausprägung. Jeder Moslem in diesen Ländern wird aber behaupten, dass in seinem Land der einzig wahre Islam gelebt wird.

Woher bezieht ein Mensch seine Identität? Ihm ist seine Familie, seine soziale Stellung, seine Ethnie, die auch in der Sprache zum Ausdruck kommt, und seine Religion wichtig. Die ersten drei Bezüge hat ein geflüchteter Mensch meist verloren. Daher gewinnt die Religion eine größere Bedeutung für ihn. In der Migrationsbevölkerung sind die Menschen oft frömmer als im Heimatland, denn die Religion ist in der Fremde identitätsstiftend.

Ein großer Unterschied ist es, ob jemand beispielsweise in Syrien auf dem Land oder in der Stadt gelebt hat. Im städtischen Bereich herrschte dort eine relativ modere Lebensweise. Sehr verschieden ist auch, wie gebildet die einzelnen Muslimas und Moslems sind und wie viel sie über ihre Religion wissen. Viele sind sehr dankbar, wenn sie von einem islamischen Gelehrten, dem sie vertrauen, Grundzüge ihres Glaubens erklärt bekommen.

Lehrerinnen werden von muslimischen Schülern nicht immer genauso respektiert wie Lehrer. Ist die Stellung der Frau im Islam unterschiedlich zu der des Mannes? Die Mutter ist einem muslimischen Mann heilig. Ihr gibt er einen ganz besonderen Platz in seinem Leben. Diese Autorität erhält sonst kaum eine Frau von ihm. Den Frauen weist der Islam aber grundsätzlich keinen niedrigeren Status zu als den Männern. In manchen muslimisch geprägten Ländern werden allerdings Frauen kaum in der Öffentlichkeit sichtbar. So sind es also manche Schüler erstmal nicht gewöhnt, von einer Frau unterrichtet zu werden.

Grundsätzlich macht der Koran wenig Vorgaben über Glaubensvorschriften. Erst in den verschiedenen Glaubenstraditionen wurden unterschiedlich starke Verhaltensregeln entwickelt. Eigentlich gilt, sowohl beim Fasten als auch bei den Kleidungsvorschriften, dass alles der Gesundheit und der Sicherheit dienen muss. Im Schulalltag kann sich eine Schülerin oder ein Schüler also von ihren/seinen religiösen Vorgaben her gut an die schulischen Erfordernisse halten. Gebetszeiten können nachgeholt werden und sicherheitsbedingte Kleidung kann strengen religiösen Kleidervorschriften vorgezogen werden. Da die Religion gerade bei einem Leben in der Fremde Sicherheit und Identität verleiht, ist in manchen Fragen über eine scheinbar notwendige Glaubenspraxis ein gewisses Verständnis und die Suche nach einem Kompromiss ratsam. Auch ein Gespräch mit einer islamischen Vertrauensperson kann helfen und das Gewissen der Schülerinnen und Schüler erleichtern, wenn sie sich an ungewohnte Regeln halten sollen.

Eine große Anzahl von Kolleginnen und Kollegen hat sich bei dem sachkundigen Referenten über all diese Fragen informiert und ist gerne seinen fundierten, anschaulichen und auch humorvollen Ausführungen gefolgt. 

Text: Text: Dipl. Rel.päd. (FH) R. Käser
Bild: OStR T. Weidner

Auszeichnung von erfolgreichen Absolventen der Berufsfachschule für Altenpflege

Stuhlkreis der Teilnehmerinnen.

Mit Anerkennungsurkunden der Regierung von Unterfranken für hervorragende schulische Leistungen im Rahmen ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin wurden am 17.10.2017 drei Absolventinnen der Berufsfachschule für Altenpflege Schweinfurt ausgezeichnet.

Als erfolgreiche Absolventin der ersten Teilzeitklasse Altenpflege wurde Daniela Schmitt, St. Helena, Grafenrheinfeld geehrt. Als Absolventen der generalistischen Altenpflegeausbildung durften sich Katja Jost, Wohnstift Steigerwald, Gerolzhofen und Marcella Tondello, Wilhelm-Löhe-Haus, Schweinfurt über ihre ausgezeichneten Leistungen freuen. In Anwesenheit der stellvertretenden Schulleiterin Angelika Brand und den Einrichtungsleitungen Holger Korb, Sabina Joo und Matthias Matlachowski gratulierte Schulleiter Rainer Schöler zu den tollen Erfolgen, die die persönliche Leistungsfähigkeit und pflegerische Kompetenz der Absolventinnen belegen, aber auch die exzellente Ausbildungsqualität der Berufsfachschule für Altenpflege sowie der Pflegeeinrichtungen widerspiegeln.

