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Berufsschule III BFS Ernährung und Versorgung BFS Kinderpflege BFS Sozialpflege BFS Altenpflege

Aus dem Schulleben 2015/2016 - 1

 

Gemeinsam für einen guten Zweck - ein Backevent mit integrativem Charakter

Schülerin beim Teigkneten.

Schülerin beim Teigkneten.

Schülerin beim Teigkneten.

Schüler beim Ausstechen der Plätzchen.

Es bedurfte keiner Überredungskunst, um Schülerinnen und Schüler am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel zu überzeugen, sich für einen guten Zweck zu engagieren.

So plante die Klasse Ernährung und Versorgung 12 einen gemeinsamen Plätzchen-Backtag mit Flüchtlingsschülern aus der Klasse BIJ/Va. Die Schüler der Flüchtlings-Vorklasse sollten für die Backaktion angeleitet werden und gleichzeitig Einblicke in die deutsche Weihnachtstradition erhalten.
Das zu fertigende Plätzchensortiment wurde dem Evangelischen Frauenbund Schweinfurt zur Verfügung gestellt und – für die Unterstützung sozialer Projekte - am Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz Schweinfurt verkauft.
Gemeinsam mit FOLin Schreiner wählten die backerfahrenen Schüler der EuV geeignete Rezepte aus und bereiteten diese – leicht verständlich – mit unterlegtem Bildmaterial für die Schüler der Flüchtlingsklasse vor. Dass beide Schülergruppen voneinander profitierten, zeigte sich bald, nachdem auch unter den Asylbewerbern durchaus küchenerfahrene Bäcker ihr Können unter Beweis stellten.
Was die Schülergruppen verbindet, zeigte sich rasch: Die Freude an der gemeinsamen, unterstützenden Arbeit und der Stolz über ein gelungenes Backprojekt.
Das Ergebnis, von den kritischen aber wohlwollenden Augen des Schulleiters Herrn OStD Schöler beurteilt, konnte sich sehen lassen.

Frau Kaiser, Mitglied des Evangelischen Frauenbundes, nahm die Plätzchenpräsente entgegen und übermittelte den ausdrücklichen Dank der Vorsitzenden, Frau Heike Gröner.

Text und Bilder: Regina Wunram, StD

Der unterfränkische Bezirksschülersprecher kommt vom BSZ

Der Bezirksschülersprecher Kevin Huddleston (links) und seine Stellvertreterin Franzisca Thomas (rechts).Am 12. November 2015 wurden in Würzburg am Städtischen Berufsbildungszentrum I, Franz-Oberthür-Schule die Bezirksschülersprecherinnen und –sprecher gewählt.

Unter den zahlreichen Kandidatinnen und Kandiaten der 155 beruflichen Schulen konnte unser Schülersprecher Kevin Huddleston durch sein Auftreten überzeugen und wurde als erster Bezirksschülersprecher gewählt. Seine Stellvertreterin ist Franzisca Thomas (Auszubildende an der Staatlichen Berufsschule Miltenberg-Obernburg).

„Ich fühle mich geehrt und bedanke mich für das Vertrauen. Natürlich möchte ich die Interessen der Schüler optimal vertreten und ich freue mich auf die Erfahrungen, die ich als Bezirksschülersprecher sammeln darf.“ (Kevin Huddleston)

 

 

Text: Brigitte Baur (Verbindungslehrerin) und Tina Saum (Schülerbeauftragte)

Bild: Regierung von Unterfranken

 

Landwirte in Hannover auf der Agritechnica

Feldhäcksler der Superklasse. Systemschlepper.

Am 14.11.2015 war es wieder so weit: alle drei Landwirtschaftsklassen unserer Schule besuchten die große landwirtschaftliche Fachmesse in Hannover. In diesem Jahr war die Agritechnica mit ihren fast 3000 Landtechnikausstellern in 23 Hallen das Ziel.

Am frühen Morgen um 4:45 Uhr starteten wir mit dem Bus und machten uns, nachdem wir am Pendlerparkplatz Oberthulba und der Raststätte Rhön die restlichen Schüler abgeholt hatten, auf den Weg in Richtung Niedersachsen. Trotz Stau und dichtem Verkehr vor dem Messegelände kamen wir gegen 10:30 Uhr an und konnten unseren Messerundgang starten.

Die Messe bot in diesem Jahr wieder viele Neuheiten aus verschiedensten Bereichen der Landtechnik. So haben einige Hersteller verstärkt neue Konzepte gezeigt, die eine bessere Kraftübertragung von Großtraktoren möglich machen sollen. Das waren unter anderem Raupenlaufwerke auf der Hinterachse und ein neues System zur Regelung des Reifeninnendruckes das mit einem „Reifen im Reifen“ arbeitet. Ein Hersteller von Futtererntetechnik zeigte in diesem Jahr die weltweit erste Maschine, die direkt auf dem Feld aus Stroh oder Heu Pellets herstellen kann. Dieses Verfahren soll zum einen den Einsatz in Futterrationen vereinfachen und Stroh als Heizmaterial interessanter machen. Das Konzept wurde von der DLG, dem Veranstalter der Messe, mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Am Stand der Innung der Landmaschinenmechaniker konnte man „Werkstatt live“ erleben. Junge Mechaniker zeigten hier unter anderem das Wechseln von großen Schlepperreifen mit modernen Hilfsmitteln.

