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Johannes Königer geht in den Ruhestand

Johannes Königer in IndienZum 31.7.10 geht unser Kollege Studiendirektor Johannes Königer im Anschluss an vier Jahre Altersteilzeit in den Ruhestand.

Er wuchs in Schweinfurt auf und studierte an der Universität Würzburg Chemie und Biologie. Nachdem er als Jugendlicher mit Begeisterung Gruppenleiter bei der KJG gewesen war, entschloss er sich zum Lehrerberuf und absolvierte sein Referendariat am Röntgengymnasium in Würzburg.
1976 im September trat er seinen Dienst als Lehrer an der alten Städtischen Berufsschule III an. 1977 gehörte zu dem Team, das in unser jetziges Schulhaus einzog und der Schule ihre Prägung gab. Er erweiterte seinen Bildungsauftrag um die Fächer Sozialkunde und Ernährungslehre und unterrichtet mit sehr großer Freude in allen Klassen unserer Schule.

Trotz der ursprünglich gymnasialen Ausrichtung widmete er sich besonders gern auch Schülern, denen das Lernen nicht ganz leicht fiel. Diese Klassen (BVJ/J) – so berichtete er später – hätten ihn „auf den Schultern getragen“. Das war ein Erfolg, von dem eine neben seinem Schreibtisch hängende, mit etwas unbeholfener Hand gefertigte „Urkunde“ auf grauem Karton kündete: „Dem besten Lehrer der Welt“.
Ebenfalls als Höhepunkt seines Berufslebens empfand er die einjährige Berufsaufbauschule, wo er Chemie und Biologie unterrichtete. Und in der 1991 anlaufenden Berufsfachschule für Sozialpflege, deren Schüler er liebevoll als „Sozlinge“ bezeichnete, gehörte er mit der Gesundheits- und Krankheitspädagogik zu den Pionieren. Von 1995 an war er mit der Hälfte seines Stundenmaßes für Chemie und Biologie an die FOS und BOS abgeordnet.
Egal welche Schüler er im Unterricht erwartete, stets fand man ihn bestens vorbereitet. Für einen guten Lehrer ist das eine Selbstverständlichkeit. Aber erwähnen muss man doch seine mehrfarbigen, beispielhaft makellosen Kreidetafelbilder, die er oft am Vorabend in seinem Lieblingsunterrichtsraum, dem Biologie Lehrsaal anfertigte.
Von 1978 – 80 und von 1982 – 83 war er Kolleggruppenleiter des Telekollegs an unserer Schule. Trotz der in dieser Zeit manchmal überbordenden Arbeitsbelastung gab er am Freitagabend im Arbeiterwohnheim noch drei Stunden Deutschunterricht für türkische Kinder. Seit 1986 bis zur Altersteilzeit übte er mit viel Engagement die Aufgabe des Beratungslehrers aus. Fast 20 Jahre nahm er das Amt des Drogenbevollmächtigten wahr. 1998 wurde er zum Studiendirektor befördert. Ein Lehrer für alle Fälle!

Das nie nachlassende Interesse für Neues veranlasste ihn 1992 zusammen mit seiner Familie eine Reise nach Bolivien zu Frank Weber und der Straßenkinderhilfe zu unternehmen. Danach begann für unsere Schüler und Kollegen eine bis heute andauernde Reihe von multimedial gestalteten, lebendigen, alle Sinne anregende Vorträgen, mit denen er sich für bedürftige Menschen einsetzte. An der Gründung unserer ersten Schulpartnerschaft mit der „Richard von Weizsäcker – Schule“ in Cochabamba, Bolivien, hatte er ganz wesentlichen Anteil.

Seine mit allem Herzblut betriebene ehrenamtliche Aufgabe fand er 1999 bei einer Reise nach Südindien. Er gründete daraufhin das Projekt „Überleben für Nirmala“, das armen Witwen ein Auskommen ermöglicht. Von Schulleitung und Schulgemeinschaft getragen und gefördert, fand er bei uns von Anfang an die aus dem „Apfelprojekt“ gespeiste Basis für die finanzielle Unterstützung. Bienenfleißig hielt er zusätzlich viele Vorträge in Schulen, Pfarreien, Verbänden und Wohltätigkeitsvereinen. Immer wieder – bis heute sieben Mal - reiste er nach Indien, wo er sich von der korrekten Verwendung der gesammelten Gelder überzeugen konnte. (Einmal kam er sogar mit einer runden Mahatma Gandhi – Brille zurück.) Die stolze Bilanz seiner Tätigkeit: 400 Kühe (in der Zwischenzeit durch Kälber vermehrt) für Witwen und ihre Kinder durch Spenden finanziert, Unterstützung eines Kirchen- und eines Krankenstationsbaus und sehr viele Individualhilfen, wie z.B. prothetische Versorgungen, Operationen und andere ärztliche Behandlungen. So war er neben seinem eigentlichen Lehrauftrag für die Schüler immer ein Vorbild, große Aufgaben mit kleinen Mitteln anzupacken und viel Gutes zu bewirken.

Wir wünschen ihm für die Zukunft Gesundheit und viele anregende Aufgaben. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen, engagierten Einsatz für die Ausbildung und Erziehung unserer Schüler und für die vielen Gelegenheiten über seine mit feinem Humor pointiert formulierten Bemerkungen zu schmunzeln. Wir danken ihm aber auch für seine große Loyalität gegenüber dem Kollegium und freuen uns besonders, dass mit der gemeinsamen Arbeit für das Hilfsprojekt ein enger Kontakt zu uns bestehen bleiben wird.


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