 

 

Text: Angelika Brand, stellv. Schulleiterin der BFS für Altenpflege
Bild: StRefin Linda Freund

Filmgruppe erhält Auszeichnung bei den Filmtagen Bayerischer Schulen

Gruppenbild der Sieger mit Frau Otter.

Bei den Filmtagen Bayerischer Schulen vom 12. bis 15. Oktober 2017 in Gerbrunn wurde die Filmgruppe für den Film „Vielleicht“ ausgezeichnet.

Der Film dokumentiert am Beispiel von drei Mitgliedern der Filmgruppe die Lebenssituation von geflüchteten Jugendlichen, die versuchen sich in Deutschland eine Zukunftsperspektive aufzubauen. Sie setzen über Jahre viel Energie in die Integration, lernen die Sprache, absolvieren Praktika, engagieren sich in Vereinen. Gleichzeitig wissen sie aber nicht, ob sie überhaupt hier bleiben dürfen. Die Asylverfahren, die über ihre Zukunft entscheiden, ziehen sich über Jahre hin. So werden die Jugendjahre zu einem Zustand des „Vielleicht“, zu einem Leben in Warteschleife.

Mit Unterstützung der gesamten Filmgruppe haben sich die drei Jugendlichen gegenseitig beobachtet, gefilmt, Fragen gestellt. Der daraus entstandene Dokumentarfilm, so urteilte die Jury, „gibt uns Einblick in ihre Welt, lässt uns an ihren Ängsten teilhaben, an ihrer Verzweiflung. Und doch ist da immer eine vage Hoffnung, ein Vielleicht. (…)“

Für diese „außerordentliche Leistung“ erhalte der Film „Vielleicht“ einen Förderpreis.

Text: FOLin Sabine Otter
Bild: Torsten Repper

Ökumenischer Anfangsgottesdienst 2017/18

Schülerinnen beim Vortragen der Fürbitten. Herr Ridder predigt in der Aula.

„Du bist einmalig!“, unter diesem Motto stand der diesjährige ökumenische Schulanfangsgottesdienst, den das Team der Religionslehrkräfte mit Schülerinnen und Schülern vorbereitet hatte. Das Motiv der Wertschätzung zog sich in verschiedenen Facetten durch die Feier. Aus einem Liedvers wurde schon in der Begrüßung zitiert: Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu!

Ein kleiner Flusskieselstein, so erzählte eine Geschichte, fühlte sich ziemlich unbedeutend. Er hatte sehr wenig Selbstbewusstsein, bis er hörte, wie andere seine besondere Form und Schönheit auf dem mondbeschienenen Strand bestaunten. Das machte ihn froh und selbstsicherer. Eine Klasse stellte diese motivierende Geschichte mit einigen Symbolen dar und trug sie vor.

Martin Luther war ein Perfektionist und versuchte, vor Gott gut dazustehen. Dafür ging er ins Kloster, pilgerte nach Rom und nahm manche Entbehrung auf sich. Plötzlich entdeckte er im Römerbrief die Stelle, in der es heißt: Gott nimmt uns so an wie wir sind! Wir können und brauchen uns seine Liebe nicht erarbeiten. Das veränderte sein Leben. Ein Filmchen zum Reformationsgedenkjahr stellte diesen Werdegang im Zeitraffer dar.

Auch die Musik trug sehr zum Gelingen dieses Anfangsgottesdienstes bei:

In einer eigens gedichteten Schulhymne besang eine Klasse das gute Miteinander unserer Schule und lud die neuen Schülerinnen und Schüler herzlich ein, Teil dieser guten Gemeinschaft zu werden. „Chöre singen für dich“ schallte das bekannte Lied von Mark Forster durch die Aula. Das Team der Musiklehrerinnen begleitete es musikalisch. Schülerinnen der 10. Klasse Kinderpflege hatten den Song eingeübt und die Schulgemeinschaft stimmte ein.

Das Fazit: Wenn wir verinnerlicht haben, dass wir von Gott so wie wir sind geliebt werden, dann können wir auch zu anderen gut sein. Wir können uns mit Respekt begegnen, Rücksicht aufeinander nehmen und hilfsbereit sein, wo das nötig ist. Mut machen will uns dazu der biblische Psalm 139. Der Psalmbeter sagt: „Gott ich danke dir, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast!“ Die Freude darüber kann uns beflügeln, auch anderen gegenüber mit Wertschätzung zu begegnen!

 

Text: Dipl. Rel.päd. (FH) R. Käser
Bilder: OStR T. Weidner

 

 

Weitere Berichte zum Schulleben finden Sie [hier].

 

 

 


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