Zwei Schüler in moderner Schlepperkabine. Historische Schleppertechnik: ein Schlüter System-Schlepper. Zwei Schüler posieren hinter Plakat.

Auf dem Freigelände wurde der DLG-PowerMix-Test für Traktoren vorgeführt, bei dem die abgegebene Leistung und der dafür verbrauchte Kraftstoff grammgenau ermittelt werden. Interessant war hierbei vor allem die Entwicklung dieser Technik, denn neben dem modernen Testfahrzeug war auch der erste Leistungsmesswagen der DLG aus den 60er Jahren ausgestellt. Da wir in diesem Jahr an einem Samstag, dem letzten Messetag, in Hannover waren, konnten wir um 18:00 Uhr das traditionelle „Aushupen“ erleben. Pünktlich zum Ende der Messe wird bei allen ausgestellten Fahrzeugen die Hupe betätigt was in den riesigen Messehallen eine beeindruckende Geräuschkulisse erzeugt.

Letztendlich hat die Messe für jeden interessierten Besucher etwas geboten und so konnten wir zufrieden die Heimreise antreten. Um 19:30 – nach neun Stunden Lenkpause – setzte sich unser Bus wieder in Bewegung. Nach Mitternacht waren dann auch die letzen Schüler am Schulparkplatz ausgestiegen. Ein herzliches Dankeschön geht an Herrn Weidner und Herrn Lechner, die sich wie immer um die Organisation der Fahrt gekümmert haben. Außerdem auch an den Busfahrer, der die fast 700 km so sicher bewältigt hat.

Text: Georg Walter, L 12
Bilder: Georg Walter, L 12 und Markus Gensler, BGJ

Erfolg der Filmgruppe bei der Jufinale Unterfranken 2015

Pokal der Jufinale. Gruppenbild der Filmgruppe bei der Jufinale in Kitzingen.

Gleich doppelt freuen durften sich die Mitglieder der Filmgruppe bei der Jufinale Unterfranken am 31. Oktober 2015 in Kitzingen.

Der Film „Die Integrationsexperten“ wurde ausgezeichnet mit dem Preis der Stadt Kitzingen. Der Film setze das Thema nicht nur gelungen, sondern auch mit dem gewissen Augenzwinkern und viel Humor um, so urteilte die Jury. Nur so könne Integration gelingen: Wenn sie Spaß mache und nicht erzwungen sei.

Lesen Sie auch die Jurybegründung der Stadt Kitzingen für den Preis.

Khadar beim Maskenbild-Workshop. Kathrin und Viktor beim Maskenbild-Workshop. Urkunde zur Jufinale.

Es gab aber noch einen weiteren Grund zur für Freude. Denn bei der Jufinale Unterfranken wurde außerdem verkündet, welche Filme der letzten zwei Jahre für die Jufinale Bayern ausgewählt wurden. Auch da ist die Filmgruppe unserer Schule dabei: Der Film „Von Menschen, die auszogen“ wurde für die Bayerische Jufinale 2016 in Ingolstadt nominiert.

Text und Bilder: Sabine Otter, FOL

Das BIOTechnikum macht Halt in Schweinfurt

Schüler mit unterschiedlichen Käseproben in zwei PCR Tubes. Herr Töpper und Herr Schöler beim Experimentieren.

Am Dienstagmorgen, den 20.10.15, war sofort beim Einbiegen auf den Parkplatz des BSZ der neue „Star“ unserer Schule unübersehbar: mit seinem riesigen Aufbau konnte man das BIOTechnikum, einen großen LKW mit Aufliegeranhänger, bereits von weitem sehen.

Aber was ist Biotechnik überhaupt, und womit beschäftigt sie sich? Um diese grundlegenden Fragen zu klären, bot Frau Anton, eine der beiden Wissenschaftlerinnen, die den Truck begleiteten, einen interessanten Überblicksvortrag in der gefüllten Aula. Von Medizin, über die Ernährungswissenschaften hin zu Umweltschutz und Landwirtschaft sind die Themengebiete, in denen die Technik von der Natur lernt – Biotechnik eben.
Nach dem Vortrag durfte das BGJ-Landwirtschaft als erste Klasse ein Praktikum im Truck absolvieren.

Nach dem Bestaunen des imposanten Innenlebens des LKWs, ging unsere Forschungseinheit auch schon los. Zusammen mit Landrat Florian Töpper und Schulleiter Rainer Schöler gab es im Obergeschoss des Trucks eine kleine theoretische Einführung in das zu untersuchende Thema: „Wie entsteht am schnellsten Käse?“. Im Anschluss an die anschauliche Schilderung des Prozesses der Käsebildung durch Tim (im Labor duzt man sich), einen Wissenschaftler der mobilen Erlebniswelt, erklärte er, worauf es bei den heutigen Untersuchungen besonders ankommt: wichtig waren zum einen der sorgfältige Umgang mit der empfindlichen Laborausrüstung, zum anderen die zu erforschenden Effekte genau zu beobachten und zu dokumentieren.

