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Joachim Teusen geht in den Ruhestand

Joachim Teusen Wenn unser Kollege Joachim Teusen zum 31.07.2010 in den Ruhestand geht, kann er auf 33 Dienstjahre – davon 4 Jahre in der Freistellungsphase der Altersteilzeit - zurückblicken. Davon hat er 10 Jahre an unserem Beruflichen Schulzentrum abgeleistet. Aus seinem Lebensweg in Kindheit und Jugend schöpfte er die Fähigkeit, schulische und später berufliche Herausforderungen positiv anzugehen und erfolgreich zu meistern.

Herr Teusen wurde am 7. Mai 1946 in Schalkendorf, Kreis Oppeln, Oberschlesien, im heutigen Polen, geboren. Von 1953 bis zur Auswanderung mit seiner Mutter – sein Vater galt schon bei seiner Geburt als vermisst - im Mai 1958 besuchte er die polnische Volksschule in Ruthenau, ebenfalls im Kreis Oppeln gelegen. Über das Lager Friedland kam er im Juni 1958 nach Würzburg, wo er zum Erlernen der deutschen Sprache die Volksschule zu besuchen hatte. Bereits hier kamen ihm seine sprachliche Begabung und sein Fleiß zugute, so dass er bereits nach einem Jahr in das neusprachliche Siebold-Gymnasium eintreten konnte, an dem er 1968 das Reifezeugnis erhielt. Nach dem Wehrdienst begann er im April 1970 an der Universität Würzburg mit dem Studium der Slawistik und Geschichte, das er 1974 mit der Magisterprüfung abschloss. Um eine Qualifikation für das Lehramt an Gymnasien zu erlangen, studierte er zusätzlich Germanistik und legte 1976 das Erste Staatsexamen in Russisch, Geschichte und Deutsch ab.

Das anschließende zweijährige Referendariat am Münchener Albert-Einstein-Gymnasium beendete er mit dem Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien. Aber die Lehrbefähigung für Russisch stand einer Verbeamtung in diesem Lehramt im Wege. Deshalb trat er 1979 seinen Dienst an der Staatlichen Wirtschaftsschule Kitzingen an. Bereits 1986 wurde er zum Oberstudienrat ernannt. Bis 1995 unterrichtete er dort Deutsch, Geschichte und Sozialkunde und hatte auch für Deutsch und Geschichte zeitweise kommissarisch die Fachbetreuungen inne. Als an dieser Schule die Schülerzahlen zurückgingen, wurde er an die Staatliche Kaufmännische Berufsschule Schweinfurt und an unsere Schule abgeordnet. An unserem Beruflichen Bildungszentrum empfand er die Kollegialität und das Schulklima als sehr angenehm und er fühlte sich ausgesprochen wohl, wie er es nach eigenem Bekunden noch an keiner Schule erlebt hatte. Deshalb bewarb er sich hier für eine Vollzeitstelle und unterrichtete seitdem schwerpunktmäßig Sozialkunde und Deutsch in den Berufsfachschulen und an der Berufsschule. Gerne widmete er sich auch den differenzierten didaktischen Herausforderungen einer beruflichen Schule, die er von der gymnasialen Schulpädagogik her nicht kannte. So vermittelte er zum Beispiel den Jungarbeitern das grundlegende Rüstzeug in Mathematik. Bis zu seinem Ausscheiden unterrichtete er als einziger Lehrer das Fach Ethik.

Die staatsbürgerliche Bildung der Jugendlichen lag ihm sehr am Herzen. 1996, also bereits im Alter von 50 Jahren, legte er an der Universität Würzburg das Staatsexamen für Sozialkunde an Gymnasien erfolgreich ab – dies nur nach einem zweisemestrigen Studium. Daraufhin wurde ihm die kommissarische Fachbetreuung für Sozialkunde übertragen, die er mehrere Jahre sehr verantwortungsvoll ausübte. Außerdem absolvierte er eine Ausbildung zum Schul-Skilehrer. Bis zu seinem Ausscheiden engagierte er sich im Kreis der besonders Aktiven in der Schulentwicklung und für das Schulleben mit Projekten, z.B. Apfelprojekt oder Podiumsdiskussionen mit Politikern. Mit Herzblut und ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn setzte er sich – auch Belastungen bewusst in Kauf nehmend - als Verbindungskollege der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft für die Belange der Kolleginnen und Kollegen ein.

Eine wichtige Freizeitgestaltung ist für Herrn Teusen der Sport. So war es für ihn ein Leichtes den Weg vom Wohnort zum Dienstort und zurück auf dem Fahrrad zurückzulegen – immerhin wohnt Herr Teusen in Volkach. Zu seinem Bedauern war dies nur sehr selten mit den dienstlichen Anforderungen vereinbar. Auch im sportlichen Bereich übernahm er jahrelang Verantwortung: Er war sonntags als Schiedsrichter für den Fußballverband tätig. Außerdem pflegt er vielseitige kulturelle Interessen. In den Ferien erkundete er zusammen mit seiner Familie fremde Länder.

Wir danken Herrn Teusen für die sehr angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen und die loyale Haltung gegenüber der Schulleitung. Wir danken ihm für das unterrichtliche und erziehliche Wirken für unsere Schülerinnen und Schüler, das auffällig von einem ausschließlich der Sache gegenüber verpflichtenden Ethos geprägt war. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihm Gesundheit, damit er noch viele kulturelle Ereignisse genießen, seine sportlichen Ambitionen befriedigen, interessante Eindrücke in fremden Kulturen und Ländern sammeln und erfüllte Stunden im Kreise seiner Familie erleben kann. Nicht zuletzt möge ihm seine positive Grundhaltung auch im neuen Lebensabschnitt erhalten bleiben.


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