Kunst für Demenzkranke

wie Kunst und kreativ Sein gesunde Anteile fördern können erlebt die Klasse EuV 11 im Museum Georg Schäfer

Wie kann Kunst für demente Menschen spannend und begreifbar werden? Diese Frage beantwortete Frau Birgit Höhl, Museumspädagogin am Museum Georg Schäfer der Klasse EuV 11.

Die Klasse hatte in den letzten Wochen die Qualifizierung zum Alltagshelfer erfolgreich abgeschlossen und wollte mit dieser Veranstaltung neue Einblicke in weitere konkrete unterstützende Hilfen für Demenzkranke erwerben.

Die SchülerInnen spürten rasch, dass bei der Museumsführung für Menschen mit Demenz noch gesunde Anteile der Patienten gefördert werden können. So kann Freude geweckt und kulturelle Teilhabe gepflegt werden. Demenzerkrankte verfügen oft über erhebliche Ressourcen, gerade im künstlerischen Bereich.

Frau Birgit Höhl erschloss bei ihrer Führung die Kunstwerke „auf Augenhöhe“: Die Wahrnehmungen der Betrachter stehen im Mittelpunkt. Einfache Werke, kontrastreich und farbig gestaltet, wie das Bild „Junge Dame mit Brief“ von Otto Scholderer, 1871, eignen sich besonders für die Museumsführung. Behutsam und eindrucksvoll gelingt die Erschließung der Kunstwerke, wenn die Sinne der Demenzerkrankten durch passende Medien zusätzlich geschärft werden können.  Neben der Betrachtung werden Musikstücke und Gegenstände zum Anfassen eingesetzt, die die Ressourcen der Besuchenden aktivieren sollen. Die Führung endet im museumspädagogischen Raum, in dem die Möglichkeit besteht, das Erlebte kreativ zu verarbeiten.

Die SchülerInnen, die teilweise selbst zum ersten Mal das Museum Georg Schäfer besuchten, waren beeindruckt von der Arbeit der Museumspädagogik und sicherten zu, die Erfahrungen mit dem ungewöhnlichen Angebot für Demenzerkrankte in ihren Praktikumsbetrieben weiterzugeben zu wollen.

Fotos: Lena Vorndran, EuV 11,  Regina Wunram

Text:    Regina Wunram

Zu Gast bei Direktvermarktern

Einblick in Anbau und Erzeugung von gesunden und frischen Lebensmittel aus unserer Region

Direktvermarkter erzeugen nicht nur frische, regionale, gesunde Lebensmittel, sondern engagieren sich meist – samt der ganzen Familie, oft in mehreren Generationen – intensiv in ihren Betrieben.

Wie viel Arbeit an diesem Engagement hängt - saftige Beeren, knackige Salatköpfe, bunte Wildkräuter oder legefrische Eier zu erzeugen, bevor diese auf dem Markt oder direkt an Privatkunden verkauft werden können - durften Schülerinnen der 12. Klasse BFS Ernährung und Versorgung bei dem Besuch von Direktvermarktern (Ovum & Ei, Gemüseanbau, Obstanbau mit Bauernhof Café) des Landkreises Schweinfurt erfahren.

Die Schülerinnen der Abschlussklasse waren beeindruckt vom Anbau der Kulturen, von Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren, der aufwändigen Pflege und Verarbeitung zu leckeren Konfitüren, Kuchen und Speiseeis und der Vermarktung an den Kunden. Die Einblicke in die drei Betriebe ließen spüren, weshalb heimisches Obst und Gemüse, Eier und die verarbeiteten Produkte aus der Region wertvoll sind, unbedingt einen höheren Stellenwert bekommen müssen als weit transportierte Lebensmittel und auch ihren Preis haben dürfen. Die Lebensleistungen der Direktvermarkter beeindrucken. Entscheidet sich der Hofladen zusätzlich zum Anbau von Gemüse und Obst für ein Bauernhof-Cafe mit Verkauf von Speiseeis und Kuchen sowie für einen Selbstbedienungsautomaten, dann ist eine Produktionszeit 24/7 garantiert.

Nur mit viel Herzblut, einer regen Netzwerkarbeit, großer Sorgfalt und hoher Arbeitsqualität ist steter Erfolg und eine hohe Kundenzufriedenheit möglich.

 

Text: Klasse EuV 12 mit K. Schreiner, C. Auer, R. Wunram

Fotos: R. Wunram

Wir kochen für einen guten Zweck!

Die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung unterstützt die Suppenküche!

„Essen für alle – wir unterstützen die Suppenküche/Kindertafel“, so lautet die Devise, die die 12. Klasse der Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung am Beruflichen Schulzentrum Alfons Goppel ihrem Kochprojekt gegeben hat. Tatkräftig wollten die Schüler mit anpacken und die Suppenküche, die vor einigen Wochen ins Leben gerufen wurde, mit einer leckeren und gesunden Mahlzeit unterstützen.
„Wir sind eine soziale Schule“, so beschrieb Klassensprecherin Anita die Motivation der Klasse für dieses und auch einige andere Projekte. Schließlich unterstützt die Schule eine Vielzahl von sozialen Projekten, z. B. die Partnerschule von Frank Weber in Bolivien.
Aus erster Hand erfuhren die Schüler im Vorfeld durch Herrn Labus, dem Initiator der Schweinfurter Kindertafel, der die Klasse kurz vor dem geplanten Projekt besuchte, von den außergewöhnlichen Anstrengungen dieser Aktion. Eine Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern und ein ausgeklügeltes Logistiksystem sorgen im Corona-freien Betrieb dafür, dass mehrere Hundert Kinder ein „gesundes Brot“ mit Obst und Getränk erhalten können. Die SchülerInnen hatten viele Fragen an Herrn Labus, der anschaulich und facettenreich berichtete und sich im Gegenzug auch gerne von den Schülern über die Vielseitigkeit der Ausbildung zur/m Assistenten für Ernährung und Versorgung informieren ließ. Mohsen, Schüler des dritten Ausbildungsjahres führte den Gast - nicht ohne Stolz - durch die Großküche, in der normalerweise die praktische Kochausbildung stattfindet und in der auch das Essen für die Suppenküche zubereitet wurde.

Die Idee, dieses Projekt zu unterstützen wurde möglich, da die Abschlussklasse EuV 12 - die sich zurzeit auf die berufliche Abschlussprüfung vorbereitet - die Arbeit in der schuleigenen Großküche gewohnt ist und normalerweise eine größere Anzahl von Klassen in der hauseigenen Mensa mit frischen und gesunden Speisen versorgt. Nachdem der Mensabetrieb im Moment durch Wechsel- und Distanzunterricht nur bedingt möglich ist, hofften die Schüler, dankbare Abnehmer in der Suppenküche zu finden.
Am Mittwoch, den 24. März, war es dann soweit. Alle packten mit an, damit das würzig duftende Chili con Carne rechtzeitig fertiggestellt werden konnte. Bereits ab 11.00 Uhr konnte das Chili mit Brötchen und Getränk an die ersten Abnehmer ausgegeben werden.
Das Engagement der SchülerInnen war riesig, sie halfen gerne, denn der Satz: „Wir leben Solidarität und reden nicht nur darüber“ ist für sie seit langem eine Selbstverständlichkeit.
So wundert es auch nicht, dass die Klasse bereits neue Pläne für weitere soziale Unterstützungsmöglichkeiten schmiedet.

Text:    Regina Wunram, StDin
Fotos: Cornelia Auer, FOLin, Regina Wunram, StDin

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