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BSZ grenzenlos – Schüler unterwegs in Europa (April 2011)

Eine mutige und interessierte Gruppe von Schülern des Staatlichen BSZ Alfons Goppel machte sich in der Woche vor den Osterferien auf den Weg ins benachbarte Ausland nach Tschechien.
Ziel der Reise war es, im Rahmen einer Schulpartnerschaft Erfahrungen über das Land, seine Menschen und die Lebensumstände zu sammeln.

An den vielen Stationen der Reise erhielten wir Eindrücke, die zum Teil in Bildern festgehalten sind:

Ein Besuch von Prag durfte nicht fehlen. In den Schulen, die wir in Ústí nad Orlicí und in Lanškroun besuchten, konnten wir uns umsehen. Auch das Behindertenheim in Zampach mit seinen Bewohnern hinterließ bleibende Eindrücke. Sogar der örtliche Rundfunk sendete über unseren Besuch in dieser Einrichtung.
Ein kurzer Rundgang in der Stadt Brünn erweiterte unseren Horizont, sowie der Besuch der Kasematten – einem ehemaligen, gefürchteten Gefängnis in der Burg der Stadt.
Am letzten Tag der Reise spielten wir Volleyball gegen die Gastgeber und besuchten einen Ausflugsturm in der Nähe unseres Wohnortes, von dem aus man die herrrliche Landschaft bei Sonnenschein von oben betrachten konnte.
An dieser Stelle danken wir den Verantwortlichen unserer Gastschule in Tschechien und den Verantwortlichen unserer Schule für die geleistete Vorarbeit, damit dieses Schulprojekt bestens gelingen konnte!

Besuch tschechischer Gastschüler aus Ústí nad Orlicí (November 2010)

In der elften Unterrichtswoche besuchte eine Gruppe tschechischer Gastschüler aus Ústí nad Orlicí unser Berufliches Schulzentrum.
Wie in den Jahren zuvor, war das Programm für die Besuchswoche wieder mit Projekttagen, Workshops und Ausflügen vielseitig gestaltet.

Bei einem Rundgang durch die Schule und die einzelnen Abteilungen bekamen die tschechischen Gäste grundsätzliche Informationen über das berufliche Bildungssystem in Deutschland und im Speziellen über die Berufe, die am unserem Schulzentrum angesiedelt sind. Interessiert verfolgten sie die Aktivitäten in den einzelnen Werkstätten, Küchen und in der Backstube. Dabei stellten sie detaillierte Fragen und verglichen mit der eigenen Berufsausbildung in ihrer Heimat.

Wohl ein Höhepunkt des diesjährigen Schüleraustausches war das Kochprojekt. Geplant war ein tschechischer Schweinebraten mit Blaukraut, Weißkraut und zwei verschiedenen Kloßarten. Als Vorspeise sollte eine Suppe und als Dessert eine Quarkcreme serviert werden und das alles für 45 bis 50 Personen. Zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Klasse H 12 gingen die Gäste mit ihren Lehrern, Frau Karbulkova und Herrn Karpoun, an die Arbeit. Fachliche Unterstützung mit Rat und viel Tat erhielten sie von unseren Hauswirtschafts-lehrerinnen Frau Albrecht und Frau Kuhn.
Dass dieses Gemeinschaftsprojekt ein Wagnis mit nicht ganz sicherem Ausgang war, war uns allen bewusst. Doch nach kurzer Besprechung und Einkleidung der Gastschüler in küchen- und hygienetaugliche Arbeits-kleidung wurde in der Großküche und einer weiteren Schulküche Gemüse geputzt und geschnitten, für einen normalen Haushalt ungewöhnlich große Fleischstücke tranchiert und gewürzt und über einhundertzwanzig Knödel zubereitet. Damit es auch richtige tschechische Knödel wurden, brachten die Gäste sogar einen Teil der Zutaten aus ihrer Heimat mit.

Die versierten Schülerinnen der H12 gaben den im Kochen zum Teil völlig unerfahrenen Gästen Hilfestellung und Anweisungen. Sprachliche Probleme schien es dabei kaum zu geben, denn durch das gemeinsame Werkeln wusste jeder schnell, was und wie es zu machen war. Außerdem war Frau Albrecht als erfahrene Fachfrau in Sachen Großküche immer zur Stelle, wenn es um die Bedienung der ungewohnten Großküchengeräte z. B. der ca. ein Quadratmeter großen „Bratpfanne“ ging.
Frau Kuhn und Herr Karpoun bereiteten in der Zwischenzeit mit der zweiten Gruppe die Suppe und die Nachspeise. Auch hier das gleiche Bild: Hauswirtschaftsschülerinnen arbeiteten Hand in Hand mit den tschechischen Gästen und zauberten die Gemüsesuppe und die Nachspeise.
Zwischendurch kamen vereinzelt Zweifel auf, ob die Mengen reichen, das Essen auch schmecken würde. Und bei allen Aktiven stieg die Spannung nochmals, als man merkte, welch große Zahl an Schülern und Lehrern auf das Essen wartete.

Der in diesem Schuljahr neu eingerichtete Serviceraum war mit hungrigen Gästen schnell bis auf den letzten Platz gefüllt. Und allen schmeckte das dreigängige Menü vorzüglich. Auch Herr Schöler, unser Schulleiter, war voll des Lobes über das gelungene und „sehr wohlschmeckende Menü“. Als alle Töpfe und Pfannen nahezu leer waren, zeigte sich Frau Karbulkova, zwar erschöpft, aber sichtliche erleichtert. Denn nichts ist für Köche ein besseres Zeichen als leere Töpfe und Tiegel, sie signalisieren zufriedene Gäste!

Weitere Aktivitäten waren ein diesmal ganztägiger Workshop „Seidenmalerei“, der von Frau Böttcher und Frau List angeboten wurde. Beide Leiterinnen waren begeistert, wie inspiriert und versiert die Schüler ihre Ideen auf die auf Rahmen gespannten Seidentücher malten. So entstanden gelungene Kunstwerke, die für viele gleichzeitig ein schönes und persönliches Mitbringsel für zu Hause waren.

Zur Erkundung der fränkischen Region führte ein Ausflug nach Knetzgau zur Textilfirma Schenk, weiter ins Levis Strauß Museum (Erfinder der Jeans) nach Buttenheim und anschließend nach Bamberg mit Stadtführung. Nicht einmal das nasskalte Wetter konnte der guten Stimmung bei dieser Fahrt etwas anhaben - die Tagestour war als ein echtes Erlebnis.

Die Abende verbrachten die Gäste bei ihren Gastfamilien und Gastfreunden. Des Öfteren wurden gemeinsame abendliche Treffs verabredet und beim Bowling, in Cafés oder in der Disco wurden echte Freundschaften geschlossen. Die morgendlichen Berichte in der Schule von diesen Unternehmungen zeigten die gute Stimmung und Atmosphäre zwischen Gästen und Gastgebern. Der herzliche und teils tränenreiche Abschied wurde mit dem festen Wunsch eines baldigen Gegenbesuches im Frühsommer 2011 besiegelt.

Wolfgang Lechner, StD

 


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