Herr Schöler und ein Schüler beobachten den Reaktionsablauf bei der Käsebildung. Der Wissenschaftler Tim erklärt die Handhabung der Laborgeräte.

Diese waren die Änderung des Käsebildungsprozesses bei Zugabe von Calciumchlorid beziehungsweise bei unterschiedlichen Temperaturen (Raumtemperatur und 37°C). Zur Untersuchung legten die angehenden Landwirte, sowie Herr Töpper im Team mit Herrn Schöler, vier unterschiedliche Proben an und brachten die enzymatischen Vorgänge der Käsebildung zeitgleich zum Starten. Bereits nach 20-40 Sekunden war der erste Käse zu erkennen. Am schnellsten ging  der Prozess bei Milch mit zugegebenem Calciumchlorid und der Reaktionstemperatur von 37°C. In kurzem Abstand folgte Milch mit Calciumchlorid bei Raumtemperatur. Nach ein paar Minuten war auch die erste Probe ohne Calcium bei 37°C zu Käse geworden. Im letzten Laborbehältnis, den so genannten PCR Tubes, lies die Käsebildung noch eine ganze Weile auf sich warten. Tim fragte nach und erklärte warum die beobachteten Effekte aufgetreten waren: 37°C entspricht der Körpertemperatur von Kühen und  gepaart mit der Zugabe von Calcium kann man die Käsebildung stark beschleunigen.

Ein Schüler beim Interview mit TV touring. Frau Weisgerber schaut den Schülern beim Experimentieren über die Schulter.

 

Nicht nur die Landwirte, auch noch weitere Klassen durften die Käsebildung untersuchen. Aber auch andere Laborpraktika wie die Analyse des Zuckergehaltes von Süßgetränken wurden angeboten. Die Themen waren so vielfältig, dass sich auch die Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Anja Weisgerber dafür interessierte und unserer Schule und dem BIOTechnikum einen Besuch abstattete.

Am Mittwochnachmittag hatte schließlich jedermann  bei der „Offenen Tür“ die Gelegenheit das BIOTechnikum von innen zu bestaunen und die Wissenschaftler mit Fragen zu löchern. Und dieses Angebot wurde auch rege wahrgenommen. Wir freuen uns, dass der Truck bei uns in Schweinfurt Halt gemacht hat und sich sein Team uns viel über Biotechnik beigebracht hat. Danke.

Text: Simon Schech (BGJ-Lw)

Lesen Sie auch den Artikel in der Mainpost und sehen Sie sich den Filmbeitrag von TV touring an.

Rechte und Pflichten in der Ausbildung - die DGB-Berufsschultour

Schulklasse im Stuhlkreis.

Die DGB-Berufsschultour war dieses Jahr wieder, vom 27.-28.10.2015, an unserer Schule. Freiwillige junge Arbeitnehmer informierten zusammen mit Vertretern des Deutschen Gewerkschaftsbundes die Berufsschüler und Berufsschülerinnen über ihre Rechte und Pflichten in der Ausbildung, ebenso wie über Gewerkschaften und Tarifverträge.

Im Klassenzimmer war unser Interesse gleich geweckt, als wir in zwei Gruppen aufgeteilt wurden: die Firmenchefs & die Arbeitnehmer. Separat arbeiteten wir aus, wie unsere Wünsche und Anforderungen an Angestellte auf der einen Seite und Arbeitgeber auf der anderen Seite aussehen könnten. So wollten die Arbeitnehmer zum Beispiel möglichst viel Einkommen und Urlaub und die Chef-Gruppe wollte so viel Profit wie möglich, was letztendlich hieße, dass Einkommen und Urlaub für ihre Mitarbeiter eher rar ausfallen würde. Eine spannende Diskussion entwickelte sich zwischen beiden Fronten. Nun war klar: Es brauchte einen Schlichter, weil man sich sonst nicht einig geworden wäre. Und hier kommt nur der DGB ins Spiel. Bei allen Fragen, was Recht und Unrecht ist, kann der DGB Auskunft geben. Er vertritt seine Mitglieder und sorgt dafür, dass Recht auch Recht bleibt, und dass unpassende Arbeitsbedingungen aus der Welt geschafft werden, hierfür wird zusammen demonstriert, und notfalls gestreikt.

Ebenso wurden wir über die „Geheimsprache“, in denen unsere Zeugnisse in der Schule und der Arbeitswelt verfasst werden, aufgeklärt. Ab jetzt weiß jeder, was wirklich Sache ist und kann sich gegebenenfalls auch beschweren, wenn man denkt, dass eine Formulierung so nicht angemessen ist. Wir lernten die Schlüsselwörter, die eine schlechtere Bedeutung haben, als man eigentlich vermuten würde.

Zusätzlich bekamen wir Infobroschüren über die Arbeit der Gewerkschaften für die Arbeitnehmer. Zudem wurde uns noch ein kleiner Ratgeber ausgeteilt, wo wir im Zweifelsfall nochmal in Ruhe nachlesen können, wie die Rechtslage in verschiedenen Fällen aussieht.

