Erasmus+ am BSZ

... berufliche Bildung durch internationalen Austausch

Erasmus+ am BSZ

... berufliche Bildung durch internationalen Austausch

Seit Februar 2024 ist unser staatliches Berufliches Schulzentrum Alfons Goppel nun Erasmus+ akkrediert. Durch das Förderprogramm "Erasmus+" der Europäischen Union können wir nun, entsprechend unseres Schulspezifischen Qualitätsverständnisses und den darin verankerten Leitlinien, allen Mitgliedern unserer Schulfamilie berufliche Bildung im Hinblick auf

  • Internationalisierung 
  • Nachhaltigkeit und globalem Lernen
  • Inklusion und Teilhabe junger Menschen 
  • Digitalisierung

ermöglichen, entwickeln und stärken.

Derzeit sind wir am Aufbau eines internationalen Netzwerks, um Mobiliäten für Schülerinnen und Schüler als wertschöpfenden und festen Bestandteil ihrere beruflichen Ausbildung zu etablieren und unsere schulinternen Schwerpunkte zur Nachhaltigkeit, Inklusion und Digitalisierung durch internationalen Austausch weiterzuentwickeln.

Informationen zu Mobililtäten:

 

Du bist interessiert... wende Dich bei Fragen gerne an uns:

Ansprechpartnerin:

Frau Kraatz

Zuständigkeit:
Erasmus+ Koordinatorin
Formelle Abwicklungen
 

Kontaktdaten:
Nr.:   09721-47698-0
E-Mail:  Kraatz.CarolinnoSpam@noSpambsz-schweinfurt.de

 

Ansprechpartnerin:

Frau Quednau

Zuständigkeit:
Mobilitäten Berufsschule
Finanzielle Abwicklung
 

Kontaktdaten:
Nr.:   09721-47698-670
E-Mail:  quednau.jessicanoSpam@noSpambsz-schweinfurt.de

 

Ansprechpartnerin:

Frau Büttner

Zuständigkeit:
Europass-Mobilität
Mobilitäten der Berufsfachschule für EuV
 

Kontaktdaten:
Nr.:   09721-47698-634
E-Mail:  buettner.lisanoSpam@noSpambsz-schweinfurt.de

 

Aktuelles zu Mobilitäten von Erasmus+

Erasmus+: Aus der Schneiderei ans arktische Ende der Welt – Mein Praktikum auf den Lofoten

Ende Januar habe ich meine Ausbildung zur Modeschneiderin abgeschlossen – und statt in einen gewöhnlichen Alltag zu starten, habe ich mich für ein neues Abenteuer entschieden: ein Erasmus-Praktikum bei Lofoten Wool in Nordnorwegen. Schon während der Ausbildung haben mich Wollprodukte, nachhaltige Materialien und hochwertige textile Verarbeitung besonders interessiert. Gleichzeitig haben mich der Norden Europas, die Kultur der skandinavischen Länder sowie die Sprachen hier oben schon immer fasziniert. Daher habe ich Ende Februar meine zwei Koffer gepackt und bin auf die Lofoten gezogen.

Allein die Reise hierher fühlte sich besonders an, doch noch besonderer wurde dann mein neues Zuhause: Für die Zeit meines Praktikums wohne ich in einem alten Kloster. Vorher wusste ich nicht so recht, was mich dort erwarten würde, doch inzwischen kann ich sagen, dass ich mich kaum wohler fühlen könnte. Es ist gemütlich, ruhig und nur einige Minuten zu Fuß von meiner Arbeit entfernt. Jeden Tag blicke ich auf den Fjord – ein Ausblick, an den man sich nie wirklich gewöhnt.

Auch mein Arbeitsplatz ist etwas Besonderes. Bei Lofoten Wool arbeite ich in einem kleinen Team mit drei Norwegerinnen, einer Finnin und mir als Deutsche. Dadurch ist der Alltag sehr persönlich, herzlich und abwechslungsreich. Meine Aufgaben sind ganz unterschiedlich: Ich arbeite an Schnittmustern, fertige erste Prototypen für neue Kleidungsstücke aus gewebten Wollstoffen an, färbe Wolle, helfe im Laden beim Verkauf und übernehme viele kleine Aufgaben, die im täglichen Betrieb anfallen. Einige Wochen war ich auch für die Schafe und deren tägliche Fütterung zuständig. Gerade diese Mischung macht die Arbeit spannend, weil kein Tag genau wie der andere ist.