Vielen Dank nochmals für die anschauliche und schüleraktive Vermittlung der Inhalte, die wir für die Abschlussprüfung genauso gebrauchen können, wie im späteren Berufsleben.

Text: Sina Kehl und Nicole Häusler, S10b

Bild: Robert Wagner, OStR

Preisgewinn bei den Filmtagen Bayerischer Schulen: Dokumentarfilmpreis der Medien LB für „Die Integrationsexperten“

Die Filmcrew bei der Podiumsdiskussion. Die Filmcrew und Frau Otter mit den Siegerurkunden.

„Du bist Asylbewerberin oder Asylbewerber und möchtest in Deutschland dazu gehören? Du weißt aber nicht wie? - Dann helfen wir dir!“ Das versprechen die „Integrationsexperten“ im neuen Film der Filmgruppe des BSZ.

Sie fragen konkret nach: „Was ist typisch deutsch?“ und entwickeln aus den vielen Antworten sechs - nicht ganz ernst gemeinte - Integrationstipps.
Die Filmgruppe selbst ist das beste Beispiel für Integration. Nein, eigentlich stimmt das gar nicht. Hier muss keiner integriert werden, weil keiner exklusiv ist. Drei Flüchtlinge und vier SchülerInnen aus Kinderpflegeklassen arbeiten über Monate gemeinsam an einem Filmprojekt und verarbeiten dabei ihre unterschiedlichen Perspektiven. Kann so vielleicht inklusive Schule aussehen?

Die Filmgruppe reichte den Film bei den Filmtagen Bayerischer Schulen ein. Aus 120 Einreichungen wurden 35 Landessieger für das Hauptprogramm bei den Filmtagen ermittelt. Mit dabei ist der Film „Die Integrationsexperten“.
Fünf SchülerInnen der Filmgruppe nahmen daraufhin vom 16. bis 18. Oktober an den Filmtagen in Gerbrunn teil, zeigten ihren Film und stellten sich den Fragen. Das Publikum war sehr interessiert und die Filmgruppe durfte erleben: der Film kommt an.

Und auch die Jury lobte die Filmemacherinnen: Es sei ihnen gelungen, „das Thema Integration humorvoll, nah und unkonventionell auf den Punkt zu bringen“ und zeichnete den Film mit einem der Förderpreise, dem Dokumentarfilmpreis der Medien LB, aus. Die Laudatio zum Film „Die Integrationsexperten“:

„Flüchtlingschaos, -zustrom, -wellen“. Journalisten sind auf der Suche nach geeigneten Worten, den passenden Bildern. Ein Thema wird zur Standarderöffnung jeder Nachrichtensendung, obwohl es noch vor einem Jahr lieber verdrängt wurde. Doch nicht von dieser Filmgruppe.

Erneut widmen die Preisträger ihren Beitrag den teils eigenen Erfahrungen als Flüchtling. In diesem Jahr gelingt es ihnen, das Thema Integration humorvoll, nah und unkonventionell auf den Punkt zu bringen.

Sie greifen Vorurteile wie „Wo kriegen die eigentlich das ganze Geld her?“ selbstbewusst auf. Klischees über Deutsche, wie Pünktlichkeit, übermäßiger Biergenuss und modisch fragwürdige Tennissocken werden gekonnt „verwurstet“ bzw. ad absurdum geführt.

Eine ihrer Erfahrungen ist: Integration funktioniert nicht, wenn man nur versucht, die Erwartungen anderer zu erfüllen, ohne einen Platz in der Gesellschaft zu finden, der einem entspricht.

Bleibt nur die Frage: Wer integriert hier eigentlich wen?

„Die Integrationsexperten“ erhalten den Förderpreis der MedienLB für einen dokumentarischen Film, der Anstöße zur aktuellen Integrationsdebatte bietet. 

Lesen Sie auch den Artikel in der Mainpost und sehen Sie sich den Filmbeitrag des BR an.

Der Weimarer Kultur-Express ...was für ein Theater 

Sophie und Hans Scholl in Gefängniszelle, an der Wand der Spruch: Allen Gewalten zum Trutz. Die Schauspieler diskutieren nach dem Stück mit dem Publikum.

Am Dienstag, den 6. Oktober 2015, war der Weimarer Kultur-Express am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel Schweinfurt mit dem Theaterstück „Die Weiße Rose – Die letzte Stunde der Geschwister Scholl“ zu Gast. Diese Aufführung bildete den Abschluss und einen weiteren Höhepunkt in unserer Projektwoche „Wir sind bunt!“ und es zeigte sich, dass wir mit der Information zur Weißen Rose das nötige Hintergrundwissen zum Verständnis des Stückes geschaffen hatten. Denn das Anliegen des Regisseurs Patric Tavanti war es nicht Geschichtsunterricht in anderer Form zu bieten, sondern: „Es geht uns vielmehr um die im Unterricht selten zu beantwortenden Fragen nach dem einzelnen Menschen, seinem Leben, seinen Gedanken und Gefühlen, die ihn zum Aufstehen wider das Unrecht um ihn herum veranlassten. Wir wollen mit diesem Stück den Schülerinnen und Schülern die historischen Figuren Sophie und Hans Scholl als Menschen näher bringen und verständlich machen. Denn nicht nur historisches Wissen und philosophische Überzeugungen drängten diese jungen Menschen zum Handeln, sondern tief empfundenes Mitgefühl zu ihren Mitmenschen.“ (Zitat aus Ankündigung dieses Stückes).

Eindrucksvoll gelang es den beiden Darstellern unsere Schülerinnen und Schüler in der vollbesetzten Aula in den Bann des Geschehens zu ziehen. Aus der gedachten Situation der letzten Minuten vor der Hinrichtung wurden in Retroperspektiven wichtige und erinnerungsschwangere Situationen aus dem Leben der Geschwister Scholl zum Leben erweckt und somit das Verständnis für die historischen Personen geschaffen. Weiterhin konnte auf diese Weise den aufmerksam lauschenden Zuschauern sehr gut verdeutlicht werden, wieso und warum diese jungen Menschen in der Zeit des NS-Regimes sich zum Widerstand entschlossen, bei ihren Aktivitäten ihr Leben immer wieder riskierten und letztlich dann auch hingaben. Durch ausgewählte Passagen aus den Briefen wurde der immer drängender werdende Wunsch sehr gut herausgearbeitet, irgendetwas gegen die Vereinnahmung der Massen, die Auswüchse der menschenverachtenden Aktivitäten des Krieges, die befohlene Begeisterung, u.v.m. tun zu wollen. Denn „Einer muss anfangen“ – so Hans Scholl und das in der Hoffnung, andere dadurch mitreißen zu können. Oder wie es in den Flugblättern der Weißen Rose heißt: „Wir sind euer böses Gewissen! Wir lassen euch nicht in Ruhe!“

Sophie tröstet ihren Bruder Hans. Hans Scholl zentral auf der Bühne, in die Aula sprechend. Sophie und Hans stärken sich gegenseitig und drücken sich die Hände

So war es dann auch gut nachvollziehbar, als im Nachgespräch die Frage gestellt wurde, was denn nun in dieser Aufführung Fiktion und was Wahrheit gewesen sei. Pointiert war die sehr persönliche Nachfrage an die Darsteller, ob sie sich auch für den Widerstand entschlossen hätten, wenn sie vor der Entscheidung gestanden hätten.

Vielleicht hilft auch diese Erkenntnis: Ein solches Theaterstück lehrt uns das, was wir an Meinungsfreiheit, an Möglichkeiten unsere Meinung offen und frei heraus sagen zu können ohne Repressalien befürchten zu müssen haben, dies wert zu schätzen und uns auch heute wieder für die Werte einer freiheitlichen Demokratie persönlich einzusetzen.

Text: Albert Ridder, StD

 

„Wir sind bunt – Wir bekennen Farbe!“ - Projektwoche vom 28.09. bis 02.10.2015 

Frau März stellt sich den Fragen der Schülerinnen. Herr Völk und Herr Krapf vom Bündnis „Stammheim ist bunt“ im Dialog mit den Schülerinnen.

Unter das Motto „Wir sind bunt – Wir bekennen Farbe!“ war die Projektwoche gestellt, die zum Beginn des Schuljahres am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel Schweinfurt stattfand.

Dazu hatten wir uns für jeden Tag andere Gäste eingeladen, die den Schülerinnen und Schülern dieses Berufsschultages ihr jeweiliges Engagement näherbrachten und somit auf unterschiedliche Weise über das aktuelle Thema von Menschen auf der Flucht, Rechtsextremismus, Vorbehalten und Vorurteilen die dazu kursieren, informierten und aufklärten. Des Weiteren konnten sich die Schülerinnen und Schüler an drei Stellwandgruppen informieren.

Zum Auftakt der Projektwoche präsentierte uns Frau März vom Arbeitskreis „Asyl“ aus Hambach die Entstehung und die Arbeit des AK Asyl. Der Arbeitskreis entstand letztlich eher zufällig und spontan, als nach dem Abzug der in Schweinfurt stationierten US-amerikanischen Truppen auch in Hambach von diesen genutzter Wohnraum frei wurde. Die leer stehenden Häuser sollten nun an Asylbewerber vermietet werden. Rund 80 Teilnehmer der Versammlung erklärten ihre Bereitschaft und ihr Interesse ihr Know How und ihre Zeit zu Verfügung zu stellen. Strukturen wurden gefunden, da sich Herr Köhler und Herr Gerne bereit erklärten als Koordinatoren zu wirken. So konstituierten sich in den kommenden Wochen Arbeitsgruppen, die sich ca. alle zwei Monate bei einem AK-Helfertreffen austauschen. So wurde z.B. eine Kinderbetreuung ins Leben gerufen und Kurse zur Erlernung der deutschen Sprache angeboten. Die Helfer engagieren sich aus unterschiedlichsten Motiven, sie kommen aus allen Alters- und Berufsgruppen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie vor allem die menschliche Seite in der Situation der Asylbewerber in den Blick nehmen.