Besonders viel nehme ich aber auf sprachlicher Ebene mit. Durch den täglichen Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Ländern hat sich mein Englisch sehr schnell verbessert. Noch wichtiger war mir allerdings Norwegisch. Am Anfang konnte ich kaum etwas verstehen, doch schon nach wenigen Wochen habe ich meine Kolleginnen gebeten, nur noch Norwegisch mit mir zu sprechen. Seitdem läuft mein Alltag hier komplett auf Norwegisch – bei der Arbeit, im Laden und oft auch privat. Das fordert mich heraus, macht aber unglaublich viel Spaß und sorgt für lustige Momente, wenn ich dann mit Deutschen plötzlich kein Deutsch mehr sprechen kann und mit Engländern aus Versehen Norwegisch spreche. Ich merke jeden Tag, wie viel man lernen kann, wenn man einfach den Mut hat, es zu versuchen.

Auch außerhalb der Arbeit erlebe ich hier unglaublich viel. An freien Tagen gehe ich wandern, entdecke neue Orte oder war bereits mit dem Kajak unterwegs. Mehrfach durfte ich schon Nordlichter sehen, und gleichzeitig zeigt die Natur hier auch ihre wilde Seite: starker Wind, plötzliche Wetterwechsel, sonnige Frühlingstage im April und Anfang Mai wieder Schnee. Genau diese Gegensätze machen das Leben auf den Lofoten so besonders. Ich bin unglaublich dankbar für die Möglichkeit, hier sein zu können, und freue mich auf die nächsten Wochen und Monate, die hier noch vor mir liegen.

Text und Fotos: Klara Hintzke

Kofinanziert von der Europäischen Union 

Tour de France - Erster Halt… Straßburg, die europäische Metropole (Erasmus+)

Im Rahmen von Erasmus+ unternahm die Klasse Textil 12 mit ihrer Klassenleitung Frau Quednau und Herrn Wagner eine zweitägige Lehrfahrt in die europäische Metropole Straßburg. Im Mittelpunkt stand der Besuch des Europäischen Parlaments. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren vor Ort, welche zentrale Rolle das Parlament für die europäische Demokratie spielt: Als direkt gewählte Vertretung der Bürgerinnen und Bürger entscheidet es gemeinsam mit dem Rat über Gesetze, kontrolliert die EU‑Organe und setzt Impulse für Transparenz, Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit.

Neben der politischen Bildung konnten wir unsere Erasmus‑Ziele sichtbar voranbringen: Durch nachhaltige Mobilität und internationale Begegnungen wurden sowohl ökologische als auch interkulturelle Kompetenzen gestärkt. Die An- und Abreise erfolgte bewusst ressourcenschonend mit Flixbus und Bahn. Untergebracht waren wir kostengünstig und zugleich exklusiv in einer Unterkunft mit Selbstverpflegung – das gemeinsame Kochen, Essen und Genießen förderte Teamgeist und Verantwortung im Sinne nachhaltiger Lebenspraxis. Es war eine große Freude gemeinsam die Verpflegung, aber auch die Unternehmungen zu planen.

Das Programm umfasste:

  • Europäisches Parlament: Führung und Austausch zur Bedeutung für die EU‑Demokratie
  • Stadtentdeckungen und Sehenswürdigkeiten in Straßburg
  • Flammkuchenessen als regionales Highlight
  • Besuch einer glutenfreien Bäckerei
  • Gemeinsames Kochen in der Unterkunft

Die Lehrfahrt verband politische Bildung, Nachhaltigkeit und gelebte Internationalität – und machte Europa im Alltag erfahrbar.

Text: Jessica Quednau mit Ideen der THTI 12

Fotos: THTI 12

Mit Erasmus+ in Schweden

Schülerinnen und Schüler der BFS Kinderpflege erfahren in Uppsala, wie Inklusion, Partizipation und Gelassenheit im Alltag gelebt werden.