„Schweinfurt ist bunt“ wurde am Dienstag von Herrn Firsching und Frau Pohl vorgestellt. Herr Firsching umriss die Entstehung von „Schweinfurt ist bunt“: Als 2010 sehr kurzfristig bekannt wurde, dass Nazis zum 1. Mai einen Aufmarsch in Schweinfurt planten und somit diesen Tag der Arbeit für ihre Zwecke missbrauchen wollten, habe man entschieden, nicht nur von Gewerkschaftsseite dagegen aufzustehen, sondern man habe Bündnispartner gesucht und gefunden. Mehr als 10.000 Menschen trafen sich in den Wehranlagen und zogen in die Innenstadt, während am Hauptbahnhof sich ungefähr 850 Nazis zu ihrem Aufmarsch aufstellten.

Frau Pohl zeigte an verschiedenen Beispielen auf, wo zurzeit die Schwerpunkte der Arbeit des Bündnisses sind. Man unterstütze Bündnisse wie z.B. „Stammheim ist bunt“, organisiere Infostände, Podiumsdiskussionen und Einzelvorträge, wurde aktiv als in vielen Städten PEGIDA und die unterschiedlichsten örtlichen Varianten zu Aufmärschen aufriefen und beschäftige sich aktuell natürlich auch mit der Flüchtlingsproblematik. In dem Zusammenhang verwies sie auf die Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ im Alten Rathaus in Schweinfurt.

Am Mittwoch war Frau Hofmann von der Diakonie in Schweinfurt unser Gast. In der Region Schweinfurt ist die Diakonie zuständig für die Sozialberatung der Asylbewerber in den zentralen Erstaufnahmeeinrichtungen und den dezentralen Gruppenunterkünften.

Frau Hofmann brachten für unsere Schülerinnen und Schüler drei Bitten mit:

  1. „Achten Sie auf Ihre Sprache!“

Mit anschaulichen Beispielen verdeutlichte Frau Hofmann, wie wichtig es sei, im alltäglichen Sprachgebrauch auf die Verwendung von Worten und Begriffen mit einer positiven Wirkung zu achten.

  1. „Achten Sie auf Ihre Informationsquellen!“

Mit dieser Bitte ging Frau Hofmann auf die vielen gängigen Vorurteile ein, die „man überall hören könne“ und die durch die Verallgemeinerung und ihre Einseitigkeit ein verzerrtes Bild des Problems wiederspiegeln.

  1.  „Tragen Sie ein positives Bild in sich – Beziehen Sie Stellung!“

Mit dieser Bitte mahnte Frau Hofmann an, dass wir nicht in allem und jedem nur das Negative sehen sollten. „Gehen Sie davon aus, dass es ja auch funktionieren könnte! Denken Sie positiv!“ so Frau Hofmann.

Herr Völk und Herr Krapf vom Bündnis „Stammheim ist bunt“ waren am Donnerstag unsere Gäste. Anfang April 2015 wurde in Stammheim bekannt, dass die Partei „Die Rechte“ ein ehemaliges Gasthaus angemietet habe, um dort ihre Parteizentrale einzurichten. Nach einer Bürgerversammlung war klar, dass die Ansiedlung einer solchen rechten Gruppe verhindert werden solle. Man war sich einig: „Wir sind gegen Rechts und für Menschlichkeit!“ Aus einem Runden Tisch und regelmäßigen Treffen konstituierte sich das Bündnis „Stammheim ist bunt“.

In der Folgezeit machte SiB immer wieder durch pfiffig formulierte Aktionen von sich reden, wenn die Partei „Die Rechte“ irgendeine Aktion anmeldete: So wurde eine öffentliche Musikprobe anberaumt, als ein Liederabend angemeldet worden war. Bezeichnenderweise trug die öffentliche Probe die Überschrift „Wir blasen den Rechten den Marsch!“

Zum Abschluss der Projektwoche am BSZ stellte Herr Baumeister von der Polizeiinspektion Schweinfurt die Aufgaben und Einsatzschwerpunkte der Polizei im Bereich Asyl, Rechtsextremismus und Kriminalität vor.

Das rechte Lager sei im Augenblick verdächtig ruhig. Kriminalpolizei (Staatsschutz) und die Polizeiinspektion seien zuständig und arbeiteten eng zusammen. Es gebe momentan keine Auffälligkeiten was den Übergriff auf Wohnheime etc. angehe.

Es seien von der Polizei Demonstrationen, Aufzüge und Aufmärsche  zu betreuen, wenn diese angemeldet und genehmigt worden seien, denn die Polizei habe das Grundrecht auf Meinungsfreiheit der Demonstranten und der Gegendemonstranten zu schützen.

 „Wie machen Rechtsextreme Werbung für sich?“ Schüler und Jugendliche versuche man im Internet beispielsweise mit Begriffen wie Kameradschaft zu ködern. Beliebt sei auch – so Herr Baumeister – mit dem Bereich Musik Jugendliche anzusprechen und für das rechte Gedankengut zu gewinnen.