Siebe angehende Kinderpfleger und Kinderpflegerinnen sammelten im Rahmen von Erasmus+ wertvolle Erfahrungen in Uppsala, Schweden. Der Austausch wurde von der Europäischen Union co-finanziert. Zwei Wochen lang erlebten sie, wie Inklusion, Partizipation und Gelassenheit in Kindertagesstätten und Schulen selbstverständlich umgesetzt werden. Neben umfassender Praxiserfahrung standen auch kulturelle Highlights wie Stadtführungen, Museumsbesuche und Ausflüge in die schwedische Natur auf dem Programm. Der Austausch förderte Teamgeist, Sprache, Selbstständigkeit und interkulturelles Lernen- ganz im Sinne von Erasmus+: Bildung, die verbindet - über Ländergrenzen hinweg!

Hier ein kleines Video aus Alfis Sicht..

 

Text und Bild: Carolin Kraatz

Annemarie in Paris - 1. Staffel einer erfolgreichen Schülermobilität mit Erasmus+

Erfolgreiche Erasmus+-Mobilität: Maßschneiderin erweitert fachliche und persönliche Kompetenzen

Im Februar 2025 absolvierte die Auszubildende Annemarie Schmiedel als angehende Maßschneiderin an unserem BSZ Alfons Goppel im Rahmen des Erasmus+-Programms eine zweiwöchige Lernmobilität in Paris. Als erste Schülerin überhaupt erhielt sie damit die Möglichkeit, über Erasmus+ internationale Praxiserfahrungen während ihres dritten Ausbildungsjahres zu sammeln – ein bedeutender Meilenstein für die Internationalisierung unserer schulischen Ausbildung.

Die Schülerin war in dem renommierten Haute-Couture-Stickereiunternehmen „Atelier MONTEX“ tätig, das exklusive Stickereien für namhafte Modehäuser wie Chanel, Dior und weitere Haute-Couture-Labels fertigt. Vor Ort erhielt sie wertvolle Einblicke in traditionelle Handwerkskunst auf höchstem Niveau sowie in internationale Arbeits- und Produktionsprozesse der Luxusmodebranche.

Durch die Erasmus+-Mobilität konnte unsere Schule nicht nur die internationale Ausrichtung der beruflichen Bildung weiter stärken, sondern auch wichtige Impulse im Bereich Nachhaltigkeit und zukunftsorientierter Ausbildungsprojekte setzen.

Für die Auszubildende selbst bedeutete der Aufenthalt in Paris eine prägende Erfahrung: Neben ersten Auslandserfahrungen nahm sie vielfältige soziale und fachliche Kompetenzen mit, die sie erfolgreich in ihre Gesellenprüfung einbringen konnte. Im Sommer 2026 schloss sie diese Bayernweit auf Platz 4 und deutschlandweit in der „Guten Form auf Platz 6“ mit großem Erfolg ab – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie internationale Lernerfahrungen berufliche Entwicklung nachhaltig fördern können.

 

Text und Fotos: Jessica Quednau

Erasmus+ Die ersten europäischen Schritte sind gemacht…

Im Oktober 2024 machten sich Frau Cäsar und Frau Kraatz (Fachbereich Kinderpflege) auf den abenteuerlichen Weg mit dem Nachtzug nach Schwede (Uppsala), wo sie sehr herzlich empfangen wurden. Ziel war, im Rahmen eines einwöchigen Job-Shadowing, erste Kontakte zu potentiellen Partnerschulen und Praxisstellen zu knüpfen. Herr Sagstetter begleitete die Reise zwei Tage lang, um das BSZ Alfons Goppel vor Ort zu repräsentieren. Die Besuche in den Berufsfachschulen und pädagogischen Einrichtungen brachten viele inspirierende Eindrücke. Beispielsweise einen spannenden Tag mit dem „PelleBus“ oder den Cargo-Bikes in der Natur (rund um Uppsala) oder ein sehr naturwissenschaftlich geprägter Tag beim Besuch einer Kita mit dem Schwerpunkt auf Digitalisierung.

Der Austausch mit den schwedischen Kolleginnen und Kollegen war in jeder Hinsicht sehr interessant und bereichernd, deshalb freuen wir uns auf ihren Gegenbesuch im kommenden Schuljahr. Gerade ist parallel in Planung, ausgewählten Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule für Kinderpflege, im September 2025 e zweiwöchiges Praktikum in Schweden zu ermöglichen. Finanziell gefördert wird dieses Projekt durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union.

Text und Bild: Carolin Kraatz

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