In Unterfranken habe es im Jahr 2014 insgesamt 151 Straftaten im Kontext mit Rechtsextremismus gegeben; im Bereich Schweinfurt 54, davon drei Gewalttaten.

Wenn die Polizei z.B. mit Blaulicht zu den Erstaufnahmeeinrichtungen fahre handle es sich meistens um einen Notfalleinsatz, weil der Feuermelder ausgelöst wurde oder um einen medizinischen Notfall.

Zum Schutz vor Rechtsextremismus gab Herr Baumeister diese Tipps:

  1. Informieren Sie sich gut und umfassend.
  2. Dulden Sie keine stumpfsinnigen Parolen in Ihrem Umfeld.
  3. Werden Sie aktiv bei Auffälligkeiten in der realen und/oder der virtuellen Welt.
  4. Engagieren Sie sich friedlich im demokratischen Rahmen.
  5. Holen Sie sich Rat und Hilfe.

Scheuen Sie sich nicht in akuten Gefahrensituationen den Notruf 110 zu wählen!

Fazit:

In dieser Woche waren jeden Tag zwischen 100 und 140 Schülerinnen und Schüler anwesend.

Die Gastreferenten waren jeder auf seine Weise gut.

Diese Projektwoche war wichtig und notwendig. Es gab viele interessante und hilfreiche  Informationen für alle, die dabei waren.

Das Feedback von Schülerseite war durchwegs positiv; der Film beispielsweise wurde besonders gelobt, er „sei so richtig unter die Haut gegangen!“

Im Nachgang bleibt uns Pädagogen die Aufgabe „am Ball zu bleiben“ und z.B. im Rahmen unseres Schulentwicklungsprogrammes die Tipps und Ratschläge der verschiedenen Referenten umzusetzen.

Text: Albert Ridder, StD
Menschenband: Schülerinnen nach einer Idee von Frau Käser und Herrn Ridder

Plaudern aus dem Nähkästchen - Projekttag zum Thema "Heimatvertriebene in Schweinfurt"

Auf dem Weg zum Kongresszentrum. Intensive Gespräche.

Wie muss es sich anfühlen, plötzlich sein altes Leben aufzugeben? Welche Habseligkeiten sind mir wichtig? Was erwartet mich fernab der Heimat?

Diese Fragen erinnern sehr an die aktuelle Situation in Deutschland. Tausende Flüchtlinge verlassen ihr Land, um Sicherheit und Zuflucht in einem neuen zu finden. So auch vor fast 70 Jahren, als unzählige Heimatvertriebene nach Deutschland kamen, um nach Beendigung des 2. Weltkrieges ein neues Leben zu beginnen. Genau mit diesem Thema beschäftigt sich die Ausstellung "Heimatvertriebene in Schweinfurt" im Kongresszentrum.

Am 23. September 2015 besichtigte das 1. Ausbildungsjahr der Altenpflegeschule der Caritas Schulen gGmbH, mit der Klassenleitung Frau von Kroge, zunächst das Seniorenzentrum Maininsel. Zwei Mitschülerinnen führten uns durch die Einrichtung. Sie kannten sich gut aus, da sie dort schon einige Zeit als Pflegehelferinnen gearbeitet haben. Nun machen Sie weiter mit uns die  Ausbildung zur generalistischen Pflegefachkraft.

Anschließend stellten Sie uns einigen Bewohnern vor, die mit uns die Ausstellung "Heimatvertriebene in Schweinfurt" besuchen wollten. Jeweils ein Bewohner wurde von zwei Schülern begleitet, die sich so viel Zeit für die individuellen Geschichten zum Thema „Flucht“ nehmen konnten. Gemeinsam ging es zum benachbarten Kongresszentrum, wo wir eine informative Führung von Frau Hook erhielten. Sie berichtete vom teilweise sehr schwierigen Neubeginn der Heimatvertriebenen aber auch von deren Leistungen für den wirtschaftlichen Aufschwung, was die Senioren bestätigten.

Einige der Senioren blühten regelrecht auf, als sie die alten Gegenstände wie Nähmaschine, Grundig Radio und Co. wiedererkannten: "Den hatte ich auch zu Hause!" Für uns Auszubildenden waren die persönlichen Geschichten der Senioren der Höhepunkt des Tages. Beispielsweise erzählte eine ältere Dame, dass sie Geld in einem aufklappbaren Schemel versteckte, um sich und ihren Kindern manchmal etwas zu kaufen, ohne dass es ihr Mann bemerkte. Genauso ein Schemel stand in dieser Ausstellung und wir hätten nie das Geheimfach gefunden! Wir haben es sehr genossen über persönliche Geschichten eine Verbindung zu unserer deutschen Geschichte zu knüpfen.

Uns hat die Tatsache, wie gut sich die damaligen Heimatvertriebenen in die Gesellschaft integrieren konnten, ein bisschen die Angst im Bezug auf die aktuelle Flüchtlingslage genommen. Einfach war es damals nicht, aber es hat funktioniert. Einfach ist es heute erst recht nicht, zumal die Sprachschwierigkeiten dazu kommen, aber es kann funktionieren, wenn alle gemeinsam, Einheimische und Flüchtlinge, aktiv sind.

Text: Linda Vierheilig, Schülerin 1. Ausbildungsjahr
Bilder: Frau von Kroge, Lehrerin für Pflegeberufe

Weltkindertag am Marktplatz in Schweinfurt – SchülerInnen der EuV 12 und Kinderpflege machen mit

OB Remelé mit Kindern. Kinder sitzen an einem Tisch vor Obstscbechern. Zwei Schülerinnen, die je ein Tablett mit Obstbechern präsentieren.

„Obst und Gemüse – sehen, fühlen, probieren“, so lautete das Angebot der Ernährung und Versorgungs- und KinderpflegeschülerInnen beim diesjährigen Weltkindertag in Schweinfurt, der unter dem Motto stand: „Gesundheit – ein Kinderrecht“.

Für den langen Mittagstisch am Marktplatz, zu dem alle Kindergarten- und Schulkinder Schweinfurts eingeladen waren, konnte aus der Großküche unserer Schule ein gesunder und für Kinder sehr ansprechender Beitrag gezaubert werden: Fleißige Schülerhände füllten vorab 250 bunte Becher mit Gemüse- und Obstsnacks. Am Marktplatz selbst wurden diese vorgestellt und an die Kinder verteilt. In einem kurzen Interview berichteten die SchülerInnen von ihren Überlegungen, vom Wert von Obst und Gemüse in der Kinderernährung und von optischen Anreizen beim Verarbeiten der gesunden Kost.

Dekoteller mit zwei "Mäuseköpfen" aus Birnen und Weintrauben. Kind tastet in Fühlkiste. Schülerin, die Kindern mit verbundenen Augen Obst kosten lässt.

An einem eigenen Stand widmeten sich die Schüler engagiert der Kinderschar und präsentierten ganztägig Beschäftigungsangebote zum Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen. Die Kinder waren gut motivierbar und haben gerne mitgemacht. Besonderes Augenmerk fanden die Motivteller, die Erwachsene zum Nachmachen animierten und besonders auch bei Kindern großen Anklang fanden. Gelegentlich wurde rasch eine Traube aus der Deko entfernt oder vom Motiv-Brot gebissen: Den Kindern hat´s gefallen.

Text und Bilder: Regina Wunram, StDin

Schulanfangsgottesdienst am BSZ: „Wir sind bunt - wir bekennen Farbe!“

Mit Schülerinnen gefüllte Aula. Mit bunten Serviettenblumen gefüllte Schale. Frau Thurn am Kalvier und Frau Baur an der Geige.

Die Schulgemeinschaft kam in der Aula zusammen, um gemeinsam inne zu halten und an das zu denken, was über unseren konkreten Alltag hinausgeht.

Vielfalt ist viel interessanter als ein grauer Einheitsbrei. Das sieht man schon in den verschiedenen Handwerksberufen unserer Schule: Brotvariationen, eine Frisurenvielfalt, interessante Textilschnitte, farbenreich gestaltete Gärten und eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft werden durch unsere Ausbildungen befördert.

Topmodels und Superstars sind heutzutage bei der Jugend beliebt. In einem Forschungsprojekt wurden die Idealbilder einer schönen Frau und eines schönen Mannes entwickelt. Diese Stereotype sind bildhübsch, aber haben etwas Langweiliges an sich. Nichts macht sie interessant und besonders. Da ist es doch gut, dass jeder Mensch individuell ist, auch wenn manches an ihm oder ihr nicht so perfekt ist. Wir sind eben bunt und vielfältig und das ist gut so!

Jeder Mensch ist etwas Besonderes. Jeder ist individuell. Das sieht man schon am Fingerabdruck. Jeder hat seinen eigenen. Jeder Mensch sieht anders aus, hat andere Haare, eine andere Figur, hat eine andere Hauttönung oder -farbe, eine ihm oder ihr eigene Stimme und vielleicht sogar eine unterschiedliche Muttersprache oder eine andere Dialektfärbung. Was bei uns allen gleich ist, hat einmal ein weiser Mensch festgestellt, ist die rote Farbe unseres Blutes.

Auch als Schulgemeinschaft sind wir bunt. Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen kommen bei uns zusammen und lernen gemeinsam.

Wir wollen keinen grauen Einheitsbrei und auch keinen braunen Einheitsbrei! Wir wollen eine Gemeinschaft, in der Vielfalt akzeptiert wird. Die biblischen Bilder vom Salz der Erde und dem Licht der Welt ermutigen zum Eintreten für Mitmenschlichkeit und gegenseitigen Respekt und zeigen, dass auch kleine Taten sehr wirkungsvoll sein können.

Dies machten die Schülerinnen und Schüler deutlich mit dem Lied „Viele bunte Farben auf der Erde“, das musikalisch gestaltet und mit vielen bunten geschwenkten Serviettenblumen bereichert eine wunderbare Stimmung in unsere Aula brachte.

Text: Renate Käser, Religionslehrerin

 

 

 

 

 

Wie sich unser Schulleben im letzten Schuljahr gestaltete finden Sie [hier].

 

 

 


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